Regionalgeld Der Regio rollt
Die meisten Ökonomen lassen kein gutes Haar an Regionalwährungen. Deren Schöpfer stört das wenig. Ihre neueste Errungenschaft ist das Bankkonto für's Zweitgeld.
Seltsames Geld geht manchmal im Bio-Ringmarkt in Raubling über die Theke. Die bunten Scheine zieren Vogelarten der Region, von heimischen Malern in Szene gesetzt. Es handelt sich um den Chiemgauer, der seit vier Jahren am Chiemsee zirkuliert, als Zweitwährung neben dem Euro.
Biomarkt-Inhaber Helmut Schmidt hatte keine großen Erwartungen, als er sich vor knapp zwei Jahren dem neuen Bezahlsystem anschloss. Mittlerweile aber klettern seine Umsätze in der Zweitwährung an manchen Tagen auf umgerechnet 700 Euro. Neben Schmidt akzeptieren fast 600 Unternehmen der Region den Chiemgauer. Rund 2.000 Kunden tragen die bunten Scheine im Portemonnaie, Tendenz steigend.
Das Konkurrenzgeld ist keine bayrische Spezialität. Im ganzen Land sprießen die Zweitwährungen. Über 20 zählt der Dachverband der Regio-Initiativen, rund 30 weitere sind geplant, angestoßen meist von Bürgerinitiativen. Ihr Ziel: Mit einem eigenen Währungskreislauf soll die regionale Wirtschaft in Schwung gebracht werden. Der Volkswirtschaftsprofessor Ulrich Scheiper von der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt schätzt, dass rund 30 Prozent aller benötigten Güter und Dienstleistungen regional produziert werden könnten. Daraus ergibt sich für die Wirtschaft in vielen ländlichen und strukturschwachen Gebieten ein beachtlicher Spielraum.
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Doch die Idee ist oft gar nicht so einfach in die Praxis umzusetzen. Schließlich müssen sich sowohl Verbraucher als auch Unternehmen auf Geld mit begrenzter Gültigkeit einlassen. "Der Chiemgauer ist durchaus komplex", gesteht Christian Gelleri, Initiator der Regionalwährung, ein. Zwar kann man seine Euros zum Kurs eins zu eins in die Regionalwährung umtauschen. Aber wer seine Euros später wieder zurück möchte, muss im Gegenzug ein paar Prozent an einen gemeinnützigen Verein seiner Wahl zahlen. Außerdem ist eine künstliche Inflation eingebaut, damit der Chiemgauer nicht in der Sparschatulle verschwindet. Wer seinen Chiemgauer am Ende eines Quartals nicht ausgegeben hat, muss eine Marke kaufen und auf den Schein kleben, damit er gültig bleibt. Kostenpunkt: zwei Prozent des Scheinwerts. So soll garantiert werden, dass die Zweitwährung dem Wirtschaftskreislauf erhalten bleibt und die lokale Ökonomie auch wirklich ankurbelt.
Meist trägt der Händler die Kosten für Rücktausch und Marke. Die Unternehmen für das Konzept zu begeistern, war daher das schwierigste Unterfangen. Am Anfang, erzählt Gelleri, habe es Händler gegeben, die kurz vor dem Verfallsdatum die Annahme der Scheine verweigerten. Inzwischen aber ist das Zahlungsmittel mitsamt seinen Kniffen akzeptiert. Viele Geschäfte sehen darin sogar ein vergleichsweise günstiges Marketinginstrument. "Der Kundenbindung hat es gut getan, dass wir den Chiemgauer akzeptieren", sagt etwa Bio-Händler Schmidt. Manche kämen sogar extra zu ihm, nur um ihr Regionalgeld auszugeben.
Am liebsten wäre es Schmidt, wenn er alle Chiemgauer in seiner Kasse an seine Lieferanten weitergeben könnte, statt sie zurückzutauschen. Das käme auch dem langfristigen Ziel der Initiative näher, denn der regionale Wirtschaftskreislauf schließt sich erst dann, wenn das Geld vom Verbraucher zum Händler, von dort zum regionalen Hersteller und schließlich als Lohn wieder zum Verbraucher fließt. "Aber man kann dem Fahrer bei einer Lieferung ja nicht immer Tausende von Chiemgauern mitgeben", schildert Einzelhändler Schmidt das Problem.
Künftig soll es leichter möglich sein, auch größere Summen durch die Region zu bewegen, denn seit kurzem bieten Volksbanken und Sparkassen ein zum Chiemgauer passendes Konto an. Für Christian Gelleri ist das der nächste große Schritt: Mit den neuen Zahlungswegen sollen die Umsätze in diesem Jahr noch einmal deutlich steigen, um eine Million auf 2,5 Million. "Konten sind bei allen Regio-Initiativen im Moment ein großes Thema", sagt Gelleri. Laut einer Studie der Bundesbank haben mindestens vier von ihnen neben dem Papiergeld bereits ein Girosystem eingeführt.
- Datum 22.08.2007 - 06:04 Uhr
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- Serie Besser wirtschaften
- Quelle ZEIT online 16.08.2007
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Meiner Ansicht nach macht ein umlaufgesichertes Geldsystem keinen Sinn, solange man jederzeit problemlos in ein verzinstes wechseln kann.
Diese Systeme mögen regional daher helfen, werden aber wohl vor allem ideologisch von den Benutzern getragen, die wohl fast immer draufzahlen dürften.
Nichtsdestotrotz ist ein umlaufgesichertes Geldsystem, wie es etwa die sogenannte Freiwirtschaft vorsieht, eine Überlegung wert, zumindest wenn es landesweit oder gar global umgesetzt wird:
http://de.wikipedia.org/w...
Das heutige Geldsystem ist schliesslich nur das Einfachste, wahrscheinlich aber längst nicht das Beste.
Derzeit ist Freiwirtschaft nicht durchsetzbar, aber die nächste globale Krise kommt sicher :-) Spätestens wenn alle Länder dem internationalem Großkapital unterworfen wurden und das Wachstum abrupt ein Ende findet (finden muss, mangels Ausbreitungsmöglichkeit). Dann findet die steile Zins- und Zinseszinskurve keinerlei Ausgleich mehr und die Massen werden schneller verarmen, als dies derzeit der Fall ist, wo zumindest gelegentlich noch einige Krumen unter den Tisch fallen.
MfG
AKu
ein oberflaechlicher artikel zu einem sehr interessanten thema !
die wirklichen vorteile des zinslosen regionalgeldes oder auch der tauschringe wird nicht erklaert. warum nicht ?
aku hats voll auf den kopf getroffen : der einfluss der zinsspekulanten ist noch zu gross und all haengen an ihnen wie am tropf - gut eingefaedelt hat es die welt zu dem moloch gemacht , der sie heute ist.
die aus vorchristlich-roemischer zeit stammende zinswirtschaft ist das schlimmste und in letzter konsequenz kurzsichtigste, was der mensch jemals hervorgebracht hat, um macht zu konservieren oder zu konsolidieren.
hoffen wir mit aku das es zu ende geht.
Aus meiner Sicht handelt es sich bei Regiogeld lediglich um einen Einkaufsgutschein, der "an Zahlungs statt" eingesetzt wird - so wie eben das Plastikgeld, die EC-Karte oder eine Kreditkarte. Regiogeld kann den Euro weder ersetzen noch ergänzen. Der Kunde hat zuvor entweder bereits Euro bezahlt oder auf eine Euro-Einnahme verzichtet. Unterm Strich gesehen ist das Ganze also ein Nullsummen-Spiel. Girokonten bei Banken unterstehen - selbst wenn sie auf Regiogeld lauten - erst recht der (Liquiditäts-)Kontrolle der Europäischen Zentralbank. Die EZB kann sich also über das Regiogeld nur freuen, hat sie doch alles im Griff. In diesem Zusammenhang von einer (eigenständigen) Währung zu sprechen, halte ich für einen "schönen Schein".
Sie schreiben in Ihrem Artikel, dass die Umsätze eines Biomarkt-Inhabers "in der Zweitwährung an manchen Tagen auf umgerechnet 700 Euro" angestiegen seien. Man erfährt aber nichts darüber, wie hoch sein Umsatz vorher war und ob wirklich der höhere Umsatz von Dauer ist. Ich selbst habe mit einem Biomarkt-Besitzer in Karlsruhe gesprochen, der mir zu seiner Regiogeld-Teilnahme gesagt hat, "es laufe überhaupt nichts". Die paar Kunden, die am Anfang zusätzlich zu ihm gekommen seien, würden inzwischen in Euro bezahlen. Der Händler führe dann von sich aus 5 % an den Regiogeld-Verein ab. Der "schöne Schein" macht es also nicht.
Seit Jahren beschäftige ich mich auch mit dem Thema Regiogeld und war sogar für kurze Zeit in einer Regiogeld-Initiative tätig. Bislang habe ich keine nachvollziehbare Erklärung dafür finden können, warum die Händler mit Regiogeld höhere Umsätze erzielen sollen - außer eben durch die von den Kritikern angeführten Marketingeffekte. Die Kunden haben schließlich keine höhere Kaufkraft, da keine zusätzliche Liquidität entsteht. Der immer wieder angeführte "Umlaufimpuls" bewirkt wohl eher das Gegenteil von dem, was man möchte: Niemand wird auf Dauer mehr Euro in Regiogeld wechseln, als er möglichst bald auch wieder ausgeben kann. Jeder, der Regiogeld in Euro zurücktauschen muss, wird dies möglichst bald tun, sonst muss er noch mehr als die 5 % Rücktauschgebühr bezahlen. Es wird also der Zufluss von Euro in das System begrenzt. Ohne den ständigen Zufluss von Euro kann das geldgedeckte Regiogeld-System aber nicht funktionieren - und dies sollte jedem zu denken geben!
Beim "Chiemgauer" wird immer wieder angeführt, dass er schneller als der Euro umlaufen würde. Bei diesem Vergleich (mit der Geldmenge M1) werden aus meiner Sicht "Äpfel mit Birnen" verglichen. Der Regiogutschein deckt doch höchstens das Konsumgeld für den kurzfristigen Bedarf ab. Die Geldmenge M1 dagegen schließt u.a. auch die Sparguthaben (Sichteinlagen) mit ein. Überhaupt kann der Regio nicht schneller ausgegeben werden, wie man ihn zuvor mit Euro erworben hat ...
Übrigens soll der "Chiemgauer" laut seinen Geschäftsberichten in 4 Jahren mehr als 90.000 Euro an öffentlichen Geldern und Spenden erhalten haben (was wäre geschehen, wenn es diese Zuwendungen nicht gegeben hätte?). Rund 45.000 Euro sollen davon noch bei den gemeinnützigen Vereinen nach 4 Jahren angekommen sein. Die vielen Tausend Stunden unbezahlter Arbeit beim "Chiemgauer" waren notwendig, um das System aufrecht zu erhalten (wie viele Arbeitsplätze hat dies in der Werbebranche gekostet, wenn unbezahlte Kräfte Werbung für Unternehmen machen?). Wäre es nicht sinnvoller gewesen, die ehrenamtlich Tätigen hätten sich direkt für die Vereine engagiert?
Angeblich sollen die teilnehmenden Unternehmen beim "Chiemgauer" im Durchschnitt einen Mehrertrag von 200 Euro pro Jahr erzielen (trifft dies wirklich auf jedes Unternehmen zu?). Selbst wenn dies stimmen sollte, was machen die Unternehmen mit diesem Mehrertrag in Euro (nicht Regio?), der ja wohl nicht zwangsläufig im System bleibt?
Überhaupt sollte mal von unabhängiger Seite - nicht von Regiogeld-Vertretern, die natürlich ihr System immer in den höchsten Tönen loben - eine vollständige Bilanz dieses Systems aufgestellt werden.
Mag sein, dass manche Spaß damit haben, mit einem solchen Gutschein einkaufen zu können. Ich selbst bin mein letztes Regiogeld zwischen Weihnachten und Neujahr gerade noch rechtzeitig losgeworden - mit einem Abschlag von 8 %!
Ich habe mir damals gesagt: Nie mehr Regiogeld!
P.S.: Übrigens sehe ich in der Tauschring-Idee, dessen Vertreter ich seit 20 Jahren bin, immer noch die bessere Alternative - auch zu Regiogeld.
So sehr ich mit Ihnen übereinstimme,
den Schlusssatz möcht ich nicht stehen lassen.
"Tauschringe" sind asozial, nicht empfehlenswert.
Der Tausch Ware gegen Ware ist nur deshalb interessant, weil sämtliche Sozialabgaben (Mehrwertsdteuer, EinkSt fff) nicht anfallen, in kleinem Rahmen (Privatebay) nicht störend, aber im großen Stil asozial.
Noch viel schlimmer ist der Tausch Arbeit gegen Arbeit!
Da fahren Handwerker nach Feierabend los und arbeiten privat - natürlich mit dem Firmentransporter, dem Firmenwerkzeug und all dem Kleinmaterial, das im Transporter so ist (nur große Mengen werden gekauft).
Grundlage des Arbeitspreises ist aber der normale Handwerkerlohn (mit allen Leistungen des AG, Urlaub, Krankheit fff).
Und sie tauschen Beratung durch z.B. Rechtsanwälte, die so keine EKst.fff bezahlen müssen.
Wenn es eine sichere Methode gibt, einen Sozialstaat zu ruinieren,
dann durch Tauschringe!!
Alle Regionalwährungen preisen Tauschringe,
also sind Regionalwährungen asozial.
So sehr ich mit Ihnen übereinstimme,
den Schlusssatz möcht ich nicht stehen lassen.
"Tauschringe" sind asozial, nicht empfehlenswert.
Der Tausch Ware gegen Ware ist nur deshalb interessant, weil sämtliche Sozialabgaben (Mehrwertsdteuer, EinkSt fff) nicht anfallen, in kleinem Rahmen (Privatebay) nicht störend, aber im großen Stil asozial.
Noch viel schlimmer ist der Tausch Arbeit gegen Arbeit!
Da fahren Handwerker nach Feierabend los und arbeiten privat - natürlich mit dem Firmentransporter, dem Firmenwerkzeug und all dem Kleinmaterial, das im Transporter so ist (nur große Mengen werden gekauft).
Grundlage des Arbeitspreises ist aber der normale Handwerkerlohn (mit allen Leistungen des AG, Urlaub, Krankheit fff).
Und sie tauschen Beratung durch z.B. Rechtsanwälte, die so keine EKst.fff bezahlen müssen.
Wenn es eine sichere Methode gibt, einen Sozialstaat zu ruinieren,
dann durch Tauschringe!!
Alle Regionalwährungen preisen Tauschringe,
also sind Regionalwährungen asozial.
Interessant wird diese Gutscheinkultur doch erst durch die Frage der steuerlichen Betrachtung. Als Gutschein ist ein Regionalgeldanteil im Lohn wohl als geldwerter Vorteil einkommenssteuerpflichtig, wohl aber nicht sozialversicherungspflichtig, oder? Ebenso ist die Abgabe von Produkten gegen Gutschein nicht notwendigerweise Mehrwertsteuerpflichtig, oder?? Hier steckt doch am ehesten das Einsparungspotential von Regionalgeld - wenn man dann aber Gewinne aus Regionalgeld an gemeinnützige Vereine ausschüttet, deren Aufgaben deswegen notwendig werden, weil steuerfinanziert nicht mehr möglich, beisst sich die Katz doch in den Schwanz !?
Wer weiß genauer, wie es sich hier mit der steuerlichen Behandlung verhält?
Die Einkommensteuer- und Sozialversicherungspflicht hängt von der Art und Höhe des Einkommens ab - völlig unabhängig, wie diese Einkünfte erzielt worden sind - also ob man Euro, Regionalgeld oder Verrechnungseinheiten in einem Tauschring eingenommen hat. Dies gilt auch für den Direkttausch von Leistung gegen Leistung.
Eine andere Frage ist, ob Nachbarschaftshilfe - wie sie meist in privaten Tauschringen geleistet wird - überhaupt steuerpflichtig ist. Zu dieser Frage will der ehemalige Finanzminister Hans Eichel auf dem diesjährigen Bundestreffen der Tauschringe in Kassel vom 12. bis 14. Oktober 2007 Stellung nehmen.
Das Problem aus meiner Sicht ist, dass es Grenzbereiche gibt und jedes Finanzamt selbst einen Ermessensspielraum hat. Es bleibt also jedem Tauschring-Teilnehmer letztlich selbst überlassen, die Steuerfrage mit seinem Finanzamt abzuklären.
Hier sollte die Politik mehr Klarheit schaffen.
Die Einkommensteuer- und Sozialversicherungspflicht hängt von der Art und Höhe des Einkommens ab - völlig unabhängig, wie diese Einkünfte erzielt worden sind - also ob man Euro, Regionalgeld oder Verrechnungseinheiten in einem Tauschring eingenommen hat. Dies gilt auch für den Direkttausch von Leistung gegen Leistung.
Eine andere Frage ist, ob Nachbarschaftshilfe - wie sie meist in privaten Tauschringen geleistet wird - überhaupt steuerpflichtig ist. Zu dieser Frage will der ehemalige Finanzminister Hans Eichel auf dem diesjährigen Bundestreffen der Tauschringe in Kassel vom 12. bis 14. Oktober 2007 Stellung nehmen.
Das Problem aus meiner Sicht ist, dass es Grenzbereiche gibt und jedes Finanzamt selbst einen Ermessensspielraum hat. Es bleibt also jedem Tauschring-Teilnehmer letztlich selbst überlassen, die Steuerfrage mit seinem Finanzamt abzuklären.
Hier sollte die Politik mehr Klarheit schaffen.
So sehr ich mit Ihnen übereinstimme,
den Schlusssatz möcht ich nicht stehen lassen.
"Tauschringe" sind asozial, nicht empfehlenswert.
Der Tausch Ware gegen Ware ist nur deshalb interessant, weil sämtliche Sozialabgaben (Mehrwertsdteuer, EinkSt fff) nicht anfallen, in kleinem Rahmen (Privatebay) nicht störend, aber im großen Stil asozial.
Noch viel schlimmer ist der Tausch Arbeit gegen Arbeit!
Da fahren Handwerker nach Feierabend los und arbeiten privat - natürlich mit dem Firmentransporter, dem Firmenwerkzeug und all dem Kleinmaterial, das im Transporter so ist (nur große Mengen werden gekauft).
Grundlage des Arbeitspreises ist aber der normale Handwerkerlohn (mit allen Leistungen des AG, Urlaub, Krankheit fff).
Und sie tauschen Beratung durch z.B. Rechtsanwälte, die so keine EKst.fff bezahlen müssen.
Wenn es eine sichere Methode gibt, einen Sozialstaat zu ruinieren,
dann durch Tauschringe!!
Alle Regionalwährungen preisen Tauschringe,
also sind Regionalwährungen asozial.
Tauschringe sind keineswegs "asozial", wie Sie (Kommentar von "lef") schreiben. Im Rahmen der Nachbarschaftshilfe erfüllen private Tauschringe sehr wohl soziale Funktionen. Dies kann ich aus 2 Jahrzehnten Praxis voll und ganz bestätigen.
Einkommen aus Tauschleistungen gelten im Übrigen als "geldwerte Leistungen", die genauso steuerpflichtig sind wie etwa andere Einkünfte. Ggf. müssen auch Versicherungsbeiträge bezahlt werden.
Es können auch Handwerker, Freiberufler und Gewerbetreibende in einem Tauschring mitmachen. Sie müssen aber für ihre Einkünfte in jedem Fall genauso Einkommen- und Umsatzsteuer zahlen wie bei ihren Euro-Umsätzen.
Wer "schwarz" arbeiten möchte, sollte dies besser nicht über Tauschringe tun. Schließlich werden alle Leistungen verbucht und Finanzämter können durchaus eine Prüfung vornehmen.
Für Privatpersonen sind die Tauschleistungen pro Jahr jedoch meist so geringfügig, dass keine Steuern anfallen. In der Regel handelt sich ja um Gelegenheits- und Gefälligkeitstätigkeiten. Hier muss ggf. in jedem Einzelfall mit dem Finanzamt abgeklärt werden, ob evtl. Einkommensteuer zu zahlen ist. Für die Umsatzsteuer dürfte hier aber immer die Regelung für Kleinunternehmer gelten. Diese sind von der Umsatzsteuer befreit.
Wenn Privatpersonen gebrauchte Sachen verkaufen oder tauschen, fällt ohnehin keine Steuer an, weil es sich um Vermögen aus bereits versteuertem Einkommen handelt.
Tauschringe können durchaus den Sozialstaat entlasten, weil sie die gegenseitige Hilfe und Eigeninitiative fördern. Hier könnte die Politik durchaus mehr tun. In Großbritannien werden Tauschringe sogar vom Staat gefördert - u.a. zur Integration von ausländischen Mitbürgern.
Übrigens: Rechtsanwälte dürfen meines Wissens ihre Leistungen nicht in einem Tauschring anbieten. Dem steht wohl die Gebührenordnung entgegen. Vielleicht kann sich hier ein Rechtsanwalt in diesem Forum dazu äußern.
Tauschringe sind keineswegs "asozial", wie Sie (Kommentar von "lef") schreiben. Im Rahmen der Nachbarschaftshilfe erfüllen private Tauschringe sehr wohl soziale Funktionen. Dies kann ich aus 2 Jahrzehnten Praxis voll und ganz bestätigen.
Einkommen aus Tauschleistungen gelten im Übrigen als "geldwerte Leistungen", die genauso steuerpflichtig sind wie etwa andere Einkünfte. Ggf. müssen auch Versicherungsbeiträge bezahlt werden.
Es können auch Handwerker, Freiberufler und Gewerbetreibende in einem Tauschring mitmachen. Sie müssen aber für ihre Einkünfte in jedem Fall genauso Einkommen- und Umsatzsteuer zahlen wie bei ihren Euro-Umsätzen.
Wer "schwarz" arbeiten möchte, sollte dies besser nicht über Tauschringe tun. Schließlich werden alle Leistungen verbucht und Finanzämter können durchaus eine Prüfung vornehmen.
Für Privatpersonen sind die Tauschleistungen pro Jahr jedoch meist so geringfügig, dass keine Steuern anfallen. In der Regel handelt sich ja um Gelegenheits- und Gefälligkeitstätigkeiten. Hier muss ggf. in jedem Einzelfall mit dem Finanzamt abgeklärt werden, ob evtl. Einkommensteuer zu zahlen ist. Für die Umsatzsteuer dürfte hier aber immer die Regelung für Kleinunternehmer gelten. Diese sind von der Umsatzsteuer befreit.
Wenn Privatpersonen gebrauchte Sachen verkaufen oder tauschen, fällt ohnehin keine Steuer an, weil es sich um Vermögen aus bereits versteuertem Einkommen handelt.
Tauschringe können durchaus den Sozialstaat entlasten, weil sie die gegenseitige Hilfe und Eigeninitiative fördern. Hier könnte die Politik durchaus mehr tun. In Großbritannien werden Tauschringe sogar vom Staat gefördert - u.a. zur Integration von ausländischen Mitbürgern.
Übrigens: Rechtsanwälte dürfen meines Wissens ihre Leistungen nicht in einem Tauschring anbieten. Dem steht wohl die Gebührenordnung entgegen. Vielleicht kann sich hier ein Rechtsanwalt in diesem Forum dazu äußern.
Der Artikel ist zu oberflächlich, zu salbungsvoll und vor allem viel zu unkritisch!
RegioGeld ist protektionistischer Mist!
Gerade erst haben wir in Europa wirtschaftlich die Euro-umstellung überlebt da kommen wiedereinmal so superschlaue Nasen auf die Idee sich durch RegioGeld, Einkaufsgutscheine und sonstigen krummen Touren einen Standortvorteil verschaffen zu wollen. RegioGeld verstößt gegen den Gedanken des "gemeinsamen Europäischen Hauses" und untergraben unser EU-Wirtschaftssystem. Je größer der Wirtschaftsraum einer Währung desto besser. Einfach weil das Warenangebot und die Warenvielfalt höher ist, Preistreiberei durch Standortmonopole weitgehend vermieden werden. Ist der deutsche Wagen zu teuer kauf ich eben ein italienisches Auto.
Ich stelle mir gerade vor eine Währung die nur in meinem Dorf, nur in meiner Straße gilt...schrecklicher Alptraum.
Regionalgeld gehört - wie alle protektionistischen Bemühung eine kleine Region vor der Gemeinschaft zu bevorteilen - durch schärfere Gesetzte verboten und muss da wo es auftaucht schnellstens aus dem Verkehr gezogen werden, die Verantwortlichen bestraft.
Das die Bonzen wie Vampire am Normalbürger saugen und die Politik dagegen nichts unternimmt, weil unfähig, korrupt oder aus anderen Gründen, kann man nicht durch eine Regionalwährung verhindern.
Hier ist ein Systemwechsel nötig! Abschaffung der unterschiedlichen Besteuerung von Arbeits- und Zinseinkommen. Das würde aber praktisch die Abschaffung des Kapitalismus bedeuten? fragen nun einige ängstlich...
...JA GENAU...das bedeutet es und davor haben die Bonzen eine Wahnsinnsangst. Und die Presse genauso die ja ebenfalls am Tropf der Bonzen hängt und der Regierung gerne nach dem Mund redet wie man an der ZEIT regelmäßig sehen kann, wobei die anderen Gazetten noch viel Schlimmer sind. Die ZEIT ist da noch das geringste Übel journalistischer Salbungen.
... sieht man mal wieder die typisch deutsche Verspieltheit. Anstatt das Leben einfacher zu machen wird alles verkompliziert. Wie kann man nur so einen Schwachsinn erfinden? Haben wir nicht schon genug Probleme?
Die Bindung an den Euro macht das Ganze auch nicht zu einer Ersatzwährung. Es ist nur eine dumme Spielerei.
Wenn eine Währung herausgegeben wird, sollte für jeden Schein auch ein entsprechender Wert hinterlegt sein, ansonsten haben wir es mit Falschgeldproduktion zu tun, immerhin ein Straftatbestand. Im konkreten Fall heißt das: Für jeden Spielgeldeuro hat ein Euro auf einem Sperrkonto eingezahlt zu werden und dort so lange zu verbleiben bis die Spielgeldwährung wieder aufgelöst wird. Alles Andere ist kriminell. Was die ganze Aktion natürlich nicht sinnvoller macht.
Es gäbe noch zwei echte Alternativen zum Euro:
Regionalhändler hinterlegen Gold oder einen Edelmetallmix auf einer Bank und geben eine gedeckte Währung heraus. Diese wäre zwar Schwankungen unterworfen aber es fände ein automatischer Inflationsausgleich statt. Jeder neue Händler stiftet eine zusätzliche Einlage.
Man könnte einen Basket aus internationalen Festgeldanlagen (auch China, Indien, Rußland, Brasilien) schnüren und auf einem Sperrkonto deponieren. Durch die Zinsen wäre das etwa inflationsfrei. Die Leute würden ihr Geld nicht verlieren wenn die abendländischen Währungen gegenüber Fernost fallen. Was natürlich regelmäßige Kursanpassungen notwendig macht. Für eine Regionalwährung ist das natürlich auch Unsinn, aber als Vorstufe zu einer Weltwährung hätte es schon zumindest eine experimentelle Berechtigung.
weltwaehrung ist klasse - aber nicht wenn dann immer noch die ganze welt von den immer gleichen gegängelt wird - haben wir nämlich schon!
was wuerde dann ihre weltwährung ausser ein paar arbeitslosen devisenhaendlern hervorbringen.
es geht es ja gerade darum , dass das geld einer inflation unterliegt = es muss mit der zeit wert verlieren , damit es nicht angehäuft wird, und somit keine machtpools mehr durch abstrakte wertakkumulation entstehen können.
der groesste wert fuer jeden liegt im schnellen fluss des geldes - es soll ein zahlungsmittel sein und kein machtmittel. vergesst eure zinsen. der traum vom wohlstand fuer alle , wird nur durch schnelles freigeld wahr.
ansonsten werden es , wie aku schon sagte - immer nur krumen bleiben genauer aber : abfall, was der grossen masse zufaellt.
weltwaehrung ist klasse - aber nicht wenn dann immer noch die ganze welt von den immer gleichen gegängelt wird - haben wir nämlich schon!
was wuerde dann ihre weltwährung ausser ein paar arbeitslosen devisenhaendlern hervorbringen.
es geht es ja gerade darum , dass das geld einer inflation unterliegt = es muss mit der zeit wert verlieren , damit es nicht angehäuft wird, und somit keine machtpools mehr durch abstrakte wertakkumulation entstehen können.
der groesste wert fuer jeden liegt im schnellen fluss des geldes - es soll ein zahlungsmittel sein und kein machtmittel. vergesst eure zinsen. der traum vom wohlstand fuer alle , wird nur durch schnelles freigeld wahr.
ansonsten werden es , wie aku schon sagte - immer nur krumen bleiben genauer aber : abfall, was der grossen masse zufaellt.
es ist leicht einen systemwechsel zu propagieren, wenn man gleichzeitig zum ausdruck bringt , dass er nicht moeglich ist.
ich bin der meinung, dass ein systemwechsel bitter nötig ist in ökonomischer hinsicht, und dass er eine menge inititive und mut erfordert.
aber wie den prozess des wechsels anschieben und in welche richtung ?
tauschringe ( und freigeld) sind oberflaechlich betrachtet asozial im bestehenden system , weil das bestehende system selbst asozial ist - sonst braeuchten wir keine sozialversicherung. allein betrachtet ist der tauschring nicht asozial, da er jedem die moeglichkeit gibt verantwortungsbewust von seiner leistung zu profitieren, ohne dass "Bonzen wie Vampiere" (= banken, shareholder, bürokratie, parteien, etc.) mitverdienen.
der Knackpunkt dabei ist, dass es dann keine instanz mehr gibt, die soziale und andere gesellschaftlichen problematiken ( mehr schlecht als recht ) fuer die bevoelkerung angeht oder sogar löst. Das muss dann von jedem in eigenverantwortung bzw mit entsprechend ethischen werten auch mitgetragen werden. diese ethischen werte werden aber gerade durch unser bestehendes ökonimisches prinzip immer weiter zerstört. finanziell dagegen waere es durchaus zu machen , da ja jeder einzelne leichter mehr wohlstand erreichen koennte und daher auch mehr zeit oder finanzielle mittel fuer soziale verantwortung zur verfügung hätte.
lässt man nun erst einmal den visionären konjunktiv sausen bleibt zu vermerken, dass das theme sich zu folgendem problem verdichten lässt:
in einem ungerechten und asozialen (welt)system mit wenigen federführenden gewinnern und sehr vielen manipulierten und ihrer eigenverantwortung enthobenen verlierern erscheint eine auf verantworrtungsbewustsein und eigeninitiative gegründete idee erstaunlicherweise als asozial, da die angesterbten ziele auch ihren preis haben, den man aus angst vor der verantwortung oder anderen gruenden ( man ist zB shareholder oder beamter) nicht zu zahlen bereit ist . aber ohne mut und risiko gab es noch nie eine gesellschaftliche veränderung . man kann nicht im warmen sklavenstall sitzen und sich ueber ausbeutung und bevormundung beklagen.
man muss schon farbe bekennen und handeln anstatt zu lamentieren.
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