Terrorismus Die Spur eines Verwirrten
Als Asim C. mit zwei Handgranaten die US-Botschaft in Wien betreten wollte, trug er ein Buch bei sich. Wer es aufschlägt, gerät in ein islamistisches Netzwerk, das von Saudi-Arabien über Bosnien bis nach Österreich reicht.
Wäre da nicht das Buch, der Fall schiene glasklar. Der gebürtige Bosnier Asim C., 42, betritt am 1. Oktober um 11.30 Uhr den Checkpoint vor der Wiener US-Botschaft. Der Metalldetektor schlägt Alarm. C. trägt in seinem Rucksack zwei Handgranaten, Sprengstoff und etwa 100 Schrauben, die die Schwere des Anschlags noch um ein Vielfaches vergrößert hätten. Er flüchtet und wird vier Straßen weiter von der Polizei gefasst. Später wird man bei C. zu Hause noch ein halbes Kilo Plastiksprengstoff exjugoslawischer Provenienz sicherstellen.
Bei der Vernehmung stellt sich heraus: Der in Tulln wohnhafte C. ist alkohol- und tablettenabhängig, psychisch krank und aufgrund einer Kriegsverletzung in Frühpension. Er stammelt wirres Zeug und beschuldigt den ebenfalls in Tulln lebenden Bosnier Mehmed D., 34, ihm den Rucksack und den Auftrag zu dem Attentat gegeben zu haben. D., der umgehend verhaftet wird, bestreitet die Vorwürfe.
„Wir warten noch auf das psychologische Gutachten“, sagt Gerhard Jarosch, Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft. „Dann überlegen wir, ob wir ihn für unzurechnungsfähig erklären.“ Ist C. bloß ein Verrückter, der seinen inneren Kampf mit den Vereinigten Staaten auf neutralem Wiener Boden austragen wollte? Vieles deutet darauf hin. Wäre da nicht das Buch in seinem Rucksack.
„Alles, was ich zum Buch sagen kann, ist, dass mindestens einmal das Wort 'Islam' darin vorkommt“, sagt Doris Edelbacher vom Wiener Landesamt für Verfassungsschutz. „Was im Buch steht, wissen wir derzeit überhaupt nicht“, sagt Gerhard Jarosch. Einen islamistischen Hintergrund könne man aber wohl ausschließen, so Jarosch.
Die Lektüre des Buches unterstützt diese Einschätzung nicht. Das 212 Seiten dicke, in stark arabisiertem Serbokroatisch verfasste Werk trägt den Titel Namaz u Islamu - „Das Gebet im Islam“. Es ist ein praktischer Leitfaden, wie der fromme Muslim zu beten hat – angereichert mit Ideologie der bedenklichsten Sorte: „Dank sei dem allmächtigen Allah, der alles mit Maß und Ziel richtet und den Ungläubigen eine schmerzhafte Strafe zuführen wird“, lautet der erste Satz. Wenige Zeilen weiter: „Der Grundpfeiler des Islam ist der reine und aufrichtige Glaube, der sich erst im Märtyrertod vollendet.“
Die Autoren dieser Sätze sitzen nicht etwa in einer afghanischen Talibanhöhle oder einer saudischen Koranschule. Sie sitzen in Wien. Als Herausgeber ist der bosnisch-muslimische „Verein zur Förderung der islamischen Kultur in Österreich“ im Impressum vermerkt.
Der Verein residiert in einem zweistöckigen Gründerzeithaus, in dem der islamische Fundamentalismus seine Wiener Dependance haben soll. Keine Klingel, kein Türschild deuten auf die Existenz des Vereins hin. Laut Grundbuch gehört das Haus einer Konvertitin. Das Haustor ist unverschlossen, durch die dunkle Einfahrt hindurch lässt sich ein Gebetsraum erkennen.
- Datum 11.10.2007 - 05:53 Uhr
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- Quelle ZEIT online, 10.10.2007
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Soso, ein bosnischer Muslim, Besucher eines islamistischen Klubs, versucht einen Selbstmordanschlag in einer US-Botschaft - mit einem islamischen "Gebetsbuch" (so nennt man das also in politisch korrektem Deutsch!). Und für den Verfassungsschutz ist klar: "Einen islamistischen Hintergrund könne man aber wohl ausschließen". Bei so viel geballter gutmenschlicher Fachkompetenz wird mir doch gleich richtig wohl ums Herz.
Leider ist die Unkenntnis der europäischen Gesellschaften inklusive Ihrer politischen Vertreter enorm. Kaum jemand kann da unterscheiden, ob es sich um integrierte Personen oder durchgeknallte Moslemfreaks handelt.
Es darf nicht übersehen werden, dass etwa der Aktivismus eines Herrn Schäuble nicht dazu führen wird, islamische Terroristen zu erkennen oder abzuschrecken.
Denn deren Ideologien und Finanzierungen laufen anders, als hier bekannt. Und die Unfähigkeit des Umgangs europäischer Sicherheitsbehörden mit diesen Leuten ist einfach erschreckend.
wollte doch nur einen Rucksack in der US-Botschaft abgeben,sicher ein Lausbubenstreich.Dient die Religionsfreiheit in Österreich zur Kriegsvorbereitung oder worauf soll das hinauslaufen.Nur ein Verwirrter,wieviel laufen hierzulande eigentlich rum von der Sorte?Eurodöner ok Euroislam nein Danke!
dass der mann bloß deshalb für verrückt gehalten wird, weil seine ansichten aus sicht eines europäer derart abstrus sind, dass sie für hirngespinste eines verrückten gehalten werden?
moslemischer extremismus ist einfach irre, so gesehen wären wohl alle fundamentalisten als unzurechnungsfähig einzustufen....
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danke, jetzt weiß ich , wie das geht, dass man "peinliche" Kommentare verschwinden lassen kann*g*.
danke, jetzt weiß ich , wie das geht, dass man "peinliche" Kommentare verschwinden lassen kann*g*.
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Eine Frage....
Verfasst von volker steinkuhle am Fr, 12/10/2007 - 21:47.
...was, bitte, bedeutet "andere User in der besten orientalischen Manier zu diffamieren und denunzieren."?
Bezieht sich "beste orientalische Manier" auf den sog. Nahen Osten? Und wenn ja, welche Länder sind davon ausgeschlossen, bzw. beinhaltet?
Liegt nicht bereits in der Wahl dieser Formulierung eine subtile Art der Diffamierung (von wem auch immer?) verborgen?
@redaktion: ich wollte nur mal ausprobieren, wie und ggf. von wem hier manipuliert wird.
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