Die größten Probleme gäbe es im Irak auf politischer Ebene. Zu diesem Ergebnis kommt ein im Auftrag des US-Kongresses erstellter Irak-Bericht, aus dem die Washington Post vorab zitierte. Der mit Spannung erwartete Bericht soll am Donnerstag veröffentlicht werden. Der Kongress hatte in 18 Bereichen vom Weißen Haus einen Wasserstandsbericht verlangt.

Bei etwa der Hälfte der Punkte habe es "befriedigende" Fortschritte gegeben, hieß es, vor allem im militärischen Bereich. Doch vor allem bei der Versöhnung der verschiedenen Gruppen im Irak gebe es nur ungenügende Fortschritte.

Der Bericht kommt einen Tag nach einer düsteren Analyse von Geheimdienstexperten. Sie hatten geschlossen, dass die irakischen Streitkräfte auf Jahre hinaus nicht in der Lage seien, die Sicherheit im Lande zu garantieren. Wie die New York Times berichtet, schätzen die Experten die Lage im Irak als äußerst problematisch ein. Es habe fast keine Fortschritte gegeben, seit Präsident Bush im vergangenen Jahr zusätzliche Truppen in das Kriegsgebiet geschickt hätte. Die immer weiter wachsende Kluft zwischen den Volks- und Religionsgruppen sei die größte Hürde für eine friedliche Entwicklung.