OECD-Bericht 2007 Herbstdepressionen

Der neue Bildungsbericht der OECD zeichnet ein düsteres Bild des deutschen Bildungssystems. Neu sind die Erkenntnisse indes nicht.

Aus allen Wolken wird ob der Ergebnisse des neuen OECD-Bildungsberichts wohl niemand fallen: Deutschland fehlt es an Abiturienten, an Akademikern, an gut ausgebildeten Fachkräften. Die Quote der Studienabbrecher ist viel zu hoch, zu wenige junge Menschen können sich ein Studium vorstellen.

Die OECD-Studie 2007 bestätigt im Wesentlichen die Ergebnisse der vergangenen Jahre. Manches ist nur eben noch ein bisschen schlechter geworden. Und so sackte das deutsche Bildungssystem im internationalen Vergleich von Rang 10 auf Rang 22 ab.

Anzeige

In der Tat klingen einige Ergebnisse geradezu deprimierend: Deutschland könne aus eigener Kraft nicht einmal die Arbeitsplätze von pensionierten Ingenieuren oder Lehrern neu mit Nachwuchskräften aus den Hochschulen besetzen. Nur 36 Prozent eines Jahrgangs beginnen in Deutschland überhaupt ein Studium – die Tendenz ist rückläufig. Im OECD-Schnitt sind es über 50 Prozent. Und nur ein Fünftel eines Jahrgangs erlangt einen akademischen Abschluss - gegenüber 36 Prozent im OECD-Schnitt.

So weit, so schlecht. Deutschland gehört zu denjenigen Ländern, die am stärksten vom demografischen Wandel betroffen sind. Dadurch schrumpfen künftige Schülergenerationen, und das muss irgendwie ausgeglichen werden. Für den Primar- und Sekundarbereich I erwartete bereits die OECD-Studie 2005 einen Rückgang um 14 Prozent bis zum Jahr 2015. Danach soll sich die Lage weiter verschlechtern. Sinkt die Schülerzahl, sinkt auch die der Abiturienten, Studenten und Absolventen.

Doch das Hauptproblem ist ein anderes: Die Bildungschancen in Deutschland sind ungerecht verteilt. Nach wie vor entscheidet die soziale Herkunft über den individuellen Bildungserfolg. Für OECD-Generalsekretär Angel Gurría liegt die Wurzel dieses Übels im Schulsystem: "Kinder werden hierzulande bereits mit zehn Jahren auf unterschiedliche Bildungswege verteilt. Wer aus einer benachteiligten Familie kommt, wird dabei eher auf einen Bildungsweg geleitet, der eine geringere Leistung erwarten lässt.“

Leser-Kommentare
  1. Ich kann es bald nicht mehr hören: angeblich besonders sozial selektiv soll Deutschland sein. "Wer aus einer benachteiligten Familie kommt, wird dabei eher auf einen Bildungsweg geleitet, der eine geringere Leistung erwarten lässt.“

    Wie wenig die OECD-Vergleiche taugen, welche die unterschiedlichen Strukturen der einzelnen Länder völlig ignorieren, kann man hier nachlesen:

    www.lehrerverband.de/oecd...

    Jeder Vergleich, der auf formale Bildungskriterien aufsetzt, ist hochgradig lächerlich und vergleicht Äpfel mit Glühbirnen. Bleiben wir erst mal in Deutschland: Nach formalen Bildungskriterien (z.B. Wahrscheinlichkeit, daß die Eltern eines Gymnasiasten Akademiker sind) schneidet Bayern deutschlandweit am schlechtesten ab. Nach Qualifikation der Schüler (Abhängigkeit der PISA-Testergebnisse von der Qualifikation der Eltern) jedoch AM BESTEN! Ein Zuall?

    Überhaupt PISA. Angeblich hat in Irland die Bildung der Eltern fast keinen Einfluß auf die Studierneigung der Kinder. Denn: die Wahrscheinlichkeit, daß das Kind eines Akademikers studiert, ist nur unwesentlich größer als bei anderen Kindern. Seltsam nur, daß in Irland - genau wie in allen PISA-Ländern - der Bildungserfolg außerordentlich stark mit der Zahl der Bücher im Haushalt der Eltern korreliert. Die ist nämlich ein ungleich besserer Indikator für das wirkliche Bildungs- und kognitive Niveau eines Elternhauses als die formale Qualifikation!

    Die Zusammenhänge sind relativ einfach, und es erschüttert, wie wenig deutsche Medien dafür sensibilisiert sind: je höher der Anteil einer Generation, der "studiert" hat, desto weniger ist dieses "Studium" ein Ausweis höherer Bildung oder gar höherer Begabung - und umgekehrt. Wo 90% eines Jahrganges "studieren", wie in Schweden, stellt das durchschnittliche Studium offensichtlich Anforderungen, die praktisch jeder Bürger, also auch jeder Dummkopf, bewältigen kann -- und auch in Schweden gibt es nicht weniger Dummköpfe als anderswo, daran läßt PISA keinerlei Zweifel.

    Das Ganze wirkt sich in den Statistiken so aus:

    a) Je mehr "Akademiker" die Elterngeneration aufweist, um so geringer die formale Selektivität. Denn unter diesen "Akademikern" finden sich viele, die weder besonders bildungsaffin noch besonders begabt sind, also ihren Kindern auch keinen Vorsprung mitgeben. Das dürfte eigentlich klar sein: da die meisten Menschen gem. Normalverteilugn durchschnittlich begabt sind, kann ein Studium, das 50% eines Jahrganges absolvieren, auch nur durchschnittliche Anforderungen stellen.

    b) Je höher die "Akademikerquote" in der Kindergeneration, desto geringer die formale Selektivität - aus demselben Grund.

    a) und b) erklären bereits 90% der "Selektionsunterschiede" innerhalb Deutschlands und der OECD. Dazu kommt:

    c) Ist, wie in Irland, die "Akademikerquote" in der Kindergeneration deutlich größer als in der Elterngeneration, so heißt das, daß - gemessen an den aktuellen Standards - viele Eltern die geistigen Voraussetzungen für ein "Studium" durchaus hätten erfüllen können -- zu ihren Zeiten hatten sie nur keine Möglichkeit, ein solches Studium aufzunehmen, weil das Bildungssystem noch nicht entsprechend ausgestaltet war.
    Das fehlende Studium der Eltern läßt daher keinen Rückschluß auf die Qualität des Elternhauses zu. So war es im Deutschland der 70er Jahre, so ist es im Irland von heute. In einer solchen Situation studieren besonders viele Kinder von Nichtakademikern -- woher sollten die hohen Studierquoten sonst auch kommen? -- und folglich ist die Quote der Studierenden aus Nicht-Akademiker-Elternhäusern besonders hoch.

    Über all diese Zusammenhänge verlieren die OECD-Statistiken kein Wort. Sie sind das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt werden!

  2. der Bildungspolitik und den gesellschaftlichen Strömungen, die es sehenden Auges seit Jahren oder Jahrzehnten so kommen lassen, ohne, statt Geschwafel, auch nur eine klitzekleine Weiche anders zu stellen?

    Leistungsträger natürlich.

  3. Auch bewundernswert ist, dass die OECD sich weiterhin strikt weigert, dass duale Bildungssystem als gleichwertig anzuerkennen. Wenn in manchen Ländern Krankenschwestern eine "Hochschule" zwecks Abschluss durchlaufen, wird das als akademische Karriere gewertet, die Ausbildung bei uns hingegen nicht. Das hochwertige Berufsschulsystem interessiert die OECD schlichtweg nicht. Ist wohl auch zu komplex für deren einfache Lösungen...
    [Edit: Fehlerkorrektur]

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    In ihren FAQ hat das Bildungsdirektorium der OECD einräumen müssen, Zitat:
    „Wenn statistisch die internationale Vergleichbarkeit der Abschlüsse weitgehend gewährleistet ist, bleibt das Argument, dass die Ausbildung im deutschen Dualen System besser ist als die Berufsausbildung in anderen Ländern und möglicherweise höhere Qualifikationen vermittelt. Hierfür sprechen einige Faktoren. Es gibt bislang allerdings keine international vergleichenden Studien, die den Kompetenzerwerb in der Berufsausbildung messen.“
    Mit "Es gibt allerdings ..." hat das Direktorium natürlich eine salvatorische Klausel eingebaut, um die eigenen Erkenntnismethoden nicht zu deshavouieren. Umgekehrt könnte man sagen: Die OECD findet dagegen keine Argumente.

    In ihren FAQ hat das Bildungsdirektorium der OECD einräumen müssen, Zitat:
    „Wenn statistisch die internationale Vergleichbarkeit der Abschlüsse weitgehend gewährleistet ist, bleibt das Argument, dass die Ausbildung im deutschen Dualen System besser ist als die Berufsausbildung in anderen Ländern und möglicherweise höhere Qualifikationen vermittelt. Hierfür sprechen einige Faktoren. Es gibt bislang allerdings keine international vergleichenden Studien, die den Kompetenzerwerb in der Berufsausbildung messen.“
    Mit "Es gibt allerdings ..." hat das Direktorium natürlich eine salvatorische Klausel eingebaut, um die eigenen Erkenntnismethoden nicht zu deshavouieren. Umgekehrt könnte man sagen: Die OECD findet dagegen keine Argumente.

  4. Irgenwie erinnert mich das an etwas....
    Ach ja, es fehlen Lehrer. Und warum mehr Studenten? Es fehlt auch an Doktoranten und Professoren, Unterrichtsräumen und Unterrichtsmaterialen. Aber unsere Politiker, die tun was.

    Und das andere: Es fehlen Polizisten. Und es fehlt an Ausrüstung. Aber wir brauchen Onlineüberwachung, Sammeldatein für alles Mögliche und mehr Gesetze.

    Über die Ausrüstung bei der Bundeswehr möchte ich da schon gar nicht mehr reden.

    • ATRSQ
    • 18.09.2007 um 21:27 Uhr

    ...Spaß, Ihre Kreuz- und Querfragerei bei diesen Themen zu lesen!

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    auch ich lese diese bzw. all seine Beiträge immer gern und mit großem Gewinn. Ist wirklich oft und leider interessanter als die Zeit-Beiträge selbst.
    (Gern hätte ich ja auch in anderen Bereichen seine Meinung gewusst, z.B. jetzt bei der Frage "Jung" bzw. der Problematik des evtl. Abschusses eines mit Geiseln besetzten Flugzeuges,da ich erstaunt bin, dass (sogar) hier soviele Zin-Kommentatoren anders denken als ich.)

    Also: Weiter so und noch mehr!

    auch ich lese diese bzw. all seine Beiträge immer gern und mit großem Gewinn. Ist wirklich oft und leider interessanter als die Zeit-Beiträge selbst.
    (Gern hätte ich ja auch in anderen Bereichen seine Meinung gewusst, z.B. jetzt bei der Frage "Jung" bzw. der Problematik des evtl. Abschusses eines mit Geiseln besetzten Flugzeuges,da ich erstaunt bin, dass (sogar) hier soviele Zin-Kommentatoren anders denken als ich.)

    Also: Weiter so und noch mehr!

  5. auch ich lese diese bzw. all seine Beiträge immer gern und mit großem Gewinn. Ist wirklich oft und leider interessanter als die Zeit-Beiträge selbst.
    (Gern hätte ich ja auch in anderen Bereichen seine Meinung gewusst, z.B. jetzt bei der Frage "Jung" bzw. der Problematik des evtl. Abschusses eines mit Geiseln besetzten Flugzeuges,da ich erstaunt bin, dass (sogar) hier soviele Zin-Kommentatoren anders denken als ich.)

    Also: Weiter so und noch mehr!

    • Hipper
    • 18.09.2007 um 22:37 Uhr

    Der/die Rijukan versucht uns immer noch sein Menschenbild aus dem 19. Jahrhundert aufzudrücken und findet wohl dementsprechend ein Schulsystem, welches auf ( soziale ) Selektion ( anstatt auf Lernerfolge / gezielte Förderung ) setzt, weltklasse.

    Dabei ist die PISA Studie gar nicht so schwer zu verstehen:

    Fiktives Beispiel:
    In einem Test werden 10 Textaufgaben gestellt! In Finnland sind 80% der Schüler in der Lage alle Aufgaben zu lösen – diese Schüler stammen aus den unterschiedlichsten sozialen Schichten. Hingegen in Deutschland sind nur 40% der Schüler in der Lage dieselben Aufgaben zu bewältigen, diese stammen ausschließlich aus den höheren sozialen Schichten, während die „Totalversager“ in den „bildungsfernen Milieus“ zu verorten sind.

    Sie versuchen permanent derartige Befunde zu relativieren – weil sie diese einfach nicht wahrhaben wollen!

    Dabei ist die PISA-Studie nicht die einzige Forschungsreihe, die zu dem Ergebnis gekommen ist, dass der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg in Deutschland besonders hoch ist – und zwar im direkten Vergleich mit dem internationalen Standard.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Gut, hoffentlich bezieht rjurkan hierzu selbst Stellung (ich kenne mich mit diesen Studien nicht weiter aus, fand die gemachten Aussagen von rjurkan hier (und anderswo) dennoch hilfreich.)

    Zu den möglichen Erklärungsmöglichkeiten:
    1. Die bildungsferneren Schichten sind vor allem in Deutschland auch weniger motiviert, es gelingt nicht, diese Motivation zu verbessern, anderswo ist die Motivation besser. Auch beste Bildungseinrichtungen können die innere Motivation in bestimmten, schwersten, Fällen nur begrenzt erhöhen. (Das könnte einer der Hauptaufgaben des Elternhauses sein, eine, die andere am Schwersten übernehmen können).

    2. Es gibt bei uns mehr weniger begabte Schüler, die Glocke der Begabungen, z.B. messbar durch den IQ ist bei uns verschoben, z.B. durch bevölkerungspolitische Maßnahmen, durch Alkohol, Rauchen, Rauschgiftfolgen auch. (Kann mir aber nur schwer vorstellen, dass dies so ist - bzw. von gewichtiger Bedeutung. (Kenne Skandivanien und andere Länder nicht direkt).

    3.: Bei gleicher innerer Motivation Begabung und Ausgangslage, wird in anderen Ländern insgesamt besser unterrichtet, man hat die besseren pädagogischen Konzepte.
    Die bildungsnahen Elternhäuser gleichen die pädagogischen Defizite aus, andere eben nicht oder weniger.

    Dann gibt es 4. schon auch die Möglichkeit, dass die Prozente der bildungsfernen und -nahen Bevölkerungsanteile sich von Land zu Land, und auch mal deutlicher, unterscheiden

    und 5. die der Mischung der verschiedenen Punkte. All dies müsste ja einzeln untersucht werden, ferner dann die Auswirkung dieser Ergebnisse hernach auf die Meisterung des Lebens. Es muss ja nicht sein, dass ein Gärtner, der bestimmt PISA-Aufgaben schlechter als ein anderer Schüler gelöst hat, deshalb in seinem Leben mehr Probleme hat oder er damit unzufriedener ist oder sein muss.

    Ich verstand die Aussagen von rjurkan so, dass hier vor allem die soziale Zusammensetzung der Eltern und Kinder und die Motivation der Kinder unterschiedlich sind, dass es hier Entwicklungen gibt, die, später vielleicht, auch in anderen Ländern wirken.

    Genau das ist Ihr Beispiel: fiktiv. Mit der Realität hat es nichts zu tun - was zeigt, wie wenig Sie imstande sind, solche Studien richtig zu lesen. Es ist bezeichnend, daß Sie auf meine sachlichen Einwände mit keinem Wort eingehen.

    (In Antwort auf:
    "Fiktives Beispiel:
    In einem Test werden 10 Textaufgaben gestellt! In Finnland sind 80% der Schüler in der Lage alle Aufgaben zu lösen – diese Schüler stammen aus den unterschiedlichsten sozialen Schichten. Hingegen in Deutschland sind nur 40% der Schüler in der Lage dieselben Aufgaben zu bewältigen, diese stammen ausschließlich aus den höheren sozialen Schichten, während die „Totalversager“ in den „bildungsfernen Milieus“ zu verorten sind."

    Gut, hoffentlich bezieht rjurkan hierzu selbst Stellung (ich kenne mich mit diesen Studien nicht weiter aus, fand die gemachten Aussagen von rjurkan hier (und anderswo) dennoch hilfreich.)

    Zu den möglichen Erklärungsmöglichkeiten:
    1. Die bildungsferneren Schichten sind vor allem in Deutschland auch weniger motiviert, es gelingt nicht, diese Motivation zu verbessern, anderswo ist die Motivation besser. Auch beste Bildungseinrichtungen können die innere Motivation in bestimmten, schwersten, Fällen nur begrenzt erhöhen. (Das könnte einer der Hauptaufgaben des Elternhauses sein, eine, die andere am Schwersten übernehmen können).

    2. Es gibt bei uns mehr weniger begabte Schüler, die Glocke der Begabungen, z.B. messbar durch den IQ ist bei uns verschoben, z.B. durch bevölkerungspolitische Maßnahmen, durch Alkohol, Rauchen, Rauschgiftfolgen auch. (Kann mir aber nur schwer vorstellen, dass dies so ist - bzw. von gewichtiger Bedeutung. (Kenne Skandivanien und andere Länder nicht direkt).

    3.: Bei gleicher innerer Motivation Begabung und Ausgangslage, wird in anderen Ländern insgesamt besser unterrichtet, man hat die besseren pädagogischen Konzepte.
    Die bildungsnahen Elternhäuser gleichen die pädagogischen Defizite aus, andere eben nicht oder weniger.

    Dann gibt es 4. schon auch die Möglichkeit, dass die Prozente der bildungsfernen und -nahen Bevölkerungsanteile sich von Land zu Land, und auch mal deutlicher, unterscheiden

    und 5. die der Mischung der verschiedenen Punkte. All dies müsste ja einzeln untersucht werden, ferner dann die Auswirkung dieser Ergebnisse hernach auf die Meisterung des Lebens. Es muss ja nicht sein, dass ein Gärtner, der bestimmt PISA-Aufgaben schlechter als ein anderer Schüler gelöst hat, deshalb in seinem Leben mehr Probleme hat oder er damit unzufriedener ist oder sein muss.

    Ich verstand die Aussagen von rjurkan so, dass hier vor allem die soziale Zusammensetzung der Eltern und Kinder und die Motivation der Kinder unterschiedlich sind, dass es hier Entwicklungen gibt, die, später vielleicht, auch in anderen Ländern wirken.

    Genau das ist Ihr Beispiel: fiktiv. Mit der Realität hat es nichts zu tun - was zeigt, wie wenig Sie imstande sind, solche Studien richtig zu lesen. Es ist bezeichnend, daß Sie auf meine sachlichen Einwände mit keinem Wort eingehen.

    (In Antwort auf:
    "Fiktives Beispiel:
    In einem Test werden 10 Textaufgaben gestellt! In Finnland sind 80% der Schüler in der Lage alle Aufgaben zu lösen – diese Schüler stammen aus den unterschiedlichsten sozialen Schichten. Hingegen in Deutschland sind nur 40% der Schüler in der Lage dieselben Aufgaben zu bewältigen, diese stammen ausschließlich aus den höheren sozialen Schichten, während die „Totalversager“ in den „bildungsfernen Milieus“ zu verorten sind."

  6. Dann schauen wir doch mal, welche Collegeausbildungen die Webseite collegeboard.com ("a not-for-profit membership association whose mission is to connect students to college success and opportunity.") anbietet:

    Unter den "Ten Fastest Growing Occupations for College Grads" zeigt die Seite z.B. so akademische Berufe wie Physician assistants (das würde man bei uns wohl eine Arzthelferin nennen), Physical therapist assistants (Krankengymnast) oder Network and computer systems administrators (bei uns eine Fachinformatikerausbildung) an.

    (www.collegeboard.com)

    Natürlich könnte Deutschland seine Akademikerquote massiv steigern, indem es die berufliche Ausbildung abschafft und Colleges für Krankenschwestern und Zahnarzthelferinnen einführt, aber würde das der Gesellschaft weiterhelfen?

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service