Dalai Lama Urlaubsantrag für Bush und PutinSeite 3/3

Frage: Sie sagen, dass es nach Ihnen keinen weiteren Dalai Lama geben muss.

Dalai Lama: Ja. Nur, wenn die Tibeter das wollen. Derzeit würden sie es wollen. Aber wenn ich noch 20 Jahre lebe und die Situation in Tibet eine ganz andere, ganz normale wird, dann sieht es die Mehrheit vielleicht einmal anders. Dann ist es vorbei mit der Institution des Dalai Lama (lacht). Ich bin der 14., und ich bin sicherlich nicht der beste, aber auch nicht der schlechteste. Dieser Dalai Lama ist sogar recht beliebt. Wenn es jetzt endet, dann in einer gewissen Würde (lacht erneut).

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Frage: Hoffen Sie, Tibet wiederzusehen?

Dalai Lama: Ja, wie viele. Allerdings bin ich ein buddhistischer Mönch. Persönlich und mental ist die Rückkehr für mich nicht so wichtig. Als Mönch trennt man sich früh von seinem Zuhause. Die Tibeter sagen, dort, wo man sich wohl fühlt, ist die Heimat. Und wer einem Gutes tut, sind Eltern. Insofern ist Hamburg jetzt neun Tage lang meine Heimat. Wichtig ist, dass mein Leben nützlich ist – schlimm, wenn man sein Leben nicht nutzbringend einbringen kann. Da brauche ich etwas Freiheit. Wenn die Gelegenheit kommt, will ich etwas tun, damit Tibeter und Chinesen Freundschaften entwickeln. Das ist wichtig, um in Harmonie zu leben. Das könnte ein Dienst sein. Auch für das Verhältnis von China und Indien, wo ich nun vier Jahrzehnte lebe (lacht wieder). Dann werde ich abtreten, "bye bye" sagen und auf den Planeten gucken.

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