Globalisierung

Rupien und Regengüsse

© Thomas Fischermann

ZEIT-Autor Thomas Fischermann flog nach Indien zur Wiege der Globalisierung. Mit dem Handy hielt er Meer, Land und Leute fest. Eine Galerie mit Reiseimpressionen Seit Vasco da Gama im Mai 1498 mit seinen Schiffen am Kappad Beach landete, ist die Anreise einfacher geworden. Der portugiesische Königsgesandte brauchte allein für die Hinfahrt fast ein Jahr, und als er Anfang September 1499 wieder in den Hafen von Lissabon zurückkehrte, waren von 160 Seeleuten noch 55 übrig. Immerhin: Seither gilt dieser tropische Strand, in der Nähe des Städtchens Kalikut an der Malabarküste gelegen, als die Wiege der Globalisierung. Da Gama hatte den Seeweg nach Indien entdeckt, und der war die Grundlage für den Handel mit der bekannten Welt. Heute ist es nicht mehr so beschwerlich. Von Hamburg aus fliegt man mit einem einzigen Zwischenstopp in Dubai in die Hafenstadt Kochi, das dauert so etwa vom Nachmittagskaffee bis zum Frühstück am nächsten Morgen. Dabei sitzt man in geräumigen Maschinen vom Typ 747 und 777, zieht am Flughafen ein paar Rupien aus dem EC-Automaten und nimmt dann ein Taxi gen Norden. Das braucht sechs Stunden, aber das liegt vor allem an der Jahreszeit. Viele Straßen sind Matsch.
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