Jubiläum Alles Gute, Harald Schmidt!

Der Entertainer Harald Schmidt feiert seinen 50. Geburtstag. ZEIT-Herausgeber Josef Joffe zieht schon einmal eine Bilanz seines Schaffens - und gratuliert.

Lieber ?arald, wie Natalie Licard sagen würde,

für den Life Time Achievement Award ist es am 50. Geburtstag noch zu früh, aber gratulieren dürfen wir trotzdem für eine Art Lebensleistung: Sie sind in die ironiefreie Zone des deutschen Fernsehens eingebrochen, haben hier ein Türmchen geschleift, dort eine Mauer eingerissen. ?Samstag Nacht? wurde von ?Saturday Night Live? abgekupfert, ?Guckst du weita? ist Klamauk.

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Sie haben sich vielleicht von David Letterman inspirieren lassen, aber dann ein ganz eigenes Format kreiert, das es im deutschen Fernsehen nie gab. Siehe jene Karikatur in einem deutschen Blatt, wo ein deutscher Tourist in Amerika Letterman guckt und (sinngemäß) zu seiner Frau sagt: ?Schau mal, das ist der amerikanische Harald Schmidt.?

Der Trick der Ironie (im Gegensatz zu Spott, Klamauk oder Häme) ist, dass sie nie verletzt, sich in ihrer höchsten Form gar gegen den richtet, der sie artikuliert. Das war im Reich der Dichter und Denker nie eine hervorstechende Kunst; selbst Heine und Börne waren eher empört als ironisch, eher elegisch als witzig. Mithin haben Sie auf neudeutsch einen ?Paradigmenwandel? in der Kultur vollzogen, und das in einem Land, in dem als bewährte Medienweisheit galt: ?Ironie läuft nicht.?

Leser-Kommentare
    • Anonym
    • 18.08.2007 um 13:18 Uhr

    Von mir auch 'alles Gute' =)

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