Südamerika Erdbeben erschüttert Peru

Beim stärksten Erdbeben der vergangenen 50 Jahre in Peru sind mindestens 48 Menschen getötet worden. In der Hauptstadt Lima gab es Panik und Chaos.

Bei den Erschütterungen wurden mindestens 350 Menschen verletzt, dutzende kamen ums Leben. Das Institut für Geophysik in Lima teilte mit, das Beben, dem zahlreiche Nachbeben folgten, habe eine Stärke von 7,5 erreicht. Das Geologische Institut der USA (USGS) sprach im jüngsten Bericht sogar von einer Stärke von 7,9.

Das Epizentrum des Hauptbebens, das auch in Ecuador und Brasilien zu spüren war, lag den amtlichen Angaben zufolge in etwa 41 Kilometern Tiefe im Meer nahe der Küste von Zentralperu, etwa 145 Kilometer südlich der Hauptstadt Lima. Zusätzliche Sorge löste eine anfänglich gegebene Tsunami-Warnung aus, die nach einigen Stunden jedoch wieder aufgehoben wurde.

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Am schlimmsten betroffen ist das Departement Ica. Dort seien mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen, berichtete eine Lokalzeitung. In der 160.000 Einwohner-Stadt Ica gebe es keinen Strom mehr. Feuerwehr und Zivilschutz suchten im Dunkeln in den Trümmern nach Überlebenden.

Die Erdstöße waren laut Medien sowohl an der Küste wie auch in der Regenwald- und der Gebirgsregion Perus zu spüren. In Lima hielten sich die Folgen des Bebens nach ersten Berichten in Grenzen. Es brach allerdings Panik und Chaos aus. In der Hauptstadt liefen Tausende vor Schreck aus Wohnungen und Bürogebäuden. Die Sachschäden seien allerdings gering, hieß es in peruanischen Medien.

Staatspräsident Alan García rief die Bevölkerung auf, Ruhe zu bewahren. Er hatte noch in der Nacht eine Krisensitzung des Kabinetts einberufen, um Maßnahmen zu erörtern. Alle Polizisten des Landes sind seither auf den Straßen im Einsatz. Krankenhäuser wurden angewiesen, alle Patienten ohne Einschränkungen aufzunehmen. Außerdem wurde der Schulunterricht für Donnerstag abgesagt.

Das Pacific Tsunami Warning Center in Hawaii hatte nach dem Beben eine Tsunamiwarnung für die südamerikanischen Länder Peru, Kolumbien, Ecuador und Chile sowie für Mittelamerika und Mexiko herausgegeben. Küstengemeinden in Peru und Kolumbien ordneten bereits eine Evakuierung an, bevor die Entwarnung kam.

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    • Schlagworte Umweltschaden | Erdbeben | Peru
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