i-Phone Apple quält iPhone-Kunden

Zusammen mit T-Mobile stellt Apple-Chef Steve Jobs in Berlin das deutsche iPhone vor: Es wird teuer und rückständig. Der Rest ist Geheimniskrämerei

"Steve hat gern die Kontrolle über die Information", sagen zwei Apple-Mitarbeiter, die mit Steve Jobs nach Europa gereist sind, um die Markteinführung des iPhone von Apple anzukündigen. Jobs’ Keynotes sind Kult, allerdings finden sie meist in Kalifornien statt. Wenn dann der Apple-PR-Mitarbeiter am Telefon raunt: "Steve wird da sein", dann fährt man sogar zu einer Pressekonferenz von T-Mobile nach Berlin.

Steve kontrolliert dort heute allerdings weniger die Information als die Nichtinformation. Er zeigt eine Präsentation, deren wesentliche Teile seit einem halben Jahr bekannt sind: Etwa, dass man mit dem iPhone nicht nur telefonieren, sondern auch Musik hören und richtig im Internet surfen kann. Immerhin beweist Jobs guten Geschmack und zeigt mit seinem Telefon die Startseite von ZEIT online an.

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Auch nicht gerade neu ist, dass sich T-Mobile und Apple zusammengetan haben , um in Deutschland exklusiv das iPhone zu vertreiben. Die Spatzen pfeifen das schon seit einigen Wochen von den Dächern. Die ersten bisher unbekannten Informationshappen des heutigen Tages sind Einführungsdatum und -preis des iPhones: Ab dem neunten November wird man es für 399 Euro kaufen können. Selbst wenn man die Mehrwertsteuer abzieht, ist das erheblich teurer als die umgerechnet 287 Euro, die das Trendtelefon in den USA kostet.

Leser-Kommentare
    • Anonym
    • 19.09.2007 um 17:07 Uhr

    Hervorragender Artikel. Danke für die Informationen.

  1. Das iPhone ist nicht technisch rückständig, es nutzt lediglich die Techniken die bereits funktionieren. Daran sind bisher alle anderen Versuche gescheitert das Internet Mobil zu machen.

    • itac
    • 19.09.2007 um 17:27 Uhr

    Noch muss ich kein iphone kaufen, um mobil telefonieren zu können und die Auswahl an hochwertigen Mobiltelefonen ist sicher mehr als erschlagend. Insoweit sehe ich -anders als der Redakteur- den freien Markt nicht grundlegend gefährdet. Es muss aber schon etwas dran sein an dem neuen iphone, sonst wäre einem Zeit-Redakteur der Umstand, dass es nur bei T-Mobile zu bekommen ist, sicher keine Zeile Wert.
    Vielleicht geht es dem Verfasser einfach so wie mir, ich bin nämlich beim falschen Provider, möchte den aber nicht wechseln. Also interessiert mich vor allem die Frage, wie ich ohne Vertrag an das neue iphone komme und was es dann kostet.
    Dass das iphone übrigens kein umts unterstützt, liegt vor allem (noch) am Stromverbrauch der hierfür notwendigen Gerätebestandteile und hat damit technische Gründe.
    Grüsse itac

  2. Ziemlich schwacher Artikel für eine Zeitung wie Die Zeit. War der Autor überhaupt vor Ort? Wer brauchbare Infos will guckt am besten hier:

    http://www2.mobile-macs.d...

    Kritisch, ironisch und informativ vom Johnny vom Spreeblick.

  3. "Steve hat gern die Kontrolle über die Information"
    oh ja! deswegen haben die neuen ipods auch alle ein schloss verpasst bekommen, damit sie nur noch mit apples i-tunes synchronisieren und nicht mehr mit winamp oder amarok -- und das, obwohl apple zwar locker einen unix-unterbau in sein betriebssystem bekommt, sich aber seit jahren als unfähig erweist, seine apps (wie zb i-tunes, wenn man die zahlende kundschaft schon darauf festnageln will) nach linux/unix/bsd zu portieren.
    dazu kommt die technisch miese umsetzung, dh wiederholung von fehlern für die apple schon beim ipod kräftig eins auf die *** bekommen hat -- wie der miese akku, der auch noch fest verbaut ist.
    aus reiner geldgier ist das i-phone mit technisch minderwertigen daten ausgestattet (ob mein telephon schneller oder langsamer strom verbraucht, kann mir der hersteller ruhig selbst überlassen -- diese "wir wissen, was gut für euch ist"-haltung stinkt).
    ich gebe gerne zu, dass die idee des iphones genial ist (nachdem sich palm ja darauf konzentriert überteuerte minderwertige kopien von wince-handies zu bauen) -- die umsetzung jedoch läuft eindeutig nach der apple-devise "unsere deppen kaufen alles".

    • iDog
    • 21.09.2007 um 10:03 Uhr

    sollte irgendjemand nach versteckten weiteren features - sogenannten eastereggs - des bereits jetzt sagenhaften iphones suchen, waere tatsaechlich eierkochen mit im angebot:
    man nehme zwei (2) iPhones - verbinde sie mittels t-mobile zu einem ungefaehr 65 minuetigen anruf - und stelle sie vier zentimeter von einander entfernt auf den fruehstueckstisch - dazwischen das rohe ei - zuerst passiert nicht viel - geduld! - nach 25 minuten wird das ei langsam warm - nach 45 minuten ist es richtig heiss - nach 65 minuten ist es fertig gekocht - guten appetit .... probieren sie es ruhig mal selber aus!
    ich bin sehr zufrieden mit apple computern - immer gewesen -aber ein mobiltelefon wuerde ich mir nicht mal von apple kaufen, denn es gibt billigere und schnellere methoden ein ei zu kochen bzw dessen proteine zu modifizieren. der ehrlichkeit halber muss bemerkt werden, dasssauch jedes 1 euro handy diese feature bietet.
    ich wuensche allen eierkoepfen moeglich kurze telefonate mit ihrem eiphone.

    • lispm
    • 19.09.2007 um 22:05 Uhr

    Warum sind US-Produkte in Deutschland 'teurer'? US-Preise enthalten keine Mehrwertsteuer. Desweiteren müssen u.U. Einfuhrzölle gezahlt werden und die anderen Garantiebedingungen und Rückgabemöglichkeiten (Fernabsatzgesetz) sind in der Kalkulation zu berücksichtigen. Wenn man das alles einberechnet, dann ist der Preis okay.

    Technisch rückständig ist das iPhone auch nicht. Es bietet eben nicht 'alles'. Das was es bietet, macht es recht ordentlich. Apple versucht auch nicht über 'Featuritis' den Kunden zu gewinnen, sondern über einfache Bedienung und interessante Bedienungskonzepte. Da steht sehr viel ansprichsvolle Software dahinter. Das ist anscheinend für viele Firmen sehr schwierig: gute Bedienungskonzepte umzusetzen. Dabei haben wir gerade in Deutschland ein paar Firmen, die sich da durchaus hervortun. Man denke z.B. an Braun. Apple versucht bei den Produkten einen attraktiven Mix von benutzbaren Fähigkeiten zu bieten. Dazu gehören Parameter wie Gewicht, Größe, Material, Batterielaufzeit, etc. Kleine Geräte zu bauen widerspricht i.A. langer Batterielaufzeit. Irgendwo muß man da ein lokales Maximum finden. Deswegen gibt es auch so viele Mobiltelefone - jeder Hersteller baut verschiedene Geräte mit verschiedenen Parametern, um den Markt entsprechend abdecken zu können.

    Die Reporterfragen nach zukünftigen Produkten sind auch selten dämlich. Noch ist das iPhone nicht in Deutschland auf den Markt und schon wird spekuliert, was es vielleicht nächstes Jahr gibt. Insbesondere sollte man nicht vergessen, dass Apple eine ganze Reihe von neuen Fähigkeiten per Software-Updates an die Kunden ausliefern kann. So wird das iPhone auch das Einkaufen im iTunes-Store per WiFi unterstützen.

    Apple bekommt auch nicht einen Anteil an den Gesprächsgebühren. Es ist die Rede von einem Anteil am Monatsumsatz. Das sind die Grundgebühren und alle Zusatzumsätze.

    Dass T-Mobile die Preise noch nicht bekannt gibt ist auch verständlich. Warum sollten die dem Wettbewerb unnötig Tips geben? Vodafone wartet nur darauf, entsprechende Tarife und Fähigkeiten anbieten zu können. Gerade vor dem Weihnachtsgeschäft zählt da jeder Tag Vorsprung. Die Technik und die Tarife brauchen einen gewissen Vorlauf.

    Das Handys an einen Provider gebunden sind, ist auch gang und gebe. Vodafone bringt z.B. das Samsung F700 exklusiv auf den Markt. Das F700 ist auch ein sehr attraktives Gerät. Allerdings eben nicht bei T-Mobile erhältlich. Wann protestiert der Autor?

    Also entspannen und schauen, wie der Markt auf das Gerät reagiert...

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    >Warum sind US-Produkte in Deutschland 'teurer'? US-Preise enthalten keine Mehrwertsteuer.

    Ja, deshalb schrieb ich, dass es auch nach Abzug der Mehrwertsteuer noch erheblich teurer ist. Das ist bei anderen Herstellern anders (und war auch bei Apple früher anders).

    >Das Handys an einen Provider gebunden sind, ist auch gang und gebe.

    Nein. Bei uns konnte man bisher noch immer eine andere Chipkarte reinstecken, auch wenn groß "Vodafone" oder "T-Mobile" auf dem Gerät draufstand. Die Aktion von Vodafone/Samsung ist eine direkte Reaktion darauf, dass Vodafone das iPhone nicht gekriegt hat.

    >Apple versucht auch nicht über 'Featuritis' den Kunden zu gewinnen, sondern über einfache Bedienung und interessante Bedienungskonzepte. Da steht sehr viel ansprichsvolle Software dahinter.

    Vollkommen d'accord, ich finde auch dass es mit Abstand das attraktivste Gerät auf dem Markt ist. Kritisiert habe ich vor allem die Umstände der Markteinführung und die Knebelverträge.

    >Warum sind US-Produkte in Deutschland 'teurer'? US-Preise enthalten keine Mehrwertsteuer.

    Ja, deshalb schrieb ich, dass es auch nach Abzug der Mehrwertsteuer noch erheblich teurer ist. Das ist bei anderen Herstellern anders (und war auch bei Apple früher anders).

    >Das Handys an einen Provider gebunden sind, ist auch gang und gebe.

    Nein. Bei uns konnte man bisher noch immer eine andere Chipkarte reinstecken, auch wenn groß "Vodafone" oder "T-Mobile" auf dem Gerät draufstand. Die Aktion von Vodafone/Samsung ist eine direkte Reaktion darauf, dass Vodafone das iPhone nicht gekriegt hat.

    >Apple versucht auch nicht über 'Featuritis' den Kunden zu gewinnen, sondern über einfache Bedienung und interessante Bedienungskonzepte. Da steht sehr viel ansprichsvolle Software dahinter.

    Vollkommen d'accord, ich finde auch dass es mit Abstand das attraktivste Gerät auf dem Markt ist. Kritisiert habe ich vor allem die Umstände der Markteinführung und die Knebelverträge.

  4. Ist ein Telefon technisch rückständig, nur weil es nicht mit noch kaum verbreiteten Techniken protzt? Außerdem hat Jobs mit seiner Begründung, warum es kein UMTS gibt (Akkulaufzeit) den Nagel auf den Kopf getroffen. An so was würden die meisten Hersteller glaube ich nichtmal eine Sekunde denken.
    Die Bedienbarkeit der Appleprodukte ist durchgehend erstklassig - Apple investiert hierfür wohl auch eine ganze Menge - und ist den meisten anderen Herstellern weit überlegen. Und beim iPhone ist das besonders deutlich. Wie gefragt neue, intelligente Bedienkonzepte sind, merkt man momentan besonders bei der Wii, die an sich technisch nicht wirklich auf dem neusten Stand ist.
    Das iPhone ist eben kein Gerät für den einsamen Technikfreak, sondern ein massentaugliches OutOfTheBox-Gerät. Das, was im Grunde jeder Mensch will, der sich nicht für Technik interessieren will.

    Aber das sieht ja keiner. Alle schauen nur auf den Inhalt. Wie man das ganze letzlich Nutzbar macht, darf natürlich keinerlei Auswirkung auf den Preis haben. So sehen dann auch leider die meisten Produkte aus. Und noch schlimmer lassen sie sich bedienen.

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