Klima Gerechter Umweltschutz
An Japan wird es liegen, ob die Klimaschutz-Ziele von Heiligendamm verbindlich werden. Bei ihrem Asienbesuch hat Angela Merkel jetzt einen cleveren Vorschlag vorgelegt.
Der indische Premierminister Singh hat Angela Merkel auf eine Idee gebracht, die eines Tages als die Singh-Merkel Initiative in die Geschichte des Klimaschutzes eingehen könnte. Beim G8-Treffen in Heiligendamm beschwerte sich Singh darüber, dass Indien und andere Schwellenländer genauso zur Reduktion von Schadstoffen verpflichtet werden sollen wie die Industrieländer. Sein Argument: Indien habe schließlich 1,1 Milliarden Einwohner. Emissionen dürften nicht pro Land, sie müssten pro Kopf gerechnet werden. Und danach habe Indien noch lange aufzuholen.
Was als Verteidigung gedacht war, hat Angela Merkel jetzt bei ihrem Besuch in China und Japan zu einem Angebot umgewandelt: Industriestaaten einigen sich mit den Schwellen- und Entwicklungsländer auf verbindliche Reduktionsschritte. Die greifen für letztere aber erst, sobald beide, Industrie- wie Entwicklungsländer, dieselbe Schadstoffmenge pro Kopf der Bevölkerung erreicht haben.
Der Clou dabei ist aus Sicht der Klimaschützer: Je schneller die Industrieländer ihre CO2-Emissionen verringern, desto früher treffen sie sich mit den aufholenden Entwicklungsländern und stoppen sie sozusagen. Ab diesem Zeitpunkt müssten dann die Schadstoffe weltweit in gleichen Schritten reduziert werden.
In China hat man diesen Vorschlag Merkels freundlich zur Kenntnis genommen. Die Kanzlerin hat ihn dort nicht nur in den internen Gesprächen vorgebracht, sondern auch auf einer öffentlichen Veranstaltung in Nanjing. In Japan, wo sie ebenfalls für ihre Klimaschutzziele warb, erklärte sie die Idee Managern und Journalisten auf einem Symposium einer japanischen Verlagsgruppe. Für ausreichende Verbreitung ist also gesorgt.
Noch ist die Emissions-Rechnung pro Kopf nur eine Idee. Noch hat niemand gerechnet, ob und wie man so die Emissionsziele von Heiligendamm erreichen kann. Das wird jetzt die Aufgabe der Experten im Kanzleramt und von Umweltminister Gabriel sein.
- Datum 31.08.2007 - 13:33 Uhr
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- Quelle ZEIT online
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Wie die Anworten auch lauten mögen, allein das sich die Frage stellt, erklärt warum wir uns so schwer tun mit der Vermittlung der grundlegenden Werte unserer Zivilisation.
ist doch klar - weil genossen auch nur menschen sind und bei der idee eben all mitmachen muessen , sonst klappts nicht.
ansonsten : von welchen werten reden sie ? ... und von welcher zivilisation?
ist doch klar - weil genossen auch nur menschen sind und bei der idee eben all mitmachen muessen , sonst klappts nicht.
ansonsten : von welchen werten reden sie ? ... und von welcher zivilisation?
Gute Idee von der Merkel. Bezweifle aber dass sie funktioniert. Wenn die dritte Welt-Länder dasselbe verbrauchen wie wir jetzt, dann dürfte es zu spät sein.
Dass die Industrieländer viel sparen ist auch nicht so richtig in Aussicht. Na ja, mal abwarten.
MfG
AKu
ist doch klar - weil genossen auch nur menschen sind und bei der idee eben all mitmachen muessen , sonst klappts nicht.
ansonsten : von welchen werten reden sie ? ... und von welcher zivilisation?
Die Idee ist sehr gut und scheint zum ersten mal auf positive Resonanz bei den Entwicklungslaendern zu stossen.
Aber leider sind 50% bis 2050 hoffnungslos zu wenig, wir brauchen eher eine Reduktion von 80% bis 2050, um das schlimmste zu verhindern (siehe www.monbiot.com). Aber vielleicht ist das mal der erste Schritt in die richtige Richtung und das Ziel kann noch angepasst werden, sobald mal die USA und China an Bord sind? Man kann nur hoffen...
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