Mügeln Verharmlosung der Gewalt?
Mügelns Bürgermeister Deuse gerät unter Druck. Nach einem Interview zu der Jagd auf Inder, ausgerechnet mit der rechten Zeitung "Jungen Freiheit", fordern Politiker seinen Rücktritt
Die Kritik an dem Mügelner Bürgermeister Gotthard Deuse (FDP) reißt nicht ab. Schon wegen seiner ersten Äußerungen zu der Hetzjagd auf acht Inder in der sächsischen Kleinstadt vor knapp zwei Wochen wurde Deuse angegriffen. Ihm wurde vorgeworfen, er habe den Vorfall beschönigt und davon abzulenken versucht, dass es sich um einen rassistischen Übergriff handelte. So hatte er in einem Interview zu den "Ausländer-Raus"-Rufen in der Tatnacht gesagt: "Solche Parolen können jedem mal über die Lippen kommen."
Nun steht er erneut in der Kritik – diesmal wegen eines Interviews mit der rechtsgerichteten Wochenzeitung Junge Freiheit . Darin hatte der FDP-Kommunalpolitiker, knapp zwei Wochen nach dem ausländerfeindlichen Angriff in seiner Stadt, gesagt, er sei "stolz darauf, Deutscher zu sein". Zudem beklagte er sich in dem Interview über eine "Vorverurteilung" seiner Stadt und eine "Medienkampagne" und kritisierte in dem Zusammenhang mehrere hochrangige Politiker. Mit Blick auf die Reaktion des für Aufbau-Ost zuständigen Ministers Wolfgang Tiefensee (SPD) äußerte sich Deuse "enttäuscht" über dessen "populistische Aussagen".
Tiefensee hatte in der Rheinischen Post gemahnt, "Bürger und Vereine müssen Tag für Tag couragiert gegen rechtsradikale Tendenzen vorgehen. Wegschauen und Kleinreden sind genau der falsche Weg".
Dem Mügelner Bürgermeister scheint mit den Entwicklungen der letzten Tage überfordert und versucht sich nun zu rechtfertigen. Er habe dies mit Blick auf den Nationalstolz zur Fußball-WM 2006 gesagt. Die politische Orientierung der Zeitung kenne er nicht.
Wie andere Politiker distanzierte sich FDP-Generalsekretär Dirk Niebel von den Äußerungen des Parteifreunds. Niebel sagte dem
Tagesspiegel
, Deuse sei selbst dafür verantwortlich, was er wem sage: "Für die FDP sage ich: Es darf keinerlei Relativierung von Gewalttaten und ausländerfeindlicher Gesinnung geben. Für alle Demokraten gehört das zu den Grundsätzen einer weltoffenen und toleranten Gesellschaft."
SPD- und Grünen-Politiker forderten den Rücktritt des Bürgermeisters. Harsche Kritik kam auch von der Linken. Der Vize-Fraktionschef der Linken im Bundestag, Bodo Ramelow, sagte, bei ihm verfestige sich der Eindruck, "dass der Bürgermeister in seinem tiefsten Herzen doch ausländerfeindlich ist". Ramelow hatte Deuse nach den Vorfällen in Mügeln vor eineinhalb Wochen zunächst in Schutz genommen. Er warf dem FDP-Kommunalpolitiker nun vor, dem Osten einen "Bärendienst" zu erweisen, weil es alle in der Diskussion nach den ausländerfeindlichen Zwischenfällen hochgekommenen Vorurteile bestätige.
SPD-Chef Kurt Beck verteidigte unterdessen im rheinland-pfälzischen Landtag seinen Vorstoß für ein erneutes NPD-Verbotsverfahren
. Nach den Ausschreitungen am Rande
eines Volksfests in Bützow wurden zwei Polizeiführer von ihren Aufgaben entbunden.
Nach ersten Ermittlungen wurden dort nach Angaben des Innenministeriums in Mecklenburg-Vorpommern schwere Führungsfehler begangen.
Nach einem Volksfest waren in der Nacht zum Samstag der Marktplatz der Kleinstadt verwüstet und der Imbissladen eines pakistanischen Besitzers gestürmt worden. Das Ministerium hielt an der Einschätzung fest, dass die Ausschreitungen keinen gezielt fremdenfeindlichen Hintergrund hatten, obgleich nach derzeitigem Erkenntnisstand auch Rechtsextreme beteiligt waren
- Datum 31.08.2007 - 12:45 Uhr
- Quelle ZEIT online, dpa
- Kommentare 32
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Die ZEIT verkürzt Deuses Aussagen so, dass der Sinn
darin verloren geht. Da muss man echt erst zur "Jungen
Freiheit" surfen um zu erfahren, was der Mann tatsächlich
gesagt hat. Das ist wirklich eine Schande.
Seltsam übrigens dass keiner erwähnt,
dass es auch zwei verletzte Deutsche gab.
Mit Stich- und Schnittwunden im Rücken.
Haben sie sich vermutlich selbst beigebracht,
um den Indern mal so richtig eins auszuwischen.
... nur teilweise Recht.
Erster Punkt: Inhaltlich ist das Interview verkürzt wiedergegeben, das stimmt. Es ist aber immerhin schon ein echter Fortschritt, daß die "ZEIT" die Kollegen der "Jungen Freiheit" nicht pauschal als RECHTSRADIKAL bezeichnet. Ich finde, das muss man auf der Habenseite anrechnen. Leider leben wir in einer Zeit, in der man sich über so kleine Fortschritte freuen muss.
Zweiter Punkt: Es waren nicht ZWEI, sondern VIER verletzte Deutsche. Ebenso halten sich hartnäckig die Gerüchte (?), daß die Inder den Streit begonnen hätten, u.a. ist von Messern und abgebrochenen Flaschen die Rede. Wenn wir nicht schon so weit sind, daß die Polizei unter Druck gesetzt wird um ein politisch gewünschtes Eregbnis zu ermitteln, dann gebe ich Dir mein Wort, daß in einigen Wochen herauskommt, daß sich alle "Gegen Rechts Alarmisten" mal wieder bis auf die Knochen blamiert haben. Warten wir es ab...
Last not least: Ausschließlich Bürgermeister Deuse ist es zu verdanken, wenn das nächste Mal nicht massenhaft NPD gewählt wird. Ich hoffe sehr, der Mann bleibt standhaft.
"Seltsam übrigens dass keiner erwähnt,
dass es auch zwei verletzte Deutsche gab.
Mit Stich- und Schnittwunden im Rücken."
nun, dieses thema wurde schonmal diskutiert. und ja, diese tatsache wurde erwaehnt. aber die problematik ist einfach nicht: "wer hat angefangen?"
es war eben - am ende - nicht ein einfachter "streit", von indern provoziert. das am anfang gestritten wurde und ein inder hoechst fahrlaessig gewalt eingesetzt hat, aendert nichts an der tatsache, dass umstehende nicht eingeschritten sind, sondern ganz im gegenteil, durch auslaenderfeindliche parolen das ganze unterstuetzt haben. haette man sich nur gegen die inder gewehrt (sie waren letztendlich in der unterzahl), haetten sicher auch erstmal viele "auslaenderfeindlicher akt" geschimpft. im nachhinein waere dies sicher korrigiert worden, wie in anderen faellen zuvor schon.
das das thema aber heute noch diksutiert wird und als anzeichen einer latent bestehenden auslaenderfeindlichkeit in deutschland herangezogen wird, liegt eben da dran, dass man sich nicht einfach gewehrt, sondern alte parolen ausgekramt hat.
das ist rechtsradikales gebahren.
... nur teilweise Recht.
Erster Punkt: Inhaltlich ist das Interview verkürzt wiedergegeben, das stimmt. Es ist aber immerhin schon ein echter Fortschritt, daß die "ZEIT" die Kollegen der "Jungen Freiheit" nicht pauschal als RECHTSRADIKAL bezeichnet. Ich finde, das muss man auf der Habenseite anrechnen. Leider leben wir in einer Zeit, in der man sich über so kleine Fortschritte freuen muss.
Zweiter Punkt: Es waren nicht ZWEI, sondern VIER verletzte Deutsche. Ebenso halten sich hartnäckig die Gerüchte (?), daß die Inder den Streit begonnen hätten, u.a. ist von Messern und abgebrochenen Flaschen die Rede. Wenn wir nicht schon so weit sind, daß die Polizei unter Druck gesetzt wird um ein politisch gewünschtes Eregbnis zu ermitteln, dann gebe ich Dir mein Wort, daß in einigen Wochen herauskommt, daß sich alle "Gegen Rechts Alarmisten" mal wieder bis auf die Knochen blamiert haben. Warten wir es ab...
Last not least: Ausschließlich Bürgermeister Deuse ist es zu verdanken, wenn das nächste Mal nicht massenhaft NPD gewählt wird. Ich hoffe sehr, der Mann bleibt standhaft.
"Seltsam übrigens dass keiner erwähnt,
dass es auch zwei verletzte Deutsche gab.
Mit Stich- und Schnittwunden im Rücken."
nun, dieses thema wurde schonmal diskutiert. und ja, diese tatsache wurde erwaehnt. aber die problematik ist einfach nicht: "wer hat angefangen?"
es war eben - am ende - nicht ein einfachter "streit", von indern provoziert. das am anfang gestritten wurde und ein inder hoechst fahrlaessig gewalt eingesetzt hat, aendert nichts an der tatsache, dass umstehende nicht eingeschritten sind, sondern ganz im gegenteil, durch auslaenderfeindliche parolen das ganze unterstuetzt haben. haette man sich nur gegen die inder gewehrt (sie waren letztendlich in der unterzahl), haetten sicher auch erstmal viele "auslaenderfeindlicher akt" geschimpft. im nachhinein waere dies sicher korrigiert worden, wie in anderen faellen zuvor schon.
das das thema aber heute noch diksutiert wird und als anzeichen einer latent bestehenden auslaenderfeindlichkeit in deutschland herangezogen wird, liegt eben da dran, dass man sich nicht einfach gewehrt, sondern alte parolen ausgekramt hat.
das ist rechtsradikales gebahren.
Empörung dominiert die Schlagzeilen der Medien über einen Bürgermeister, der die Unverschämtheit besaß, zu sagen er sei stolz ein Deutscher zu sein.
Ja, wo leben wir denn? Wie kommt dieser Mensch dazu? Ein Deutscher hat nicht stolz zu sein, schon gar nicht darauf, was dieses kleine Land alles hervorgebracht und geleistet hat. Deutschland besteht doch - und das wissen wir alle seit der Frankfurter Schule und den 68ern - lediglich aus 12 Jahren Nazizeit und einem faschistischen Tätervolk.
Der Bürgermeister hätte sicherlich weitaus weniger Aufsehen und Empörung erregt, wenn er gesagt hätte, er wäre stolz ein Pädo zu sein.
Stolz kann man doch höchstens auf etwas sein, was man selbst (direkt oder indirekt) geschaffen hat.
Und gehört "Deutsch-Sein" etwa dazu ... ???
Man kann sich über "Deutsches" freuen oder an ihm begeistern (etwa Goethe, Brecht, Mühe, Mozart ... aber halt: war der nicht Österreicher?), aber doch genau so an Smetana, Dylan, McCartney und meintwegen auch Lady Di - aber STOLZ ?
Eine völlig falsche und entwürdigende Kategorie
Stolz kann man doch höchstens auf etwas sein, was man selbst (direkt oder indirekt) geschaffen hat.
Und gehört "Deutsch-Sein" etwa dazu ... ???
Man kann sich über "Deutsches" freuen oder an ihm begeistern (etwa Goethe, Brecht, Mühe, Mozart ... aber halt: war der nicht Österreicher?), aber doch genau so an Smetana, Dylan, McCartney und meintwegen auch Lady Di - aber STOLZ ?
Eine völlig falsche und entwürdigende Kategorie
... nur teilweise Recht.
Erster Punkt: Inhaltlich ist das Interview verkürzt wiedergegeben, das stimmt. Es ist aber immerhin schon ein echter Fortschritt, daß die "ZEIT" die Kollegen der "Jungen Freiheit" nicht pauschal als RECHTSRADIKAL bezeichnet. Ich finde, das muss man auf der Habenseite anrechnen. Leider leben wir in einer Zeit, in der man sich über so kleine Fortschritte freuen muss.
Zweiter Punkt: Es waren nicht ZWEI, sondern VIER verletzte Deutsche. Ebenso halten sich hartnäckig die Gerüchte (?), daß die Inder den Streit begonnen hätten, u.a. ist von Messern und abgebrochenen Flaschen die Rede. Wenn wir nicht schon so weit sind, daß die Polizei unter Druck gesetzt wird um ein politisch gewünschtes Eregbnis zu ermitteln, dann gebe ich Dir mein Wort, daß in einigen Wochen herauskommt, daß sich alle "Gegen Rechts Alarmisten" mal wieder bis auf die Knochen blamiert haben. Warten wir es ab...
Last not least: Ausschließlich Bürgermeister Deuse ist es zu verdanken, wenn das nächste Mal nicht massenhaft NPD gewählt wird. Ich hoffe sehr, der Mann bleibt standhaft.
"Seltsam übrigens dass keiner erwähnt,
dass es auch zwei verletzte Deutsche gab.
Mit Stich- und Schnittwunden im Rücken."
nun, dieses thema wurde schonmal diskutiert. und ja, diese tatsache wurde erwaehnt. aber die problematik ist einfach nicht: "wer hat angefangen?"
es war eben - am ende - nicht ein einfachter "streit", von indern provoziert. das am anfang gestritten wurde und ein inder hoechst fahrlaessig gewalt eingesetzt hat, aendert nichts an der tatsache, dass umstehende nicht eingeschritten sind, sondern ganz im gegenteil, durch auslaenderfeindliche parolen das ganze unterstuetzt haben. haette man sich nur gegen die inder gewehrt (sie waren letztendlich in der unterzahl), haetten sicher auch erstmal viele "auslaenderfeindlicher akt" geschimpft. im nachhinein waere dies sicher korrigiert worden, wie in anderen faellen zuvor schon.
das das thema aber heute noch diksutiert wird und als anzeichen einer latent bestehenden auslaenderfeindlichkeit in deutschland herangezogen wird, liegt eben da dran, dass man sich nicht einfach gewehrt, sondern alte parolen ausgekramt hat.
das ist rechtsradikales gebahren.
Leben wir noch in einem freiheitlichen Rechtstaat?
- Nach den Einlassungen unseres Innenministers zum Datenschutz ein klares Nein.
Leben wir noch in einem pluralistischen Land, das durch eine freie Vielfalt der Presseberichterstattung gekennzeichnet ist?
- Spätestens seit der Berichterstattung über die Tour de France ein klares Nein.
Die Gleichschaltung unserer Medienorgane nimmt allmählich bedrückende Formen an. Die Worte eines Bürgermeisters werden bis auf die Betonung der Vokale und Konsonanten sezziert.
In Dresden darf ein Ministerpräsident einen Milliardenverlust seiner Landesbank vorstellen. Er ist noch im Amt.
In Berlin darf ein Architekt den Pfusch seines monströsen Mahnmals in unverschämtester Weise beschönigen und mit der überdimensionalen Panzersperre ungestraft die Opfer des NS-Regimes beleidigen. Die Politik schweigt.
Die ach so "seriösen" Zeitungen gießen Öl in das Feuer der NPD. Herr Beck mag das Verbot dieser Partei durchsetzen oder auch nicht. Das Grundproblem unserer Gesellschaft wird durch ein Verbot nicht gelöst.
Doch wohlgemerkt: Das Problem unserer Gesellschaft sind nicht unfähige Politiker. Unser Problem sind die großen Fähigkeiten unserer Politiker. Die Fähigkeit, skrupellos ihre Selbstdarstellung in die Öffentlichkeit pressen und die Fähigkeit, die Gesellschaft im Verbund mit den obersten Managern der Unternehmen ausnehmen und auszubeuten. Jetzt müssen ein Bürgermeister und eine ungeklärte Dorffestrauferei zur Ablenkung des Volkes herhalten.
Eine bessere Wahlwerbung für die NPD können die Damen und Herren aus der etablierten Politik und die Medien nicht machen.
Ich möchte diesen Bürgermeister nicht in Schutz nehmen. Aber wenn es ein Verbrechen ist zu sagen, dass man stolz darauf ist, ein Deutscher zu sein, dann tut es mir unheimlich leid. Man ich bin es echt leid, diesen Quatsch zu hören, dass ich nicht stolz sein kann. Warum nicht??? Weil unsere Vorfahren Sch** gebaut haben und unsere Generation und natürlich die nächsten 100 Generationen immer in der Schuld stehen werden. Es geht mir auf die Nerven! Genauso wie es mir auf die Nerven geht dass es zu viele rechte Penner gibt. Und das diese Penner den Andersaussehenden, Andersgläubigen und Andersdenkenden das Leben schwermachen.
Und dann wird das natürlich gerne damit begründet, dass die Ausländer den Deutschen die Jobs wegnehmen. Welche Jobs?! Meistens Arbeitsplätze, die die Deutschen nicht machen wollen. Denn ich will einen sehen, der sich freiwillig in eine Dönerbude oder auf ein Erdbeerfeld stellt. Harte Arbeit, die nicht gut bezahlt wird. Na dann sitzen die lieber zuhause vor dem Kabelfernsehen, beziehen Hartz V und schimpfen in ihrer Frustration auf die Ausländer.
Aber mir geht es auch auf die Nerven, dass ich z.B. keinen Ausländer mehr beschimpfen oder ihm die Meinung sagen kann, wenn er sich in seinem Verhalten als Idiot darstellt. Nein, weil es dann automatisch ein Angriff auf seine Herkunft ist!
Die überzogene Political-Correctness" führt zu immer größerer Verleumdnung der eigenen Identität und Unfähigkeit, seine Meinung auch mal kundzutun. Ehrlich zu sein kann böse enden...
in welchem ausmass die bisher veröffentlichen kommentaren nahezu ausnahmslos der gerade von nazis gepflegten diskursstrategie folgen: verkürzen, verfälschen, beleidigen.
nur um es kurz anzumerken:
- der mann hat gesagt, ausländerfeindliche bzw rassistische parolen können jedem mal über die lippen kommen
- er hat in einer bekannt rechtsextremen bzw sogar neonazistischen zeitung zum besten gegeben, er sei stolz ein deutscher zu sein
noch fragen?
Dieser Reflex war vorherzusehen. Gestern las ich das Interview mit Deuse in der Jungen Freiheit und dachte mir: 'Mutig, mutig von Deuse, der JF ein Interview zu geben, denn morgen werden die Politwächter genau deswegen über ihn herfallen.'
Schon geschehen.
In der JF (wie übrigens auch schon vor einer Woche in der durchaus unverdächtigen Leipziger Volkszeitung) kann man übrigens auch mal ein paar andere Zeugenaussagen zur Schlägerei in M. nachlesen, denen zufolge die Inder kräftig mitgemischt oder sogar angefangen haben.
Mein Gott, seit Jahrhunderten gibt es Bierzeltschlägereien; demnächst ist Wies'n in München, da wird es wieder zertrümmerte Maßkrüge und Schlüsselbeine geben... wer angefangen hat, ist kaum herauszufinden, und natürlich werden da die gröbsten Beleidigungen geschrien! Das Ganze ist dann eine kleine Notiz auf der Regionalseite wert. - Tja, und nur, weil unter den Verprügelten ein paar Dunkelhäutige waren, wird das Prügeln in Mügeln zur Staatsaffäre. Wem hier nicht klar wird, daß das "gerechte Milieu" inzwischen seine Neonazis herbeiphantasiert, weil handfeste wirtschaftliche Interessen (Auflagenstärke der Medien, Fördermittel für "Kampf-gegen-Rechts"-Projekte, Wählerstimmen...) dahinterstehen, der ist hoffnungslos naiv.
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