Sport-Sponsoring

Wenn Geld Tore schießt

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Immer mehr Fußballklubs werden zum Lustobjekt reicher Finanzmogule. In England hat es angefangen; nun entdecken die Heuschrecken auch die deutsche Provinz. „Ernsthaft bedroht“ sei der europäische Fußball! So schrieb vor wenigen Tagen der Präsident des Europäischen Fußballverbandes (Uefa) Michel Platini in einem Brief an die Regierungs-Chefs der 27 EU-Mitgliedsstaaten. Geld habe im Sport zwar schon immer eine Rolle gespielt, argumentierte er, aber durch das verstärkte und unkontrollierte Engagement neuartiger Finanzinvestoren drohe der Fußball in eine "Schieflage" zu geraten. Um seine These zu untermauern, gebrauchte der Fußball-Präsident drastische Worte: Sein Sport sei „durch die Geschwulst des immer präsenten Einflusses des Geldes bedroht“. Wen oder was meint Platini damit?
Leser-Kommentare
    • amras
    • 19.10.2007 um 15:03 Uhr
    1. Hertha

    Hertha BSC ist kein Ostverein, genausowenig wie das Olympiastasion im ehemaligen Ostteil der Stadt liegt. Der Verein spielte seit jeher in Bundesliga und nicht in der DDR-Oberliga. Die Ostberliner Fußballfans sowie die Fans aus dem brandenburgischen Umland verweigern sich zum Leidwesen von Dieter Hoeness und Co. seit Jahren hartnäckig Hertha BSC und gehen größtenteils zu Union Berlin oder anderen "echten" ostdeutschen Mannschaften.
    Wenn man schon auf der Ost-West Thematik rumreitet, dann sollte man dass auch mit korrekten Fakten tun.

  1. Wie man den reinen Sponsorenvertrag von Gazprom mit Schalke 04 in die Liste nehmen kann bleibt wohl das Geheimnis der beiden Autoren. Etwa wegen der Schlagzeilenträchtigkeit nach dem Motto Schalke wird von Russen übernommen oder einfach nur um Schalkes Image zu schädigen? Oder wissen die Autoren etwa gar nicht, dass gerade Schalke 04 - im Gegensatz zu vielen anderen Vereinen - noch ein eingetragener Verein ist. Zudem hat Gazprom nicht einmal - was anderswo und auch auf Schalke mit Gazproms Vorgänger als Trikotsponsor üblich war/ist - einen Sitz im Aufsichtsrat oder in anderen Vereinsgremien beansprucht.Ich vermisse z.B. den FC Bayern und Eintracht Frankfurt in der Auflistung. Beide "Vereine" haben sich - im Gegensatz zu Schalke 04 - im Profibreich bereits in eine AG umgewandelt . Beim FC Bayern ist adidas mit 10 % und bei Frankfurt sogar private Banken und Privvatperson mit über 25 % eingestiegen als Anteilseigner/Aktionäre.

    • Anonym
    • 01.02.2008 um 21:57 Uhr

    Wunder oh Wunder, daß Herr Platini jetzt schon die Lampe aufgeht; hat er doch nur angesagt, was bereits mindestens seit der Einführung der Bundesliga in Deutschland zu erkennen war.

    isaac ben laurence weismann

  2. Wenn man sich ueberlegt, dass die Entdecker vieler grossartiger Medikamente wie z.B. gegen Kinderaehmung oder Antibiotika, was der Menscheit unbezahlbare Vorteile brachte,  mit einer miserablen Pension ins Alter verabschiedtet wurden, sind die Einnahmen heutiger Fussballer, die teilweise die 4 Grundrechenarten nicht beherrschen, das beste Beispiel fuer die moralische und kulturelle Dekadenz in unsrer Zeit.
    Schlage vor, 6 Monate lang in kein Stadion mehr zu gehen and auch keine TV- Uebertragungen mehr zu machen.

  3. auch Leute, die dem Ball nachlaufen!

    • Hipper
    • 03.10.2008 um 18:18 Uhr

    Hier fliegt aber so einiges durcheinander: Es besteht ein grundsätzlicher Unterschied zwischen Mäzenatentum, Sponsoring und einem renditeorientiertem Investment. Diese Unterscheidung ist insofern wichtig, als dass das Motiv für die Investitionstätigkeit einen massiven Einfluss auf die Personal u. Wirtschaftspolitik ausüben des jeweiligen "Vereins" kann.

  4. Der UEFA geht es wie der FIFA nur um eigene pfründe & machterhalt, das system der bedingungslosen kommerzialisierung wurde von beiden in den letzten jahrzehnten forciert und unterstützt.Fußball findet nachwievor von den Kreisklassen bis zur Verbandsliga statt, der rest ist sponsoren & profitorientierte showtime die zunehmend auch von mafiösen wettbüros unterwandert wird.

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