Iran Öffentliche Exekutionen

Die iranische Justiz hat an diesem Mittwoch 21 Menschen vor Publikum hinrichten lassen. Ein Nachrichtenüberblick

Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet, sind in Iran an diesem Mittwoch 21 Todesurteile vollstreckt worden. In der östlichen Provinz Chorasan Rasawi wurden 17 Drogenschmuggler gehängt, wie der staatliche Sender Irib berichtete. Die Nachrichtenagentur Fars wiederum meldete vier Hinrichtungen in der südiranischen Stadt Schiras. Dort habe eine große Menschenmenge die Exekutionen verfolgt.

Ein Justizvertreter sagte, in der zentralen Südprovinz Fars sei seit dem 21. März, dem Beginn des neuen Jahres im Iran, jeden Tag ein Krimineller hingerichtet worden. Die Exekutionen machten die Bemühungen der Behörden deutlich, dauerhaft für sozialen Frieden zu sorgen und die Korruption zu bekämpfen.

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Die Provinz Chorasan Rasawi grenzt an Afghanistan, viele afghanische Flüchtlinge leben dort. Sie stellen für Iran eine Belastung dar, erstens als Faktor der Instabilität, zweitens aber - und vor allem - , weil Iran ein massives Drogenproblem hat . Die öffentlichen Exekutionen dürften daher auch zu propagandistischen Zwecken angeordnet worden sein.

Allerdings wendet das iranische Regime die Todesstrafe flächendeckend an. Die Provinz Fars ist geographisch, politisch und kulturell von zentraler Bedeutung für Iran; dass nicht nur an der Grenze zum Irak, zu Afghanistan und im Kurdengebiet öffentlich exekutiert wird sondern auch im Kernland, deutet an, welchen Repressionsdruck Teheran für nötig hält, um das Land im Griff zu behalten.

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