Liebe

Kugelmensch oder glücklich allein?

© Susanne Mewing für ZEIT online

Singles sollen vergnügungssüchtig, beziehungsunfähig oder bedauernswert einsam sein. Eine Typologie in Bildern Platons Kugelmensch hatte vier Beine und zwei Gesichter – er war perfekt und sehr selbstbewusst. Doch die Götter fühlten sich provoziert von dieser Vollkommenheit. Zeus schnitt kurzerhand die Kugelmenschen in zwei Teile. Seitdem hat die eine Hälfte Sehnsucht nach der anderen. Singles sind uns vielleicht deshalb so verdächtig, weil sie sich der für die meisten Menschen gültigen Regel widersetzen, mit einem anderen Menschen verschmelzen zu wollen. Sie handeln sozusagen wider die Natur. Was stimmt mit ihnen nicht? Beate Küpper hat in ihrer Dissertation festgestellt, dass sie sich in ihren Ansprüchen an das Leben und an einen potenziellen Partner gar nicht von Paartypen unterscheiden: Vielmehr ähneln freiwillige Singles den unverheirateten Paaren, unfreiwillige den verheirateten. Die einen sind unkonventioneller, die anderen konservativer. Was gibt es also für Single-Typen?
Leser-Kommentare
  1. Der Finde-kein-Deckelchen-Single. Wieso wird der bei solchen Diskussionen immer außen vor gelassen?

    Ich für meinen Teil bin 23, hübsch, intelligent, interessant und hatte trotzdem noch nie eine Beziehung oder gar Sex.
    Ich würde gerne heiraten und Kinder bekommen und ich halte mich auch nicht für beziehungsunfähig - aber ich finde einfach keinen Mann, der zu mir passt und bei dem es "funkt".
    Gibt es auch dazu irgendeine Schublade? Vielleicht "Hoffnungslose Fälle"?

  2. "Verblüffenderweise tun die, die es sich am meisten wünschen, am wenigsten dafür, diesen Zustand zu ändern, hat Küpper festgestellt. Sie bleiben vor dem Fernseher kleben - und träumen weiter."

    Träumen, dass diese Welt eine andere ist, dann, bei manchen, wohl vor allem auch. Es gibt wohl schon eine Verbindung zwischen den Realitäten dieser Welt und den Beziehungs-Realitäten - beides könnte bzw. sollte besser sein, aber immer schlechter werden.

    (Zum Vorkommentar würde ich sagen, dass man diesen Typ auch dem "Zwischenbereich" zurechnen könnte - ob es aber nicht doch eine dauerhafte Sache wird, unfreiwillig dann, was man vielleicht erst mit 40 so richtig sagen kann, das wird man sehen. Ich kann hier nur raten, im Zweifelsfall dann doch lieber zu warten.)

  3. Liebe Jeanne_dArc,

    nach der Typologie oben würde ich dich, wie Tobias, in den Zwischenbereich
    der "Traumprinz-Suchenend" einordnen (auch wenn ich mit der Typisierung
    nicht wirklich einverstanden bin).

    In deinem zarten Alter von 23 Jahren ist es jedoch ok., den richtigen noch
    nicht gefunden zu haben.

    Gefährlich wird es erst dann, wenn man auf nichts anderes mehr empfänglich
    wird
    und immer nur passiv auf den Kommen des Prinzen wartet. ;D
    Ein 100% passendes Deckelchen findet man eh nicht, wäre auch total
    langweilig...Grüße

    Messalla  

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