Bundesliga Zwei-Klassengesellschaft
Da das Leistungsgefälle in der Bundesliga inzwischen größer ist denn je, weichen die Fans auf Nebenkriegsschauplätze aus.
Fußballromantiker haben an diesem Wochenende Auftrieb erhalten. Ist es nicht so, dass ein Aufsteiger den amtierenden deutschen Meister schlagen kann? Dass der enthemmte Ägypter Mohamad Zidan noch in der Schlussminute den scheinbar unverwundbaren Siegfried aus Bavaria unters Lindenblatt pieksen kann?
Doch so leid es einem mitfühlenden Herzen tun mag: Am Ende der Saison wird Bayern München mindestens genauso deutlich vor dem HSV rangieren wie der VfB Stuttgart vor seinem badischen Rivalen. Spätestens in der Rückrunde werden sich die alten Hierarchien wieder in der Tabelle niedergeschlagen haben. Denn der Trend zur Zweiklassengesellschaft hat sich in der Bundesliga noch mal beschleunigt: Da sind zum einen die Bayern, die so viel Geld so sinnvoll ausgegeben haben, dass sie in dieser Liga keine dauerhafte Konkurrenz zu fürchten brauchen – trotz des Punktverlusts haben sie bereits jetzt drei Punkte Vorsprung auf Rang 2.
Um die weiteren Champions-League-Plätze werden Schalke, Werder, Stuttgart und eventuell Leverkusen rangeln. Denn diese vier Vereine sind die einzigen, die neben einer vernünftigen Qualität in der Stammformation auch in der Breite so besetzt sind, dass sie den Ausfall gleich mehrerer Stammspieler verkraften können. Es folgen Dortmund und der HSV, um die Plätze 8 bis 18 wird etwas ergebnisoffener gerungen werden.
Klingt langweilig? Ist es auch. Doch die traurige Wahrheit – Fans des VfL-Bochum oder von Arminia Bielefeld werden in diesem Leben keinen Uefa-Cup-Platz mehr feiern können – liegt letztlich nur im europäischen Trend.
Egal, ob England, Frankreich, Italien oder Spanien, in allen europäischen Topligen haben in der letzten Dekade die immer gleichen Vereine Meistertitel und Champions-League-Plätze unter sich ausgemacht. Wer Erfolg hat, wird für Sponsoren attraktiv und kauft sich damit noch mehr Erfolg.
Es ist leider so: Die Tabelle lügt nicht. Allenfalls gaukelt sie einen Qualitätssprung zwischen erster und zweiter Liga vor, der spätestens seit dem Enteilen der Krösusse nicht mehr die Realität abbildet: Bielefeld oder Cottbus sind leistungsmäßig von guten Zweitligateams wie Mainz oder Fürth deutlich weniger weit entfernt als von Bremen oder Schalke. Die wahre Trennlinie zwischen Deutschlands Fußballmannschaften verläuft also in etwa auf Platz 10 der Erstligatabelle und endet auf Platz 8 der Zweitligatabelle.
- Datum 07.09.2007 - 05:46 Uhr
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Ich sehe die Dinge nicht so wie in diesem Bericht geschrieben. Denn wer das Spiel am Sonntag gesehen hat wird festgestellt haben, dass der FC Bayern keine Übermannschaft hat. Gegen einer von Ausfällen geschwächten HSV war nichts zu sehen von einer Überlegenheit der Bayern. Und hätte ein Kompany,Demel und van der Vaart gespielt wäre die Übelegenheit der Hamburger wohl noch stärker gewesen. Auch von der Technik her konnten die Hamburger durchaus mit den Bayern mithalten. Klar hat Bayern sich im Vergleich zur letzten Saison gesteigert, aber man hat ja icht nur Nieten abgegeben und ob die neuen soviel besser sind muß sich erst noch in der langen Saison beweisen.Ribery war in Hamburg abgemeldet. Vielleicht war Hamburg die erste Mannschaft die nicht vor Angst gelähmt war.Dann kam bei den Bayern Frust auf und das Spiel wurde härter. Und was van Bommel sich wieder geleistet hat ist hier zu sehen: Warum werden andere Spieler für soetwas gesperrt? Und der DFB spricht von einem Rempler! Ohne Worte!!
http://www.youtube.com/wa...
Ich hoffe jedenfalls die Saison bleibt so spannend wie in der letzten Saison. Wer auch immer Meister wird.
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