Chelsea Stars, Sternchen und schlechter FußballSeite 2/2
Dazu passt, dass die Vertragsverhandlungen mit Terry und Frank Lampard, die beide wie Ballack und Andreij Schewtschenko zehn Millionen jährlich verdienen möchten, kurz vor dem Abschluss stehen. Real Madrids energisches Werben um Flügelstürmer Arjen Robben sorgt bei den Londonern nur für ein müdes Achselzucken. Abramowitsch schloss in einem Telefonat mit Reals Sportdirektor Pedrag Mijatovic einen Wechsel des Niederländers kategorisch aus.
Auch die Personalie Ballack war im Grunde nur ein Medienthema. Die hier und da geäußerten Spekulationen, der deutsche Nationalmannschaftskapitän könnte der Leidtragende einer Rückkehr zum 4-3-3-System mit Flügelspielern sein, entbehren jeder Grundlage. Mourinho sieht ihn am liebsten als einen von drei zentralen Mittelfeldspielern, als vorderster Mann in einer Raute fühlte sich Ballack in der vergangenen Saison selbst nicht richtig wohl. Und der Franzose Florent Malouda, der für 22 Millionen Euro von Lyon geholt wurde, konkurriert als Spezialist für die linke Seite sicher nicht mit Ballack.
Die größten Probleme wird wie im Vorjahr Andreij Schewtschenko bekommen. Der Ukrainer machte in LA keinen guten Eindruck. Schwerfällig und unmotiviert lief er über den Rasen. Der Ex-Münchner Claudio Pizarro könnte ihn als Ersatzmann von Stammstürmer Didier Drogba verdrängen.
Für Ballack, der sich dem Vernehmen nach ein Karriereende in den Staaten vorstellen kann, gilt es genau wie für Beckham, so schnell wie möglich fit zu werden. Seine Wunde über dem Sprunggelenk schmerzt noch immer. Eigentlich hat Mourinho meist wenig Geduld mit verletzten Spielern, aber dieses Mal könnte er ein bisschen mehr Mitgefühl beweisen. Der Trainer leidet ja zurzeit selbst an seiner Trainingsverletzung.
- Datum 25.07.2007 - 13:00 Uhr
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