Grossfeuer Zehntausend fliehen vor den FlammenSeite 2/2

Wegen der Dürre wurde in etwa 600 kleineren Orten zeitweise das Wasser abgestellt, teilte das Ministerium für Regionalentwicklung in Sofia mit. Von der Wasserknappheit seien vor allem sechs Regionen betroffen, unter anderem auch Burgas am Schwarzen Meer. Meteorologen erwarteten für Mittwoch eine Abkühlung sowie erstmals seit Wochen Regen und Gewitter. Die Temperaturen sanken inzwischen von 40 Grad auf unter 30 Grad.

In der Slowakei wurde ein Waldbrand in einem Naturschutzgebiet südlich der Hohen Tatra in der Nacht auf Dienstag nach neun Tagen gelöscht. Laut TV- und Radioberichten kontrollierten rund 40 Feuerwehrleute, ob in dem Gebiet vereinzelte Glutnester übersehen wurden.

Auch in Südafrika lodern Buschbrände ungeachtet aller Löschversuche weiter. Die Behörden schickten nach Angaben des nationalen Rundfunks am Dienstag weitere Feuerwehrleute als Verstärkung in die Region nahe dem Krüger-Nationalpark. Betroffen sind auch die Urlauber-Orte Sabie und Graskop sowie Teile des Gebirgs-Königreichs Swasiland. Bei den schwersten Buschbränden seit zwei Jahrzehnten sind bisher knapp zwei Dutzend Menschen ums Leben gekommen, zehntausende Hektar Wald und Weideland zerstört sowie tausende Tiere getötet worden. Die Regierung erwägt, die Region zum Notstandsgebiet zu erklären.

In Griechenland konnte die Feuerwehr am Dienstag zum ersten Mal seit Wochen einen großen Teil der Brände unter Kontrolle bringen. Bewohnte Regionen wurden nicht mehr von Flammen bedroht. Es könne aber noch keine Entwarnung gegeben werden, die Brandgefahr bleibe extrem hoch, berichtete der staatliche griechische Rundfunk unter Berufung auf die Feuerwehr.

Einige Waldgebiete brannten noch im Westen der Mittelmeerinsel Kreta auf den Bergen südlich der Hafenstadt Chania. Auch an der Grenze zwischen Albanien und Mazedonien brennt es. Am schwierigsten sei die Lage in der Gebirgsregion zwischen Griechenland und Albanien auf dem Berg Grammos. Dort bringt das Feuer immer wieder im Boden liegende alte Munition aus dem griechischen Bürgerkrieg (1947-1949) zur Explosion. Der Einsatz von Feuerwehrleuten sei deshalb unmöglich, berichtete der Rundfunk.

 
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