Birma War es kein Querschläger?
Fotograf Kenji Nagai aus Japan ist bei den Protesten in Birma ums Leben gekommen. Möglicherweise wurde er von den Einsatzkräften mit Absicht getötet.
Die Arbeit in Krisengebieten war Kenji Nagais Leidenschaft. Der japanische Journalist bereiste Afghanistan und den Irak, berichtete in geheimer Mission aus Nordkorea. Birmas Hauptstadt Rangun war die letzte Station des 50-Jährigen. Hier starb er gestern durch eine Kugel der Sicherheitskräfte, als er über die Proteste gegen die Militärjunta berichten wollte.
Nachdem zunächst von einem Querschläger die Rede war, enthüllte der japanische Privatsender Fuji Television Filmmaterial, das einen anderen Hergang der Ereignisse nahelegt und für Entsetzen in Nagais Heimat sorgt: Demnach wurde Nagai offenbar von einem Soldaten zu Boden gestoßen und dann regelrecht hingerichtet.
Auf den Fernsehbildern sind Soldaten zu sehen, die Demonstranten in Rangun verfolgen. Ein behelmter Soldat scheint einen mit Shorts und Sandalen bekleideten - und als Nagai identifizierten - Mann zu Boden zu stoßen. Als der Mann hilflos auf dem Rücken liegt, mit der rechten Hand seine Videokamera fest umklammernd, ist ein lauter Knall zu hören, während ein Soldat sein Gewehr auf Nagai gerichtet hält.
Fuji Television zufolge wurde Nagai keineswegs durch eine verirrte Kugel, sondern mit voller Absicht getötet. "Angesichts des Winkels seiner Waffe scheint dieser Soldat ihn zu erschießen", sagte Koichi Ito, ein früheres Mitglied der schnellen Eingreiftruppe der japanischen Polizei, dem Sender. Fuji Television machte keine Angaben zur Herkunft des Filmmaterials.
Japanische Regierung kündigt Ermittlungen an
Japans Chef-Regierungssprecher Nobutaka Machimura sagte unter Berufung auf einen Arzt der japanischen Botschaft in Birma, eine Kugel sei in Nagais untere rechte Brustkorbhälfte eingedrungen, habe das Herz durchschlagen und sei dann am Rücken wieder ausgetreten. Tokio kündigte Ermittlungen zum genauen Hergang des Todes von Nagai an.
- Datum 28.09.2007 - 08:44 Uhr
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- Quelle ZEIT online, Tagesspiegel online
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birmas generäle zeigen ihr wahres gesicht: brutalität gegenüber der eigenen bevölkerung, offenbar geziehlte ermordung und von zeugen und versuche über alles den mantel des schweigens zu legen.
damit werden sie nicht durchkommen, selbst wenn sie jetzt die lage "befrieden"
zu überlegen wäre, ob man neben internationalen sanktionen nicht auch die olympischen spiele boykottieren sollte. schließlich wird die birmesische machtclique bislang von der chinesischen regierung protegiert. und das wäre nur ein grund von vielen.
darfur, nordkorea und das verhalten gegenüber andersdenkenden im eigenen land wären weitere gründe.
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