Che Guevara

Rose und Stahl

© Alberto Korda

Vor 40 Jahren starb ein kubanischer Rebell im Dschungel, und eine Ikone ward geboren. Ein Rückblick in Bildern auf das Leben des Che Guevara. Revolutionär und Industrieminister, Kämpfer und Bankenchef, Idealist und Ideologe – Ernesto Guevara de la Serna, genannt Che, war ein Mann voller Widersprüche. Heute steht er da als strahlender Held, als Mythos, auch dank dieses Bildnisses. Es ist der 5. März 1960 in Havanna. Bei einer Veranstaltung tritt Che an die Brüstung der Tribüne, und Fotograf Alberto Korda drückt auf den Auslöser. Das Ergebnis ist ein millionenfach reproduzierter, ein epochaler Posterboy. Doch wer steckt hinter dieser unnahbaren Christusgestalt mit dem schwarzen Barett? Wer war dieser facettenreiche Mann, dieser "vollkommenste Mensch unserer Zeit" (Sartre), der "die Härte von Stahl mit der Zartheit einer Rose" (Korda) verband?
Leser-Kommentare
    • tn
    • 05.10.2007 um 23:03 Uhr
    1. Che

    Glückwunsch an einen "Menschenfreund" und "Weltverbesserer" der auch für zahlreiche Erschießungen politischer Gefangener verantwortlich war, darunter, laut Wikipedia, 179 bestätigte und 2000 vermutete Liquidierungen, von denen eine Großzahl unter jene Gruppe fielen, die ohne Gerichtsverhandlung der Konterrevolution beschuldigt wurden. Mit der leitenden Einrichtung sogenannte 'Besserungsanstalten' verstand Che weiterhin sein rigides Verständnis vom 'Neuen Menschen' durchzusetzen, und laut Eigenaussage, wäre er bereit gewesen, Atomwaffen auf die USA abzufeuern, wenn er 1962 die Entscheidungsgewalt gehabt hätte, auch wenn das die Zerstörung Kubas nach sich gezogen hätte.

    Als Politiker war er ein Versager und alle revolutionären Aktivitäten nach der Kubanischen Zeit gingen kläglich in die Hose. Es steht zu vermuten, dass es ohne Kordas Photo gar keinen Che Kult gäbe. Und auch keine T-Shirts, Plakate, Filme und Ansteckbuttons.

    Von daher: Feliz cumpleaños, el Commandante!

    Eine Leser-Empfehlung
  1. tn

  2. Es gibt einen Grund wieso 'wikipedia' in geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern verbannt ist: es ist einfach vill zu unzuverlässig und teilweise mit schweren Fehlern behaftet oder anders ausgedrückt: Falschinformation.

    Ausserdem ist eine Revolution kein Spaziergang und schon gar nicht, wenn man diese mit einer Handvoll Gefolgsleuten starten will.

    Sein scheitern muss nicht unbedingt auf eine Unfähigkeit seinerseits zurückschliessen lassen, sondern kann sehrwohl mit externen Faktoren, die vital für die Revolution sind, erklärt werden. Die Übermacht des Gegners, nicht nur im Kampf sondern bei der Beeinflussung der Bauern etc.. wäre da zu nennen.

    Auf jeden Fall sollte nicht pauschal behauptet werden, dass er ein Versager war (und sich dabei auf Wikipedia beziehen), das ist unterster Stammtischniveau!

    Guten Tag.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Dass der Che in Africa und in Bolivien versagt hat, ist keine Erfindung von Wikipedia. Der Che, als Student von Guerrilla - Technik und Verfasser eines Guerrilla Handbuches hat sogar gegen grundlegende Regeln seines eigenes Buches verstossen und ist auch deshalb gescheitert.
    Eine Analyse warum der romantische Guerrillero in Bolivien gescheitert ist, steht in dem spanischsprachigen Buch "Che Guevara y otras intrigas" in dem Kapitel "Por qué fracasó", in dem Militärs zu Wort kommen. Es ist keine Erfindung von Wikipedia. Das Buch gibt es nicht in deutsch. Eine eigene Übersetzung des Kapitel durch mich selbst kann ich zur Verfügung stellen, vorausgesetzt man weist mir nach, dass dadurch keine Urheberrechte verletzt werden.

    Dass der Che in Africa und in Bolivien versagt hat, ist keine Erfindung von Wikipedia. Der Che, als Student von Guerrilla - Technik und Verfasser eines Guerrilla Handbuches hat sogar gegen grundlegende Regeln seines eigenes Buches verstossen und ist auch deshalb gescheitert.
    Eine Analyse warum der romantische Guerrillero in Bolivien gescheitert ist, steht in dem spanischsprachigen Buch "Che Guevara y otras intrigas" in dem Kapitel "Por qué fracasó", in dem Militärs zu Wort kommen. Es ist keine Erfindung von Wikipedia. Das Buch gibt es nicht in deutsch. Eine eigene Übersetzung des Kapitel durch mich selbst kann ich zur Verfügung stellen, vorausgesetzt man weist mir nach, dass dadurch keine Urheberrechte verletzt werden.

  3. Hiermit schliesse ich mich einem Kommentator an der sagt, dass wenn es das berühmte Portrait - Foto von Che nicht gäbe
    vieles anders wäre.
    Che Guevara wäre dann zum Beispiel viel bekannter durch seine Zitate:
    Eines das sich in einem Gedicht von Hans Magnus Enzensberger befindet lautet:
    "Man muss aus dem Menschen eine durch Hass angetriebene Tötungsmaschine machen".
    So einen würde man dann heute einen Hassprediger nennen.
    Es wäre dann kein Unterschied mehr da ob nun einen mit einem Bild von Che Guevara auf dem T- Shirt herumliefe oder mit einem Bild von Osama Bin Laden.
    Bei beiden ist auch das Feindbild, nämlich die USA identisch.

  4. Dass der Che in Africa und in Bolivien versagt hat, ist keine Erfindung von Wikipedia. Der Che, als Student von Guerrilla - Technik und Verfasser eines Guerrilla Handbuches hat sogar gegen grundlegende Regeln seines eigenes Buches verstossen und ist auch deshalb gescheitert.
    Eine Analyse warum der romantische Guerrillero in Bolivien gescheitert ist, steht in dem spanischsprachigen Buch "Che Guevara y otras intrigas" in dem Kapitel "Por qué fracasó", in dem Militärs zu Wort kommen. Es ist keine Erfindung von Wikipedia. Das Buch gibt es nicht in deutsch. Eine eigene Übersetzung des Kapitel durch mich selbst kann ich zur Verfügung stellen, vorausgesetzt man weist mir nach, dass dadurch keine Urheberrechte verletzt werden.

    Antwort auf "Lieber tn"
  5. Ich habe niemals geschrieben, dass das Scheitern in Bolivien eine Erfindung wikipedias wäre. Dein Kommentar überrascht mir jetzt ein wenig, weil das in keinster Weise das ist was ich mitteilen wollte.

    Ich wollte nur darauf hinweisen, dass man sich sein Wissen nicht bei wiki holen sollte. Denn wikipedia ist wirklech extrem unzuverlässig in historischen oder politischen Artikel. Die sollte man am besten bei Seite lassen.

    Die Frage mit den Urheberrechten kann ich dir leider nicht beantworten. Ich seh aber nach ob ich dieses Buch nicht vielleicht auf englisch oder französisch finde.

  6. erstmal: lest Robert Merles "Moncada". Dann: in einer echten Revolution sterben auch mal Gartenzwerge- yuppppp - so ganz ohne rechtsstaat und Oberlandesgericht....onforställbar!!!!!
    Und letztlich: wenn alle diese super schlaoen, ever grünen wohlstands-revoluzzer, die sich hier ein blasphemisches Urteil erlaubt haben, wieder in ihren Porsche steigen und sich endlich verpissen, haben wir vielleicht eine Chance für ein Neues Deutschland! Bemen!

  7. Ich absolviere demnächst meine mündliche Prüfung über Che Guevara und habe daraufhin auch schon die Biographie "Ich habe Sieben Leben" von Frederik Hetmann gelesen.
    Sie war sehr interessant und aufschlussreich vor allem über die Denkweise Che's. Aber trotz der vielen Lektüren und Filme die ich über Che sah half mir dieser Artikel sehr.
    Aber auch andere Artikel, vor allem über das heutige Idol der Jugend, haben mir weitergeholfen, was dann auch der grund war aus dem ich mich hier angemeldet habe =)

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