Überwachung Staubsauger im NetzSeite 3/3

Dem wollen die Ermittler mithilfe der Onlinedurchsuchung begegnen: Verschlüsselte Informationen sollen direkt bei der Eingabe oder auf der Festplatte des Verdächtigen abgefangen werden. Ob das in der Praxis jedoch funktioniert, ist fraglich. Denn es gibt eine Reihe technischer Möglichkeiten, das zu verhindern.

Für die Provider hingegen ist die breiteste Abhörmethode von Vorteil: Sie müssen sich nicht um komplizierte und teure Ausführungsbestimmungen für jede einzelne Kommunikationsart kümmern, sondern können diese Arbeit den Behörden überlassen. Trotzdem wird das Ermittlungsinstrument relativ häufig genutzt: 2004 stellten deutsche Richter 92 Überwachungsanordnungen aus, im Jahr 2006 wurden schon 477 Internetleitungen angezapft.

Anzeige

Vorratsdatenspeicherung

Ein weiteres mächtiges Ermittlungswerkzeug ist die Vorratsdatenspeicherung, die zwar schon auf europäischer Ebene beschlossen, aber noch nicht in deutsches Recht umgesetzt worden ist. Gemäß den Plänen der Europäischen Union werden die Telekommunikationsunternehmen ab 2008 verpflichtet, sämtliche Verbindungsdaten zu speichern. Somit können Strafverfolger ohne Probleme nachverfolgen, mit wem ein Verdächtiger telefoniert und E-Mails ausgetauscht hat oder wer welche Webseite besucht hat.

Nach bisheriger Rechtslage werden solche Daten bisher nur bei Verdächtigen gespeichert. In Zukunft stehen die Kommunikationsdaten jedes Bürgers für Ermittlungszwecke bereit. Nicht nur Datenschützer lehnen diese präventive Datensammlung ab. Auch die Telekommunikationsfirmen sind alarmiert. „Noch sind die technischen Rahmenbedingungen nicht abgesteckt“, sagt Maurer. „Wir rechnen aber schon mit Realisierungskosten im siebenstelligen Bereich.“

Hannah Seiffert vom Verband der deutschen Internetwirtschaft eco  fordert, den Unternehmen mehr Zeit zu geben: „Selbst in Großbritannien, das maßgeblich die EU-Richtlinie initiiert hat, ist man zu der Erkenntnis gelangt, dass die Internetbranche aufgrund der speziellen technischen Schwierigkeiten eine Übergangsregelung benötigt.“ Seiffert kritisiert, dass in den Gesetzentwürfen keine Ausnahmeregelungen für kleine Unternehmen vorgesehen sind: „Inwieweit die den wirtschaftlichen Aufwand betreiben können, muss sich erst noch zeigen.“

 
Leser-Kommentare
  1. online durchsuchung verhindern?

    Solange nur die Online-Durchsuchung gesetzlich erlaubt ist durch heimliches behördlicherseits Ausspionieren von Rechnern, hat man massive Abwehrmöglichkeiten.
    (siehe unten)
    Der Online-Horror-Roman (frei erfunden, aber nicht unmöglich)
    1) Irgendwahn 2008 - Online Durchsuchung wird vom BGH als legal abgesegnet
    2) Nun kommen Folgegesetze, mit denen kaum jemand gerechnet hat:
    3) Jeder Bundesbürger, der ein Telekommunikationsgerät besitzt, wird per Gesetz dazu verpflichtet, sich eine amtliche Software auf sein Gerät zu installieren. Entspricht sein Gerät nicht den technischen Mindestvorraussetzungen, wird er verpflichtet, sich günstig per Finanzierung über die Staatskasse ein entsprechendes Gerät anzuschaffen.
    Dabei sind Telekommunikationsgeräte folgende Geräte:
    a) CB-Funk und andere mobile und stationäre Funkgeräte
    b) Satellitengestützte Sende/Empfagsanlagen
    c) Handies und Festnetztelefone, FAxgeräte, Anrufbeantworter
    d) Computer, Internetserver, Netzwerkstationen
    e) Provider, Netzwerkverteiler und Basistationen
    f) laser- und andere datensende-und empfangsfähigen
    Geräte
    -- Dann siehts sähr schlecht aus für unsere Privatsphäre..
    4) Der somit verkabelte Bürger ist verpflichtet, jegliche Änderung seiner Daten, persönlichen Daten,e ct umgehend Behörden mitzuteilen, sich regelmässig über registrierungsprozeduren zu -melden -
    Somit wäre nicht nur der Bürger datenmässig überwacht, sondern auch sein relativer Aufenthaltsort..
    Ein Wunschtraum für Kriminalisten, eine Horrorvision für Datenschützer....
    Ende des Romans...
    Nun, solange es noch nicht soweit ist, kann man sich gegen Bundestrojyner wie folgt schützen:
    1) Bye Bye Windows, Good Morning unbekanntes Betriebssystem
    2) Keine Windows-, DOS-, und Intel-prozessor-basierenden PCs werdenwen, auch keine mit Apple-Betriebssystem und Apple-Computer, da eben sehr viel im Umlauf
    --
    1+2 verhindern das Einnisten von Ausspionierungs-software auf dem Rechner
    Gilt nur, wenn kein behördliches Hardware-Gerät an den Computer angeschlossen werden muß.
    3) Ein Modem-bzw. Router-Monitor.
    An diesem ist ein Server angeschlossen, der alle ein/ausgehenden Datenströme überwacht und über Bit-Quersummations-Routinen jegliche Daten-und Softwaremodifikation, sowie nicht erwünschte Zieladressen erkennt und sperrt.
    Dann könne man auch mit Windows-PCs unter Windows arbeiten.
    Vorraussetzung: Derartige Kontroll-Monitore müssen individual programmiert sein von ihrem Betriebssystem her,w as diese sicher macht gegen Viren und Trojaner.
    4) die einfachste Lösung:
    Wozzu brauch ich Handyh? Wozzu brauch ich Computtrr?
    Wozzu brauch ich die Tellefohn? - fragt sich ein Mitbürger..
    es gibt doch die Propaganda von die Mund....

    Tjaaa....

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    "Nun, solange es noch nicht soweit ist, kann man sich gegen Bundestrojyner wie folgt schützen:
    1) Bye Bye Windows, Good Morning unbekanntes Betriebssystem
    2) Keine Windows-, DOS-, und Intel-prozessor-basierenden PCs werdenwen, auch keine mit Apple-Betriebssystem und Apple-Computer, da eben sehr viel im Umlauf"

    Nun, solange es noch nicht soweit ist, kann man sich gegen den BundestroJaner wie folgt schützen:
    1) keine Informationsmedien nutzen
    2) siehe Erstens

    Was du erzählst ist Unsinn. Glaubst du wirklich, dass es nahezu unmöglich ist für diese Plattformen entsprechende Software zuschreiben? Falls ja, lese lieber mal sehr sehr viel mehr Fachliteratur.

    Guten Tag.

    "Nun, solange es noch nicht soweit ist, kann man sich gegen Bundestrojyner wie folgt schützen:
    1) Bye Bye Windows, Good Morning unbekanntes Betriebssystem
    2) Keine Windows-, DOS-, und Intel-prozessor-basierenden PCs werdenwen, auch keine mit Apple-Betriebssystem und Apple-Computer, da eben sehr viel im Umlauf"

    Nun, solange es noch nicht soweit ist, kann man sich gegen den BundestroJaner wie folgt schützen:
    1) keine Informationsmedien nutzen
    2) siehe Erstens

    Was du erzählst ist Unsinn. Glaubst du wirklich, dass es nahezu unmöglich ist für diese Plattformen entsprechende Software zuschreiben? Falls ja, lese lieber mal sehr sehr viel mehr Fachliteratur.

    Guten Tag.

  2. "Nun, solange es noch nicht soweit ist, kann man sich gegen Bundestrojyner wie folgt schützen:
    1) Bye Bye Windows, Good Morning unbekanntes Betriebssystem
    2) Keine Windows-, DOS-, und Intel-prozessor-basierenden PCs werdenwen, auch keine mit Apple-Betriebssystem und Apple-Computer, da eben sehr viel im Umlauf"

    Nun, solange es noch nicht soweit ist, kann man sich gegen den BundestroJaner wie folgt schützen:
    1) keine Informationsmedien nutzen
    2) siehe Erstens

    Was du erzählst ist Unsinn. Glaubst du wirklich, dass es nahezu unmöglich ist für diese Plattformen entsprechende Software zuschreiben? Falls ja, lese lieber mal sehr sehr viel mehr Fachliteratur.

    Guten Tag.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Natuerlich kann man fuer Linux usw auch Trojaner schreiben, aber man kann es denen ziemlich schwer machen, z.b. mit file permissions. Es gibt kaum Viren fuer Unix und Linux, das hat schon seine Gruende.

    Natuerlich kann man fuer Linux usw auch Trojaner schreiben, aber man kann es denen ziemlich schwer machen, z.b. mit file permissions. Es gibt kaum Viren fuer Unix und Linux, das hat schon seine Gruende.

  3. Natuerlich kann man fuer Linux usw auch Trojaner schreiben, aber man kann es denen ziemlich schwer machen, z.b. mit file permissions. Es gibt kaum Viren fuer Unix und Linux, das hat schon seine Gruende.

    • buysse
    • 09.09.2007 um 3:26 Uhr

    @james dean: Ruhig, Fury, ruhig. Niemand will dir doch was, du technischer Hochdrüberüberhinüber-Flieger. Wenn du etwas Wichtiges beizutragen hast, dann tue das, was in thematisch einschlägigen Foren (also solchen, wo man sich über solche Sachfragen austauscht) zum guten Ton zählt: Bring Beispiele, Fakten, Titel, Hintergründe. Ansonsten: Still ruhe dein See ...

    Zum Thema:

    Wir (EU, Deutschland etc.) lernen es einfach nicht. Mit Blick z. B. auf die USA, wo entsprechende Maßnahmenpakete das demokratisch-staatsbürgerliche Leben, die moderne Demokratie selbst, zur Farce haben werden lassen, eine einfache Frage jenseits aller Umsetzungs- bzw. Praktikabilitätsüberlegungen dieser und jener Beiträge: Was bleibt, wenn der Zustand, der durch die Summe aller "Schutzmaßnahmen" hervorgerufen wird, das zu Schützende derart verändert, dass die Maßnahmen nicht mehr das vormals Schützenswerte bewahren, sondern selbst anderweitige Schutzmaßnahmen erfordern? Anders gewendet: Wenn ich, um mein Kind vor denkbarem Schaden zu bewahren, ihm untersage allein die Gegend zu erkunden, auf Bäume zu klettern, in Seen zu schwimmen, über die Straße zu gehen, Fisch zu essen, wenn ich seine Freunde kontrolliere, aussuche, regelmäßig einer Unbedenklichkeitsprüfung unterziehe und auf akute Infektionen hin überprüfen lasse, wenn ich dieses Kind in Wort, Gefühl und Tat perfektioniere, für jede Unbill des Lebens tauglich mache, seine Geheimnisse auskundschafte, auswerte und am Ende auf die große Familientafel kritzele, um seinen Geschwistern zu demonstrieren, was richtig ist und was falsch, was tabu und was gewünscht - welchen Sinn und welche Perspektive hat dann noch das Leben dieses Kindes? Welchen Sinn und welche Perspektive hat das Leben eines staatsbürgerlichen Subjekts, wenn es vom Staat zu einem Kind degradiert wird, das so zwar im Schnitt 80 Jahre lang am Leben bleibt - jedoch am Ende mit seiner Geburt bereits abgetrieben worden ist. Insgesamt sind die europäisch-aufgeklärten Gesellschaften gerade (wieder einmal) dabei, sich selbst abzuschaffen.

    Das Problem sind letztlich aber nicht all jene Schäubles und deren am Ende faktisch kabbalistische Datenmystik, die massenmedial gestützt auf uns niederregnen, sondern das sind im Grunde wir selbst, die wir die (fraglos berechtigte) Hoffnung auf ein Leben in biographisch linearer, unversehrter Glückseligkeit gegen das Leben selbst eintauschen und bereit sind, für die Illusion, dies sei am Ende die Formel für ein gelingendes Leben, jeden Preis zu zahlen bereit sind. In diesem Punkt sind wir all jenen geistig und seelisch verotteten Djihad-, Nazi- und Sonstwas-Psychopathen in der Ferne und im Lande näher, als uns das lieb sein sollte: Wir fangen an, mehr Angst vor dem Leben zu haben als vor dem Tod - und der beginnt dann schon mittendrin ...

    • andrku
    • 09.09.2007 um 3:34 Uhr
    5. Linux

    "Es gibt kaum Viren fuer Unix und Linux, das hat schon seine Gruende."

    Ja, es gibt schliesslich auch kaum vernünftige Software für Unix und Linux :-)

    Nein, das sollte kein Flame werden, sorry nur ein Reflex, Linux profitiert imho noch von seiner geringen Verbreitung und der, bei jeder Distribution, unterschiedlichen Konfiguration und Ausstattung. Linux mag extrem sicher sein, wenn, ja wenn man sich wirklich hundertprozentig damit auskennt. Da es jedoch gleichzeitg ziemlich kompliziert ist, tun dies nur wenige, denn trotz dieser ganzen Widrigkeiten für Trojaner und Viren hört man gelegentlich von sogenannten "root-kits" die das ein oder andere Unix-Derivat locker aushebeln.

    Von "social hacking" gar nicht zu reden. Wenn man in ein System rein will, dann schafft man das auch. Notfalls dringt man in die Wohnung ein und installiert eine Wanze am Keyboard...

    MfG
    AKu

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Seite 1 | 2 | 3 | Auf einer Seite lesen
  • Quelle ZEIT online
  • Kommentare 5
  • Versenden E-Mail verschicken
  • Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
  • Autoren abonnieren RSS-Feed
  • Artikel Drucken Druckversion | PDF
  • Schlagworte
  • Artikel-Tools präsentiert von:

Service