Katastrophe Flammen auf Gran Canaria außer Kontrolle

Der große Waldbrand auf der Ferieninsel breitet sich weiter aus. Mehr als 2000 Menschen mussten bereits fliehen, darunter auch etwa 50 deutsche Urlauber.

Am Sonntag abend hatte es noch gut ausgesehen, nachdem die Feuerwehr der Kanaren vier der fünf Brandfronten kontrollierte. Dann aber habe heftiger Wind die Glut aufs Neue angefacht, teilten die Behörden der Insel am Montag mit.

Teile der unter Touristen beliebten Gemeinden Mogán und San Bartolomé de Tirajana im Südwesten Gran Canarias hätten evakuiert werden müssen. Viele Menschen wurden in einer Sporthalle in Sicherheit gebracht, einige flüchteten Fernsehberichten zufolge an den Strand. Rund 60 Häuser seien niedergebrannt. Verzweifelte Anwohner versuchten, die Flammen mit Wasser aus Gartenschläuchen aufzuhalten.

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Die deutschen Urlauber wurden aus ihrem Hotel in San Bartolomé de Tirajana in Sicherheit gebracht. Die Flammen hätten sich der in rund 1000 Metern Höhe gelegenen Anlage bis auf einen Kilometer genähert, meldete der Rundfunk am Abend. Die Touristen seien in ein anderes Hotel an der Küste gebracht worden. Niemand sei zu Schaden gekommen.

Das durch Brandstiftung nahe Tejeda im Zentrum der Insel entstandene Feuer hat bereits rund 4000 Hektar Pinien- und Eukalyptuswald vernichtet. Dies entspricht einer Fläche von 5400 Fußballfeldern. Es ist der größte Waldbrand in der Geschichte der Insel.

Die große Hitze mit Temperaturen über 40 Grad und die Trockenheit erschwerten ebenso wie dichter Rauch und starker Wind die Löscharbeiten. Rund 300 Feuerwehrleute, Soldaten und Helfer kämpften an acht verschiedenen Feuerfronten gegen die Flammen. Unterstützt wurden sie von einem Dutzend Löschhubschraubern und -flugzeugen.

Gegen den mutmaßlichen Brandstifter wurde unterdessen Haftbefehl erlassen. Der 37-jährige Forstarbeiter hatte gestanden, das Feuer am vergangenen Freitag aus Wut über die Nicht-Verlängerung seines Vertrages gelegt zu haben.

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