Polen Polens neue WirklichkeitSeite 2/2

Aufgeklärte Europäer können sich über den Wahlausgang freuen. Die Ewiggestrigen von der Liga Polnischer Familien (LPR), die kürzlich noch einen fundamentalistischen Bildungsminister stellte, hat die Fünfprozenthürde nicht geschafft. Ebenso wenig kam die radikale Bauernpartei Selbstverteidigung mit ihrem skurrilen Anführer Andrzej Lepper ins Parlament. In den kommenden Tagen wird sich herausstellen, ob Tusk mit der europafreundlichen Bauernpartei PSL oder dem Linksbündnis LiD koalieren wird.

 
Leser-Kommentare
    • Anonym
    • 22.10.2007 um 17:32 Uhr

    Na, ja .. ein Durchatmen. Die beiden Kaczyński-Brüder gehören der Vergangenheit an. Die Sonne scheint wieder durch den Wolken. Wir freuen uns mit den Polen, denn nun geht einer der  fanatisierten Brüder hoffendlich in Rente.

    • kmmmk
    • 22.10.2007 um 18:55 Uhr

    Na also, es geht doch, oder?Herzlich willkomen in der EU, Polen!

  1. ... da sieht man es einmal wieder: In der Politik ist es oft das beste, einfach abzuwarten. Irgendwann stürzen sie dann, alle diese Berliner Mauern und Podolesischen Zwergfalangisten.
    Wie unrecht sie doch alle hatten, die den "regime change" in Warschau per Militärschlag herbeiführen wollten....
     
     

  2. ... da sieht man es einmal wieder: In der Politik ist es oft das beste, einfach abzuwarten. Irgendwann stürzen sie dann, alle diese Berliner Mauern und Podolesischen Zwergfalangisten.
    Wie unrecht sie doch alle hatten, die den "regime change" in Warschau per Militärschlag herbeiführen wollten....
     
     

    • arkona
    • 22.10.2007 um 22:04 Uhr

    alles gut, nur es wird übersehen, dass bei diesen Wahlen fast 5 Millionen Polen doch ihre Stimme dem Kaczynski gegeben haben, meistens in Ostpolen. 

  3. DEUTSCHE DAME (Anfang 50, mittelgroß, aschblond), mit mehrjähriger Erfahrung auf dem internationalen Parkett und in der Führung einer Großen Koalition, sucht POLNISCHEN MANN (zwischen 50-55, schlank, groß, blond), liberal, deutschfreundlich (KEIN ZWILLING!) zwecks Vertiefung des deutsch-polnischen Verhältnisses. Deutschkenntnise willkommen!

  4. Herr Tusk ist Pole. Er wurde von seinem Volk mit Mehrheit gewählt. Das ist nichts Neues...eigentlich auch nichts Besonderes. Sein Vorgänger war auch Pole...er profitierte kurzfristig davon, dass er antideutsche Ressentiments, die es in Polen (berechtigterweise) auch gibt, um sich im eigenen Land (erfolgreich), in der EU (weniger erfolgreich) zu positionieren. Die Polen (wahrhaftig kein dummes Volk) erkannten das Spiel und spielten nicht mehr mit.
    Ergebnis: Eine zukünftige polnische Regierung, die erkennt, dass die Vorteile der EU-Mitgliedschaft vor allem dann zu finden sind, wenn man innerhalb derselben durch positiven Mitgestaltungswillen dazu beiträgt, die EU nach vorne zu bringen.
    Polen und die EU können davon nur profitieren. Und dem halben Restzwilling bleibt hoffentlich soviel Zeit, zu erkennen, dass er seinem Land mit Obstruktion gegen die vom Volk gewählte Regierung keinen Gefallen tut.

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