Musikbranche „Hausmusik“ am EndeSeite 2/2
Hinzu komme, dass viele junge Erwachsene an CDs und Schallplatten überhaupt nicht mehr interessiert seien, nur noch an der Musik – die sie sich dann auf ihren iPod lüden.
Der Hausmusik-Umsatz sei im ersten Quartal 2007 um 10 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen, im zweiten Quartal um 20 Prozent, im Monat Juli um 30 Prozent, im August um 40, im September sei mit 70 Prozent zu rechnen gewesen. Petters sagt, er habe Personal und Kosten reduziert, einen Unternehmensberater hinzugezogen – ohne Erfolg: „Ich musste die Notbremse ziehen.“
Etliche der von Hausmusik vertretenen Labels könnten durch die Schließung der Firma in Schwierigkeiten geraten. Ob dies geschieht, wird davon abhängen, wie hoch ihre Außenstände sind und welchen Verlust sie verkraften können. Und ob sie auf die Schnelle einen neuen Vertrieb finden können. Vor drei Jahren erst ist der EFA-Vertrieb in die Pleite gerutscht, unter erheblichen Nachbeben.
Wolfgang Petters, der als Eigentümer persönlich haftet, hofft, „mit Null“ aus dem Unternehmen Hausmusik herauszukommen. Danach will er, 45 Jahre alt, in seinem früheren Beruf als Handwerksmeister einen Neuanfang probieren: „Ich suche mir eine Stelle als Elektriker.“
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- Datum 19.09.2007 - 06:46 Uhr
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triste story - beileid
Das fühlt sich an wie damals, als der letzte Plattenladen in meiner Heimatstadt aufgab und den großen Elektromärkten Platz machte. Zum Heulen. Für die kleinen Labels wird es schwieriger zu Verkaufen, klar. Aber es wird für Liebhaber des Ungehörten auch schwieriger, überhaupt an ihre Musik zu kommen...
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