New York Der gute AmerikanerSeite 2/2
Hershs Stärke sind seine Quellen, und die kommen aus dem Apparat, dem Militär, den Geheimdiensten. "Wir zitieren niemanden, der nicht auch bereit ist, mit einem Factchecker des New Yorker zu sprechen." Das schrecke manche ab, die Angst vor der Rache der Regierung haben. Hersh zitierte einmal einen Arabisch-Übersetzer des Pentagon, der bekam danach fünf Anrufe aus dem Stab des damaligen Pentagon-Vize Paul Wolfowitz, was ihm denn einfiele, mit Sy Hersh zu reden. Solche Kritik ficht ihn nicht an. "Ich bin ein genauso guter Amerikaner, wie es diese Leute sind."
Dann leistet sich Hersh noch ein paar Seitenhiebe. Das US-Fernsehen, die Networks? Die seien kaum mehr von der Satiresendung "Daily Show" zu unterscheiden. Die New York Times? In Anbetracht ihrer Kapazitäten hätte sie zu Anfang des Irakkriegs mehr leisten können. "Aber jetzt sind nur noch ein paar dutzend westliche Journalisten im Irak", sagt Hersh. "Die Times hat schon mehrere irakische Fixer - die Reporter vor Ort, die die eigentliche Arbeit machen - verloren." Das Internet? Das Internet findet Hersh großartig. "Damit werden unsere Geschichten binnen Stunden weltweit verbreitet."
Die Schlange von Menschen, die Hersh Fragen stellen wollen, reißt nicht ab, aber pünktlich ist Schluss. Remnick guckt auf die Uhr. Draußen brennt die Oktobersonne auf die bunten Videodisplays der Medientürme von Manhattan. Wir sind wieder Höhlenmenschen, die versuchen, das Flackern zu entziffern. Es wirkt besorgniserregend, so viel ist klar.
- Datum 07.10.2007 - 14:34 Uhr
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- Quelle ZEIT online
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It's your turn.
Liebling der Deutschen. DER "STAR-Journalist" (hm).
Ein guter Amerikaner ist er. Aber so gibt es andere, die die ZEIT nicht zitiert. Viele.
Was soll man sagen zu Berichten UEBER Sy Hersh (die man den Deutschen vorsetzt) und anderen, die der ZEIT, Eva und Thomas Kl-B und Naumann nicht passen?
Wohl nichts mehr als was man, pro oder con, in den Bemerkungen zu dem uebersetzten Artikel von Sy Hersh, der vor ein paar Tagen gedruckt worden ist und dem Deutschen Volk die Amerikaner so vorgefuehrt hat, wie es sich wuenscht, finden kann. [Alle Beirege und Kommentare kann man sich aus dem ZEIT Archiv muehelos herausholen und lesen. Da sind mehr als Hundert, nein?]
Eva, sogar in NY gibt es wohl keine NEUEN Nachrichten?
Wir machen uns Sorgen um USA nicht wegen Hersh sondern trotz.
Wir machen uns Sorgen um USA nicht wegen Hersh sondern trotz.
Wir machen uns Sorgen um USA nicht wegen Hersh sondern trotz.
Wir wissen alle, wo SY Hersh steht, ideologisch, meine ich - und das nicht erst seit diesem "Enthüllungsartikel".
Aber die folgenden ihm zugeschriebenen Zitate sind so banal, jeder Erstkläßler hätter sie formulieren können, daß ich mich frage, was die Leute an diesem Mann fasziniert (wenn es solche Leute gibt):
a) Iran? Ja, ein Schlag gegen den Iran stehe bevor aber gegen kleinere Ziele, Trainingslager, die revolutionären Garden. (mein Skatstammtisch hat letztens fast das gleiche von sich gegeben).
b) Die Atombombe, das dauere noch fünf Jahre. Bedrohlich sei die Bombe —vor allem für Israel, denn sie bedeute das Ende des Zionismus (sic - welche Sehergabe!)
c) Wenn der Iran die Bombe hat, gibt die Mittelklasse auf und sagt, 'Wir gehen lieber nach Argentinien oder London, wo wir in Ruhe leben können.'" (Bravo - auf die Idee wäre ich gar nicht gekommen - wahrscheinlich weil sie zu schwachsinnig ist).
Fazit: Der Mann verkauft sich gut, ich achte jeden guten Verkäufer, aber er rennt seit 40 Jahren mit ideologischen Scheuklappen durch die Gegend. Was - zugegebenermaßen - nicht jeder fertig bringt.
Was trotzdem zutrifft, ist Hershs Behauptung der 12 Folternationen, die dann ihre Gefolterten, einmal ausgehört, im Töten u. Verbrennen auf immer verschwinden lassen.
Hier sind wir bei Solschenitzyn, der in den Gulags 1-III berichtet, wie Stalin die Knochen der Gulagtoten zu Mehl zermalmen liess, so dass es keine Gräber gab - als ob die Menschen nie existiert hätten. Sie verschwanden wie der schwed. Wahlenberg(sic) im russ. Imperium.
Auch das Ende von Hershs Artikels ist echt: Man geht hinaus in die Stadt, hat Schreckliches gehört u. kann was damit anfangen?
Auch wenn man vorher weiss, die "Wilhelm Gustloff" mit seinen +11T Flüchtlingen an Bord wird i.d. Nacht noch von einem russ. UBoot geortet u. dreimal getroffen, wie soll man den Untergang des Rettungsschiffes nicht miterleben?
Was trotzdem zutrifft, ist Hershs Behauptung der 12 Folternationen, die dann ihre Gefolterten, einmal ausgehört, im Töten u. Verbrennen auf immer verschwinden lassen.
Hier sind wir bei Solschenitzyn, der in den Gulags 1-III berichtet, wie Stalin die Knochen der Gulagtoten zu Mehl zermalmen liess, so dass es keine Gräber gab - als ob die Menschen nie existiert hätten. Sie verschwanden wie der schwed. Wahlenberg(sic) im russ. Imperium.
Auch das Ende von Hershs Artikels ist echt: Man geht hinaus in die Stadt, hat Schreckliches gehört u. kann was damit anfangen?
Auch wenn man vorher weiss, die "Wilhelm Gustloff" mit seinen +11T Flüchtlingen an Bord wird i.d. Nacht noch von einem russ. UBoot geortet u. dreimal getroffen, wie soll man den Untergang des Rettungsschiffes nicht miterleben?
"...analysts believe the US is deliberately ramping up the rhetoric against the Iranian authorities to prepare public opinion for possible military strikes against Revolutionary Guard facilities within Iran."
http://news.bbc.co.uk/2/h...
Gen Petraeus, der uns vor kurzem seine 'eindrucksvollen' Graphiken praesentierte, die seines Erachtens Evidenz fuer den Erfolg des 'Surge' in Iraq bedeuteten, erklaert heute, dass Irans Botschafter in Baghdad Hassan Kazemi-Qomi ein Mitglied der Quds Force ist. "There should be no question about the malign, lethal involvement and activities of the Quds Force in this country."
Immerhin kann sich Gen Petraeus in einigen Stadtteilen schon wieder auf die Strasse trauen.
Autobomben hatten heute 9 Tote zur Folge.
Ramadan 25, 1428 AH.
Auf den Vergleich mit Plato's Höhlenmenschen hätte man auch selbst kommen können, denn damit ist bereits alles erklärt. Nur hat Amerikas Schattenboxen leider auch unsägliche Auswirkungen auf die Realität ausserhalb der Höhle.
Bitte betrachten Sie meine Ausführungen ohne Bezug zu anderen Kommentatoren;
Die Deutschen haben keinen Weltkrieg gegen die USA vom Zaun gebrochen.
[Dieser Beitrag bestand zu weiten Teilen aus historisch nicht begründbaren Relativierungen, die wir in dieser Form hier nicht begrüßen. Insbesondere die Anmerkung am Ende, die wir deshalb stehenlasssen, sollten Sie sich zu Herzen nehmen: "halbwegs fundierte und allgemein erhältliche" Quellen dürfen Sie angeben - insbesondere, wenn Sie offensichtlich einer extremistischen Mindermeinung anhängen. Die Redaktion/fl]
PS - Alle von mir geschriebenen Ausführungen können Sie in jeder halbwegs fundierten und allgemein erhältlichen historischen Abhandlung nachlesen.
"In the Shiite view, the White House “only looks at Iran’s ties to Iraq in terms of security,” Nasr said. “Last year, over one million Iranians travelled to Iraq on pilgrimages, and there is more than a billion dollars a year in trading between the two countries. But the Americans act as if every Iranian inside Iraq were there to import weapons.”"
http://www.newyorker.com/...
Ein Zitat aus dem lesenswerten Artikel Seymour Hershs von heute in The New Yorker. Vali Nasr, Professor in Tufts und Autor des im letzten Jahr erschienen Buches "The Shia Revival", hatte G. W. Bush im August letzten Jahres ueber die Hintergruende der zunehmenden Gewalt in Iraq informiert. Bush scheint entweder nicht zuzuhoeren oder einfach unbeirrt seinem, sagen wir mal, Wahn zu folgen (es sei dahingestellt, ob es ebenfalls ein religioeser ist, wie man der Fuehrung Irans ja oft unterstellt).
"Iran has had a presence in Iraq for decades; the extent and the purpose of its current activities there are in dispute, however. During Saddam Hussein’s rule, when the Sunni-dominated Baath Party brutally oppressed the majority Shiites, Iran supported them. Many in the present Iraqi Shiite leadership, including prominent members of the government of Prime Minister Nuri al-Maliki, spent years in exile in Iran; last week, at the Council on Foreign Relations, Maliki said, according to the Washington Post, that Iraq’s relations with the Iranians had “improved to the point that they are not interfering in our internal affairs.” Iran is so entrenched in Iraqi Shiite circles that any “proxy war” could be as much through the Iraqi state as against it. The crux of the Bush Administration’s strategic dilemma is that its decision to back a Shiite-led government after the fall of Saddam has empowered Iran, and made it impossible to exclude Iran from the Iraqi political scene."
Abgesehen davon, dass die Dauer der Beziehungen zu Iraq eher in Millenia zu zaehlen sind. Was zum Teufel hat Bush geglaubt, als man Maliki, wie sagt man, die Amtsgeschaefte als Premierminister anvertraute?
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