Sozialpolitik Auch Müller für mehr Hartz IV
In der CDU wächst die Unterstützung für die Forderung, die Zahlungen an Hartz-IV-Empfänger zu erhöhen - und die Beteiligung ausländischer Firmen an deutschen Unternehmen zu kontrollieren
Der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU) schloss sich in einem Gespräch mit der ZEIT einem Vorstoß seines thüringischen Kollegen Dieter Althaus (CDU) an, das Arbeitslosengeld II an die Inflationsrate anzupassen. "Dieter Althaus hat recht: Die Leistungen in diesem Bereich sollen das Existenzminimum sicherstellen. Wenn Grundnahrungsmittel erheblich teurer werden, müssen auch Hartz-IV-Empfänger mehr Geld bekommen", sagt Müller.
Althaus hatte vor einigen Tagen als einer der ersten CDU-Politiker mehr Geld für Hartz-IV-Empfänger gefordert und dafür die gestiegenen Lebensmittelpreise, etwa für Milch, als Grund genannt.
Müller sprach sich auch dafür aus, die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes I an die Dauer der Beitragszahlung zu binden. Das sei aber mit der SPD in der Großen Koalition nicht machbar, räumte er ein.
Schutzmaßnahmen in sensiblen Bereichen
Der Saar-Regierungschef forderte außerdem eine Genehmigungspflicht für ausländische Investoren, die mehr als 25 Prozent von Unternehmen in ausgewählten Branchen übernehmen wollen. "Es gibt Staaten, die mit riesigen Devisenreserven politisch motiviert in den Markt eingreifen können", sagt Müller der ZEIT . "Da kann sich unser Staat bei der Übernahme und Fusion von Unternehmen nicht völlig raushalten. Es muss staatliche Schutzmechanismen in sensiblen Bereichen geben." Er sehe nicht, so Müller, "warum wir zurückhaltender sein müssen als andere Industrieländer". Als Beispiel nennt Müller die Medienbranche.
Zur bevorstehenden Klausurtagung des Bundeskabinetts sagt Müller, die Regierung müsse mehr Vertrauen schaffen: "Eigentlich müssten die Zustimmungswerte für die Koalitionsparteien deutlich höher sein." Das Vertrauen der Bürger zu stärken müsse "das wichtigste Thema der Klausur" sein. Besonders wichtig dafür seien die geplanten Gesetzesvorhaben zur inneren Sicherheit, so Müller. "Ich unterstütze ausdrücklich Wolfgang Schäubles Vorschlag zu Online-Durchsuchungen. Außerdem brauchen wir dringend ein Luftsicherheitsgesetz."
Das vollständige Interview mit Peter Müller finden Sie in der neuen Ausgabe der ZEIT, die an diesem Donnerstag erscheint.
- Datum 15.08.2007 - 18:02 Uhr
- Serie -
- Quelle ZEIT online
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<< Zur bevorstehenden Klausurtagung des Bundeskabinetts sagt Müller, die Regierung müsse mehr Vertrauen schaffen(..)Das Vertrauen der Bürger zu stärken müsse "das wichtigste Thema der Klausur" sein.>>
Der saarl. MP verkennt, dass die Regierung Vertrauen nicht "schaffen" kann. Unter gewissen, derzeit nirgends ersichtlichen Voraussetzungen werden die Bürger Vertrauen in die Arbeit der Regierung gewinnen:
Dazu zählt vor allem TRANSPARENZ: Allein der fragwürdige Vollzug des Informationsfreiheitsgesetzes steht hierzu in einem nicht auflösbaren Widerspruch. Ohne Transparenz gibt es aber kein Vertrauen.
Beim ALG II geht es nicht nur um die erhöhten Lebensmittelpreise. Ich warte immer noch darauf, dass sich einer(!)der Politiker mal für die Dauer eines Monats auf diese menschenunwürdige Ebene begibt und versucht, neben einer gesunden Ernährung auch noch eine sozial-kulturelle Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in die Reihe zu bekommen. Das ist der verfassungsrechtliche Anspruch aus dem Sozialstaatsprinzip (Art 20 Abs. 1 und Art 28 Abs. 1 Grundgesetz).
Unter www.tacheles-sozialhilfe.de gibt es mehr.
Da soll doch nur hängenbleiben, wir wollen den Armen nicht noch mehr wegnehmen. Eine ALG II Erhöhung muss aber mindestens den Umfang haben, den die Grünen fordern.
Und von den Sicherheitsgesetzen sollte man wirklich besser die Finger lassen, denn es ist sicher genug in Deutschland.
Kleiner Hinweis, der Haushalt ist immer noch nicht saniert - die Hartz-Kosten dagegen sind trotz Aufschwung ausser Kontrolle geraten und immer noch im Steigen.
Das Problem ist doch, dass das gesamte System aufgrund er demographischen und wirtschaftlichen Entwicklung nicht mehr funktioniert. Bestes beispiel ist die Rente. Wenn aber ein System aufgrund der Rahmenbedingunen nicht mehr funktioniert, hilft nur noch der Systemwechsel.
Mein vorschlag.
ALGII aud ein Niveau absenken, dass das Überleben sichert, soweit irgend möglich, eine Beschränkung auf Sachleistungen. Das ganze über Steuern finanziert, hierfür sollte ein sehr geriner Prozentsatz der Verdienst/Einkommensbesteuer herangezogen werden. Wer mehr verdient leistet auch im Sinne der Solidarität einen erhöhten Beitrag.
Privatisierung der gesetzlichen Krankenkassen und freier Wettbewerb. Wer eine Zulassung erhalten will, muss einen Basistarif mit staatlich vorgegebenen Mindestleistunen anbieten. Pflicht zur Versicherung. Wahl des Unternehmens ist dem Wettbewerb überlassen. Bedürftige auf Staatskosten in die billigste Kasse. Mal sehen, welche Preisvorteile sich hier heraushandeln lassen.
Rente nach gleichem Prinzip unter sinnemäßer Anwendung der Regeln für ALGII und KV.
Somit wird per Umlageverfahren und höchst solidarisch nur
die Grundsicherung finanziert.
Wer mehr will soll dafür mehr zahlen oder für sich entscheiden, ob er sein Geld für andere Dinge spart oder ausgibt. Aber Schluß mit allen Maßnahmen, die Eigeninitiative, Leistung und Fleiß behindern. Schluß mit dem Sozialismus durch die Hintertür!
liebe/r ribera deine aktien und deine herkunft und dein geld weg. dann möchte ich dich mal so sprechen hören in deiner präpotenten besitz-bürger art.
liebe/r ribera deine aktien und deine herkunft und dein geld weg. dann möchte ich dich mal so sprechen hören in deiner präpotenten besitz-bürger art.
"Das Problem ist doch, dass das gesamte System...nicht mehr funktioniert. [Es] hilft nur noch der Systemwechsel."
Das ist nur ein Bestandteil der allseits nachgeplapperten Reformlüge.
Wer Reform sagt, meint eigentlich Abschaffung des Sozialstaates.
Wer den Sozialstaat abschaffen will, ist ein Verfassungsfeind,
denn die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat. (Art. 20 (1) GG)
Zur Erinnerung; Den wirtschaftlichen Aufschwung Deutschlands gab es nicht trotz, sondern wegen der sozialen Marktwirtschaft.
liebe/r ribera deine aktien und deine herkunft und dein geld weg. dann möchte ich dich mal so sprechen hören in deiner präpotenten besitz-bürger art.
...dann bekäme ich nach folgendem Rechner
http://www.sozialhilfe24....
900€ für einen 3-Personen Haushalt, mit Unterkunfts-
kosten ca.1400€.
Oder anders berechnet: Man muss mindestens 1400€ netto verdienen, um nach Abzug von Unterkunftskosten die gleiche Restsumme zur Verfügung zu haben. Ein Feldwebel bei der Bundeswehr, verh., 1 Kind hat ca.2000€. Er arbeitet also für 600€ Unterschied. Bei seiner festgeschriebenen Arbeitszeit von ca.180 Monatsstunden macht das netto 3,33€ die Stunde.
Es geht mir nicht darum, Bedürftigen ihr Recht auf Ünterstützung durch den Sozialstaat abzusprechen, aber jeder hat die Pflicht alles dazu beizutragen, dass er seinen Mitbürgern nicht indirekt in die Tasche greift. Parolen sind da nicht hilfreich.
...dann bekäme ich nach folgendem Rechner
http://www.sozialhilfe24....
900€ für einen 3-Personen Haushalt, mit Unterkunfts-
kosten ca.1400€.
Oder anders berechnet: Man muss mindestens 1400€ netto verdienen, um nach Abzug von Unterkunftskosten die gleiche Restsumme zur Verfügung zu haben. Ein Feldwebel bei der Bundeswehr, verh., 1 Kind hat ca.2000€. Er arbeitet also für 600€ Unterschied. Bei seiner festgeschriebenen Arbeitszeit von ca.180 Monatsstunden macht das netto 3,33€ die Stunde.
Es geht mir nicht darum, Bedürftigen ihr Recht auf Ünterstützung durch den Sozialstaat abzusprechen, aber jeder hat die Pflicht alles dazu beizutragen, dass er seinen Mitbürgern nicht indirekt in die Tasche greift. Parolen sind da nicht hilfreich.
Hartz IV sollte nicht erhöht werden. Die Hartz-Gesetze müssen abgeschafft werden. Die stufenlose Überleitung Arbeitsloser in den sozialen Abstieg und gleichzeitige Transferierung der Sozialhilfeempfänger zu Dauerempfängern war ökonomischer Unfug. Die Sozialdemokraten haben sich aus Phantasie- und/oder Ratlosigkeit der chronischen Selbstauflösung hingegeben. Wer soll heute noch SPD wählen?
Leider gibt es auch in der Politik viele Menschen wie Forumsteilnehmer ribera, die ohne Sachkenntnis daher schwadronieren. Die politische Bildung und der ökonomische Sachverstand ist bei den Erben Ludwig Erhards soweit heruntergekommen, daß die Behauptung realtitätsfremden, offensichtlichen Unfugs sogar zur Beförderung zum Vorsitzenden des Sachverständigenrates reicht. Nichts für ungut Herr Rürup, aber auch der Sachverständigenrat muß sich an den realen Zuständen im Land und nicht an theoretischen Hirngespinsten einer gut abgesicherten Oberschicht messen lassen.
zum ersten hat die hartzgesetzgebug bewiesen das sie so wie sie ist unbrauchbar ist und eine Erhöung darf nur dann erfolgen wenn gleichzeitig ein mindestlohn welcher massiv oberhalb von hartz liegt eingeführt wird da die kosten der "reform" nicht auf grund der langzeitarbeitslosen steigen sondern weil es in deutschland arbeitgeber gibt welche für abschaffung des staatseinflusses plädieren aber bei den löhnen darauf vertrauen das der saat durch hartz 4 den menschen schon hilft und dadurch löhne unterhalb der armutagrenze bgezahlt werden
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