Online-Partnersuche Hundert Fantasien, hundertmal SchweigenSeite 2/2

Vier Monate später war ich in besserer Verfassung, das Liebesdrama köchelte nur noch leise in mir.  Bei meinem zweiten Online-Dating-Versuch wollte ich mich nicht mehr kurieren sondern Spaß haben ? nein,  ?das Kribbeln im Bauch wieder spüren? wie es in ungefähr 92 Prozent der Profile steht.

Von meiner neuen Identität "Wow75" versprach ich mir viel. Auch die Wahl der Partnerbörse ist nicht zu unterschätzen. Diesmal wählte ich nicht eine beliebige Seite, sondern eine, wo ich mich wohl fühlte, sowohl vom Layout als auch von der Präsentation her. Ah. Nun wurde ich wählerisch. Keine Maus7878 mehr, keine AlohaHH, die ihre Maße (95D) in den Vordergrund rückt, auf Wikinger steht und ?will, dass Du auch Tiere liebst, denn ich liebe Tiere.? Mehr Bewusstsein, mehr Selbstbewusstsein ? das wird belohnt, im All wie auf dem Boden.

Mir wurde beim Aussieben klar, dass man wirklich nur nette Leute im Internet trifft. Ich bin noch nie so vielen ?humorvollen? und ?unternehmungslustigen? Menschen begegnet. Viele sind ?klein, aber oho? und man kann mit ihnen ?Pferde stehlen? ? allerdings gibt es auch viele, die gar nicht ?klein aber oho? sind. Doch ?auf jeden Topf passt ein Deckelchen?, das sagte meine Oma schon, und Oklahoma_love334 sagt es auch. Warum alle sich mit den selben Argumenten verkaufen verstehe ich nicht ganz.

Deswegen hat mir 1224_Ela aus Berlin gefallen. Sie ist 31 Jahre alt, schien einfach sie selbst zu sein  in ihrer Beschreibung und das Foto gefiel mir. Jeder ist schließlich ein Ästhet, warum sollte ich das leugnen? Ich schreibe 1224_Ela  an. Inzwischen hatte ich ein passables Foto von mir freigeschaltet - und ich bin ehrlicher geworden. Zwei Tage. Zwei lange Tage öffnete ich ständig mein Postfach. Und am dritten Tag... ?Eine E-Mail von 1224_Ela wartet auf Sie.? Eine Antwort! Ich wusste es, ich wusste es. Ich suche sofort die Zugverbindungen nach Berlin heraus. Wir werden uns in einer netten Location treffen, ich weiß schon wo. Internet, ich liebe Dich. ?Lieber Franz, danke für Deine nette Mail?. Nichts zu danken, 1224_Ela, nichts zu danken, ich freue mich auch. ?Leider bist Du nicht mein Typ, sorry.?

 
Leser-Kommentare
    • andrku
    • 17.08.2007 um 21:45 Uhr

    ...hat sich, seit meinen Versuchen vor einigen Jahren, also doch noch nix geändert. Irgendwie depremierend, eines ist mal sicher im nächsten Leben reinkarniere ich als Frau :-)

    Es muss doch erhebend sein, wenn man aus tausenden von Zuschriften den besten Typen auswählen kann. Daumen hoch oder runter, wie Cäsar. Wahrscheinlich wird man so anspruchsvoll und wählerisch, dass man dann doch keinen findet, weil man immer glaubt es kommt noch jemand besseres.

    MfG
    AKu

  1. Gutes Beispiel, wie man ein schon oft gemachtes Thema trotzdem gut, heiter und interessant aufschreiben kann. Sehr schön, gemacht. Großes Lob!
    Und danke natürlich.

  2. Mmmmhmm ...
    ... was schreibst DU denn den Mädels, die sich mit DIR treffen wollen und deren Fotos DIR nicht gefallen???
    Du hast schon recht irgendwie "Jeder ist schließlich ein Ästhet, ..." warum sollte ausgerechnet 1224_Ela nicht diesen Anspruch haben dürfen?
    Ganz offensichtlich passen doch - wie so oft - auch bei dir Anspruch und Selbstwahrnehmung nicht so richtig zusammen, sonst würden sich unter den Millionen doch wenigstens ein paar interessierte Damen finden - da bin ich ganz sicher!!
    Und noch etwas weiss ich genau (aus eigener Erfahrung) - auch Männer sind im Internet brutaler "als das wirkliche Leben" - diese Regeln müssen auch Frauen als erstes lernen, wenn sie sich dort umtun wollen.
    Mein Tip: Versuch es einfach nochmal - diesmal vielleicht ein kleines bisschen weniger anspruchsvoll und etwas realistischer ...

  3. Wer sucht findet meisstens nicht, aber auch umgekehrt wer sucht findet obwohl er vielleicht nicht unbedingt möchte. Wie einer die Sache anpackt ist vielleicht eher ausschlaggebend als das Wieso und Warum. Ich find dass diese emotional verzweifelte Versuche jemandem zu treffen sind von vornerein irgendwie kläglich zum scheitern verrurteilt. Ümgänglich sein in Foren und Gruppen bringt einen viel weiter in dieser hinsicht.

  4. ... zu diesem Thema, denn es gibt ja offensichtlich ein großes Bedürfnis nach - und nur die interessieren hier doch wirklich: „seriösen“ - Partnerbörsen.

    Deswegen:
    Vielen Dank für den Einstieg in dieses sehr aktuelle Thema! Ich hoffe auf eine Fortsetzung, wünschte mir dann aber Konkreteres. Was passiert mit denen, die Partnerbörsen nutzen? Wie gehen sie mit den Herausforderungen um, die sich dabei ergeben – und damit meine ich nicht das Löschen von Kontakten oder das Ausbleiben von Antwortmails (ich lächle wissend)...

    Grundsätzliches:
    Meiner Meinung nach sind Partnerbörsen doch nichts anderes als eine neue Kontaktform, die sich durch die folgerichtige Nutzung neuer Kommunikationsmittel ergeben hat. Und sollte deswegen doch besser moralisch unverdächtig sein, frei von psychologisierenden Wertungen, wie man sie manchmal lesen kann, finde ich. Sie ist heute einfach nützlich. Waren es "früher" die auf lokaler Ebene stattfinden (unverdächtigen) Gemeindefeste jeglicher Art, die dem Partnersuchenden eine "Brautschau" (natürlich auch: Bräutigamschau) mit vielfältigen "Scan"-Möglichkeiten des potentiellen Partners boten, so kommt heute halt auch noch das Internet dazu. Für den, der es für sich nutzbar machen kann. Für den, dem sich vielleicht andere Möglichkeiten erst einmal nicht so sehr anbieten - aus Zeitmangel oder anderen Gründen. Und da fallen mir schon einige ein:

    - Job-Nomaden, für die der Arbeitsmarkt nach Jobwechseln auch Partnerprobleme beschert

    -Geschiedene mit Kleinkindverantwortung, die über den Tellerrand der Kollegenschaft, der Nachbarschaft, Elternschaft in Kindergarten/Schule im idyllischen Grün der Kleinstädte und Dörfer hinausschauen möchten, in das sie zwecks Hausbau gezogen sind

    - Und warum nicht auch für diejenigen, die sich anderswo (Vereine, Tanz-Clubs, Theatern etc.) halt etwas schwerer tun, bei Spontanbegegnungen „über den eigenen Schatten zu springen“.

    Konkreteres:
    Was ich mir zu dem Thema Konkreteres wünschen würde? Die Innensicht der "wirklichen" Nutzer! Die beiden ersten Artikel von „Ripley“ und „WOW75“erschienen mir doch zu sehr als journalistisch motivierte "Schnell-Recherchen".
    Ich gehöre zu den Job-Nomaden. Ich bin seit drei Jahren geschieden, arbeite (eigentlich) zu viel. Und ich habe eine der seriösen Partnerbörsen genutzt, zugegeben vorher auch eine der "üblichen". In meinem Alter geht man schon nicht mehr so sehr in Discos (auch wenn mir das übrigens sogar noch Spaß macht, habe ich festgestellt).
    Okay, ich lebe zwar noch immer ohne neuen Partner. Aber das liegt sicher nicht an den Partnerbörsen! Ich würde eher sagen: Trotz der wissenschaftlich ausgefeilten Methoden, mit denen es heute möglich ist, in Partnerbörsen den Kreis (wahrscheinlich) am besten zu mir passender Partnerinnen einzugrenzen (und natürlich umgekehrt: zu der ich am besten passe). Denn es waren schließlich wieder die alt bekannten Gründe, die zugeschlagen haben, und aus hoffnungsvollen Kontakten dann doch nichts Dauerhaftes werden ließen ...
    Ich hatte in der ersten Woche nach meiner Anmeldung in der Partnerbörse über 20 Kontakte, davon mehrere mit regelmäßigem E-Mailaustausch, auch außerhalb des Forums. Nach zwei Wochen hatte ich mein erstes Rendezvous, bei dem ich es dann auch bewenden ließ (Ich mag die „Shopping-Mentalität“ in Partnerbörsen nicht: Vergleichen, abwägen, ex und hopp...). Mit dieser Frau bin ich dann fast zwei Jahre zusammengeblieben. Ich habe mich unendlich in sie verliebt und in unserer gemeinsamen Zeit Erfahrungen gemacht, die mir für immer sehr wichtig bleiben werden. Wir haben eine Wochenendbeziehung geführt. Über hunderte von Kilometern, die meisten fuhr ich. Wir haben uns während der Woche sehr vermisst. Und es fiel uns schwer, eine Lösung zu finden für das gemeinsame Leben. Ich habe in diesen zwei Jahren so gut wie jedes Wochenende auf der Autobahn ... und natürlich bei ihr verbracht. In diesen zwei Jahren hatte ich aber keine Zeit und Energie mehr, in meinem Wohn- und Arbeitsumfeld andere soziale Aktivitäten aufzubauen.
    Ja, und hier fängt es an, das Problem mit Partnerbörsen: Wer sie nutzt, findet in seiner unmittelbaren Umgebung – auch in der einer Großstadt – nur eine verhältnismäßig eingeschränkte Anzahl von „geeigneten“ Partner, wenn man erst einmal über die „WOW75-Ripley“-Erfahrung hinaus ist. Die Bereitschaft zur Fernbeziehung ist also angesagt.
    Aber, wie realistisch ist es wirklich, dass frau/man im fortgeschrittenen Alter (sagen wir mal: über 40) auf den eigenen, sicheren Arbeitsplatz verzichtet, wenn man den Job gerne macht und eigentlich nicht wechseln will. Was provozieren Partnerbörsen eigentlich in solchen Fällen, wenn zwei sich gefunden haben und die räumliche Distanz nicht aushalten?
    Wie oft geht es gut, wenn der eine dem anderen zuliebe seinen Job doch aufgibt und umzieht? Wie oft kommt es überhaupt vor, dass Partnerbörsen „vor Ort“ erfolgreich vermitteln?
    Das würde mich als nächste Themen interessieren!
    Ich habe es übrigens nach unserer Trennung noch einmal in der Partnerbörse probiert. Dieses Mal gezielt beschränkt auf das räumliche Umfeld von max. 50 km. Habe den (wirklich netten) Anfragen von weiter entfernt wohnenden Damen mit meiner wahren und netten Begründung konsequent abgesagt. Habe mich wieder mit einer Dame getroffen, aber es sprang kein Funke über. Dann bin ich bewusst aus der Partnerbörse ausgestiegen. Es war mir zu anstrengend, weil es einfach zu viel Zeit kostete, auf die manchmal mehr oder weniger oberflächlichen Antwortmails mit etwas mehr „Tiefe“ einzugehen, bis dann jemand Interesse an einem Treffen finden mag. Ich kenne das sehr schöne, prickelnde Gefühl zu gut, wenn man als „Einsteiger“ die ersten Antworten bekommt. Das tut einfach nur gut! Man spürt beinahe diese wohltuenden Hormonwallungen in sich. Aber im Laufe der Zeit habe ich gemerkt: Nur die persönliche Begegnung ist entscheidend. Warum diese dann allzu lange hinauszögern? Vielleicht bin ich für manche dann einfach zu drängend gewesen, für einige war ich (leider) nicht der richtige Typ, nachdem ich mein Foto zuschickte ...
    Egal, jedenfalls habe ich es dann einfach anders versucht – „Off-Line“ sozusagen. Zwar mit nicht weniger Zeitaufwand, aber mit der Chance, den Menschen unmittelbarer zu erleben. Bin in einen VHS-Kochkurs für Singles gegangen, habe endlich einen Konversationskurs in Englisch belegt, und habe einen Tanzkurs begonnen. Gehe jetzt auch häufiger mit Kollegen mal irgendwo hin – z.B. in Discos. Versuche also, als Job-Nomade, der endlich sesshaft werden will, mein soziales Umfeld nachträglich aufzubauen, in dem ich vielleicht meine zukünftige Partnerin finden werde.
    Sind Partnerbörsen überflüssig und nur Zeitverschwendung? Meine Antwort: Nein! Sie sind kein Rezept mit Erfolgsgarantie, aber sie bieten einfach zusätzliche Möglichkeiten. Ich denke, es kommt auf die Mischung an. Man muss die Partnerbörsen in die eigene Lebenswelt einpassen. Auf die Mischung kommt es an. Momentan denke ich jedenfalls darüber nach, mich erneut anzumelden und es wieder zu versuchen – neben meinen anderen Aktivitäten. Deswegen bin ich überhaupt auf die beiden ZEIT-Artikel aufmerksam geworden.
    Ach ja, bevor ich es vergessen: In meinem Fall habe ich übrigens nicht nur eine wirkliche Liebe über die Partnerbörse gefunden, sondern auch Freunde. Ja, man kann als Mann einfach andere, interessante Menschen kennenlernen. Und wenn es klappt, aber nichts anderes sein soll, kann man mit ihnen wirklich freundschaftlich verbunden bleiben. Ich habe so zwei sehr liebe Menschen kennengelernt, denen ich sonst nie begegnet wäre. Wir mailen uns regelmäßig, schicken uns SMS und treffen uns. Beide Frauen leben weiter weg. Die eine hat mir durch ihren eigenen beruflichen Hintergrund ungemein weiter geholfen, wieder den Zugang zu einem meiner beiden erwachsenen Söhne zu finden. Mit der anderen tausche ich mich hin und wieder auf beruflicher Ebene aus, da wir in ähnlichen Bereichen arbeiten und sie manchmal meine Meinung wissen will. Gestern kam eine Postkarte von ihr aus dem Spanienurlaub. Heute erhielt ich eine MMS von der anderen aus ihrem Urlaub an der Ostsee ... Halt eine andere Art von sozialem Umfeld, das sich aus den Erfordernissen des heutigen Arbeitsmarkts ergeben kann.

    Wem ging es ähnlich? Bei wem lief es besser? Lasst mal hören!

    Freue mich auf andere Erfahrungsberichte.
    MinotaureM

    • struhr
    • 19.08.2007 um 10:16 Uhr

    PERSONAL:

    Wanted: Single F
    Under 33
    Must enjoy the sun, must enjoy the sea
    Sought by single M
    Misses destiny
    Send photo to address
    Is it you and me?

    Reply to Single M
    My name is Caroline
    Cell phone number here, call if you have the time
    28 and bored
    Grieving over loss
    Sorry to be heavy
    But heavy is the cost
    Heavy is the cost

    Reply to Caroline
    Thanks so much for response
    These things can be scary
    Not always what you want
    How about a drink?
    The Sage Hill Club at noon?
    I’ll phone you first, I guess
    I hope I see you soon

    I never got your name
    I assume you’re 33
    Your voice it sounded kind
    I hope that you like me
    When you see my face
    I hope that you don’t laugh
    I’m not a film star beauty
    I sent a photograph
    I hope that you know that

    Note to single M
    Why did you not show up?
    I waited for an hour
    I finally gave up
    I thought once that I saw you
    I thought that you saw me
    I guess we’ll never meet now
    It wasn’t meant to be
    It wasn’t meant to be
    I was sure you saw me
    But it wasn’t meant to be

    Wanted: Single F
    Under 33
    Must enjoy the sun
    Must enjoy the sea
    Sought by single M
    Nothing too heavy
    Send photo to address
    Is it you or me?

    Stars: In Our Bedroom After the War (Arts & Crafts, 2007)

  5. 'Wow75', ich habe sehr über deinen Artikel gelacht und kann mir deinen Schmerz vorstellen, obwohl ich eine Frau bin! Das Thema Internet Partnerbörse scheint wirklich vielen Leuten unter den Nägeln zu brennen. Ich habe davon eigentlich nie viel gehalten. Im wahren Leben bekommt man schneller mit, ob gegenseitige Sympathie herrscht oder eher nicht und dann laesst man's gleich sein, wenn es nicht paßt. Internet und Mailkontakte sind da schwieriger, weil man keine Ahnung hat, wie der Mensch am anderen Ende denkt, lebt und durch die Welt läuft. Und das alles in einem Photo sehen zu können erscheint mir eher fragwürdig, wenn viele andere Signale wie Sprache, Gang und Aura fehlen. Ich kenne Leute, die sehen auf Photos nicht besonders gut aus aber sobald sie einen Raum betreten ziehen sie die Aufmerksamkeit auf sich.
    Trotz aller meiner Bedenken hatte ich mich von einer Freundin vor gut einem Monat überreden lassen, es doch auch mal zu versuchen. Die wohnt in Amerika und da macht das praktisch jeder. Also gut dachte ich, ich hatte mir ein paar Partnerbörsen angeschaut und mich dann irgendwann mal für eine entschieden und angemeldet. Irgendwann kamen dann auch die ersten Kontaktanfragen mit Bild! Die meisten sahen nicht wirklich superschlecht aus aber auch nicht so toll, daß ich George Clooney dafür stehen gelassen hätte wenn es hart auf hart kommt. Wenn die mails irgend etwas interessantes an sich hatten, habe ich den Männern für gewöhnlich eine Chance gegeben auch wenn das Photo eigentlich 'nicht meinem Typ' entsprach. Mit einem ergab sich wirklich ein angeregter email Kontakt. Der Mann war interessant, witzig und ich hatte das Gefühl er hätte wirklich was zu sagen. Irgendwann schickte ich dann auch ein Photo und wurde einen Tag später verabschiedet mit der Standardbegründung 'sorry du bist nicht mein Typ'. Irgendwie ironisch, denn mein Typ war er wie gesagt auch nicht, was er jetzt nie erfahren wird es sei denn er liest die Leserkommentare in der 'Zeit' und fühlt sich angesprochen...... Auf der einen Seite war ich erleichtert, weil es mir ähnlich erging aber auf der anderen Seite etwas enttäuscht, denn auf einen Kaffee hätte ich ihn allemal getroffen. Mehr wäre daraus wahrscheinlich nie geworden. Was mich an den ganzen Partnerbörsen stört ist, daß mir die Menschen dort extrem verbissen und unflexibel vorkommen. Und ich bin erst seit einem Monat dabei! Es geht irgendwie nur darum möglichst schnell 'den Partner fürs Leben' zu finden und dabei vergessen die meisten, daß der Weg dorthin auch mit interessanten Menschen gepflastert sein kann. Mit denen wird man wahrscheinlich nie eine Beziehung haben (man soll nie 'nie' sagen) aber befreundet könnte man mit manchen allemal sein. Schade, daß nicht mehr 'Suchende' das Potential darin erkennen! Vielleicht packe ich auch die ganze Sache falsch an und sollte lieber einen Masterplan entwerfen, wie man möglichst effektiv mit wenig Zeitaufwand, den Mann fürs Leben findet und auf dem Weg dorthin noch möglichst viele Abfuhren erteilt.
    Zum Abschluß noch etwas, irgendwo in den Lesermeinungen zu diesem Thema wollte jemand als Frau wiedergeboren werden. Ich kann dazu nur sagen, wähle die richtige Option und die ist 'dumm und schön' sonst wirst du schnell sehr frustriert sein wenn du als 'intelligente und normal gutaussehende' Frau reinkarniert wirst.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Deine Beobachtung, camillek, kann ich nur bestätigen ... die vermeintliche Fülle von verfügbaren potentiellen Partnern verleitet dazu, extrem selektiv nach "dem optimalen Typ" von Partner zu suchen. Schließlich hat man ja mit dem letzten irgendwie Schiffbruch erlitten. Jetzt ist man umso vorsichtiger und toleriert eine mögliche "Macke" noch weniger, schon recht nicht den "suboptimalen" ersten visuellen Eindruck... Schließlich hat man ja auch Geld bezahlt für die Partnerbörse...

    Wahrscheinlich muss Mann/Frau diese "Brutalität" einfach nur als "Gesetz" der Partnerbörsen begreifen ... und sie für sich instrumentalisieren, sprich möglichst oft die Gelegenheit ergreifen, sich rechtzeitig mit denen auf einen Kaffee zu treffen, die "interessant und witzig" sind und das Gefühl vermitteln, sie "hätten wirklich was zu sagen".

    Die Partnerbörsen vermarkten sich zu geschickt als Erfolgsrezept, weil sie allzu leicht die tief sitzende Sehnsucht nach "Glück, Harmonie und Erfüllung" bedienen können, die sich irgendwann nach dem schmerzvollen Verlust des letzten Partners einstellt.

    Leider tendiert man dann bei den ersten Treffen höchst wahrscheinlich zu leicht dazu, es wie eine "schicksalhafte Begegnung" zu sehen. Befrachtet es mit ziemlich hohen Erwartungen, die sich nur um die Frage drehen "Ist er/sie was für's Leben?". Ob man sich dabei auf den ersten Blick verliebt hat (natürlich nicht), ist eine davon. So ist es jedenfalls bei mir gegangen. Ich versuche inzwischen, es gelassener zu sehen, nur als eine Art "Chancen-Erhöhung" und allemal als Gelegenheit, interessante Leute kennenzulernen, die auch Freunde werden können.

    Letztlich kommt es doch darauf an, dass man aktiv wird, sich auf den Weg macht und neue Leute trifft. Dafür sind die Partnerbörsen gut, für den Rest kommt es auf einen selbst an.

    Dran bleiben + viel Glück!
    MinotaureM

    Deine Beobachtung, camillek, kann ich nur bestätigen ... die vermeintliche Fülle von verfügbaren potentiellen Partnern verleitet dazu, extrem selektiv nach "dem optimalen Typ" von Partner zu suchen. Schließlich hat man ja mit dem letzten irgendwie Schiffbruch erlitten. Jetzt ist man umso vorsichtiger und toleriert eine mögliche "Macke" noch weniger, schon recht nicht den "suboptimalen" ersten visuellen Eindruck... Schließlich hat man ja auch Geld bezahlt für die Partnerbörse...

    Wahrscheinlich muss Mann/Frau diese "Brutalität" einfach nur als "Gesetz" der Partnerbörsen begreifen ... und sie für sich instrumentalisieren, sprich möglichst oft die Gelegenheit ergreifen, sich rechtzeitig mit denen auf einen Kaffee zu treffen, die "interessant und witzig" sind und das Gefühl vermitteln, sie "hätten wirklich was zu sagen".

    Die Partnerbörsen vermarkten sich zu geschickt als Erfolgsrezept, weil sie allzu leicht die tief sitzende Sehnsucht nach "Glück, Harmonie und Erfüllung" bedienen können, die sich irgendwann nach dem schmerzvollen Verlust des letzten Partners einstellt.

    Leider tendiert man dann bei den ersten Treffen höchst wahrscheinlich zu leicht dazu, es wie eine "schicksalhafte Begegnung" zu sehen. Befrachtet es mit ziemlich hohen Erwartungen, die sich nur um die Frage drehen "Ist er/sie was für's Leben?". Ob man sich dabei auf den ersten Blick verliebt hat (natürlich nicht), ist eine davon. So ist es jedenfalls bei mir gegangen. Ich versuche inzwischen, es gelassener zu sehen, nur als eine Art "Chancen-Erhöhung" und allemal als Gelegenheit, interessante Leute kennenzulernen, die auch Freunde werden können.

    Letztlich kommt es doch darauf an, dass man aktiv wird, sich auf den Weg macht und neue Leute trifft. Dafür sind die Partnerbörsen gut, für den Rest kommt es auf einen selbst an.

    Dran bleiben + viel Glück!
    MinotaureM

  6. Deine Beobachtung, camillek, kann ich nur bestätigen ... die vermeintliche Fülle von verfügbaren potentiellen Partnern verleitet dazu, extrem selektiv nach "dem optimalen Typ" von Partner zu suchen. Schließlich hat man ja mit dem letzten irgendwie Schiffbruch erlitten. Jetzt ist man umso vorsichtiger und toleriert eine mögliche "Macke" noch weniger, schon recht nicht den "suboptimalen" ersten visuellen Eindruck... Schließlich hat man ja auch Geld bezahlt für die Partnerbörse...

    Wahrscheinlich muss Mann/Frau diese "Brutalität" einfach nur als "Gesetz" der Partnerbörsen begreifen ... und sie für sich instrumentalisieren, sprich möglichst oft die Gelegenheit ergreifen, sich rechtzeitig mit denen auf einen Kaffee zu treffen, die "interessant und witzig" sind und das Gefühl vermitteln, sie "hätten wirklich was zu sagen".

    Die Partnerbörsen vermarkten sich zu geschickt als Erfolgsrezept, weil sie allzu leicht die tief sitzende Sehnsucht nach "Glück, Harmonie und Erfüllung" bedienen können, die sich irgendwann nach dem schmerzvollen Verlust des letzten Partners einstellt.

    Leider tendiert man dann bei den ersten Treffen höchst wahrscheinlich zu leicht dazu, es wie eine "schicksalhafte Begegnung" zu sehen. Befrachtet es mit ziemlich hohen Erwartungen, die sich nur um die Frage drehen "Ist er/sie was für's Leben?". Ob man sich dabei auf den ersten Blick verliebt hat (natürlich nicht), ist eine davon. So ist es jedenfalls bei mir gegangen. Ich versuche inzwischen, es gelassener zu sehen, nur als eine Art "Chancen-Erhöhung" und allemal als Gelegenheit, interessante Leute kennenzulernen, die auch Freunde werden können.

    Letztlich kommt es doch darauf an, dass man aktiv wird, sich auf den Weg macht und neue Leute trifft. Dafür sind die Partnerbörsen gut, für den Rest kommt es auf einen selbst an.

    Dran bleiben + viel Glück!
    MinotaureM

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