Während eines überraschenden Besuchs im Irak hat Präsident George W. Bush angedeutet, es gebe die Möglichkeit, dass die amerikanischen Truppen im Land reduziert würden. Wenn die Erfolge anhielten, sei es möglich, die Sicherheitslage auch mit weniger US-Soldaten aufrechtzuerhalten, sagte Bush am Montag vor rund 750 Militärangehörigen auf dem Al-Assad-Stützpunkt im Westirak.

Zugleich warnte der Präsident vor übereilten Abzugforderungen. Eine solche Entscheidung falle auf der Basis einer Einschätzung, die die Kommandeure am Ort träfen, und nicht auf der Grundlage "nervöser Reaktionen" von Politikern in Washington auf Umfragen, sagte Bush.

Der Präsident steht unter wachsendem Druck der oppositionellen Demokraten, aber auch aus seiner eigenen Republikanischen Partei, einen Zeitplan für den Abzug der Truppen vorzulegen. Er lehnte bisher aber die Forderung ab und verwies wiederholt darauf, dass die Aufstockung der Streitkräfte um 30.000 Soldaten Erfolge zeige.

Truppen würden aus einer Position der Stärke und des Erfolges heraus reduziert und nicht auf der Grundlage von Angst und Versagen, sagte der Präsident nun. Bush nannte in diesem Zusammenhang weder einen Zeitpunkt für einen Abzug noch eine genaue Zahl.

Am Montag hatten sich fast gleichzeitig mit dem Bush-Besuch die letzten 500 britischen Soldaten aus der südirakischen Stadt Basra auf einen einzigen Stützpunkt zurückgezogen und die Stadt der irakischen Armee übergeben.