Sport Tischtennis im VollzugSeite 2/2
ZEIT online: Wie es bei Ihnen der Fall ist.
Wallraff:
Einen meiner Freunde habe ich im Gefängnis kennengelernt. Jetzt ist er in Freiheit und wir spielen regelmäßig gegeneinander.
Man sieht es den Menschen ja nicht an, warum sie im Gefängnis sind. Das ist auch erst mal kein Thema. Ist man dann häufiger dort, kann es sich aber ergeben, dass sich jemand anvertraut oder Rat sucht. Beim Tischtennis begegnet man sich auf einer sportlichen Ebene. Das sind Lockerungsübungen.
ZEIT online: Wie locker hat es denn Timo Boll genommen, als sich die Gefängnistore hinter ihm geschlossen haben?
Wallraff:
Natürlich ist es erst einmal gewöhnungsbedürftig, wenn man am Anfang seinen Ausweis abgeben muss und dann von einem Sicherheitstrakt in den nächsten geschleust wird. Aber ich habe Timo Boll als ganz bescheidenen, authentischen Menschen erlebt, der für jeglichen Starkult völlig unempfänglich ist.
Ein bisschen verunsichert war er aber vielleicht doch, immerhin habe ich sechs Punkte gegen ihn gemacht (lacht).
ZEIT online: Steht noch eine Revanche aus?
Wallraff:
Der Nachmittag hat allen Beteiligten viel Spaß gemacht. Ich finde, das sollte man fortsetzen. Timo Boll hat mir schon gesagt, dass er demnächst gerne wieder in einer JVA spielen möchte.
Die Fragen stellte Carolin Ströbele
- Datum 30.07.2008 - 18:13 Uhr
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Sechs Punkte gegen Timo Boll: Respekt, Herr Wallraff! Aber geben Sie zu, dass Sie mit einer Maske des chinesischen Weltklasse-Spielers Ma Lin angetreten sind. Das Täuschen und Tarnen liegt Ihnen ja - berufsbedingt - ganz besonders.;-)
um gegen Boll zu spielen, würde manch einer sogar in den Knast gehen..
tolle Aktion
Markus Thies
schreibt im Tischtennis Blog
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