Russland "Präsident Putin hat immer recht"Seite 3/3
In diesem Jahr wird die Wahlüberwachung zum Dekorationselement. Die europäischen Wahlbeobachter sind Russland suspekt, seitdem sie mit ihrer Kritik in der Ukraine 2004 der Orangefarbenen Revolution Argumente lieferten. Vor Kurzem startete Russland in der OSZE einen Vorstoß, die Beobachtermissionen grundsätzlich auf Minikontingente und Stippvisiten zusammenzustreichen. Dabei haben die Wahlbeobachter schon heute nur eingeschränkte Möglichkeiten. Wahlfälschung und Manipulation geschehen oftmals raffinierter als durch das bloße Vollstopfen von Wahlurnen mit vorbereiteten Stimmzetteln. Da es in Russland keine Briefwahl gibt, wurden in früheren Wahlen sogenannte Wanderurnen am Wahltag unkontrolliert von Haushalt zu Haushalt getragen. Ängstliche Wähler sind durch Gerüchte eingeschüchtert, jeder Wahlzettel könne bei der Auszählung durch einen Abgleich der Fingerabdrücke oder seine Lage in der Urne zugeordnet werden.
Universitätsrektoren drohen Studenten, die „falsch“ wählen, mit dem Verweis von der Hochschule. Als zeitgemäße Kontrolle gilt es, ein Handyfoto des ausgefüllten Wahlzettels aus der Wahlkabine zu fordern. Bei der Weiterleitung der Einzelergebnisse im Computer lassen sich, befürchten Oppositionelle, noch ein paar Prozent aufstocken. In Moskau wacht Tschurow über das richtige Ergebnis. Berühmt wurde er für seinen Ausspruch: „Präsident Putin hat immer recht.“
- Datum 05.11.2007 - 13:06 Uhr
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Väterchen Putin erfreut sich bei den Russen enormer Popularität. Seine ganzen "demokratischen" Manipulationen sind dem Volk völlig egal, denn sie würden ihn sowieso wählen. Schon vor Jahren witzelte man in Russland, dass man ihn am liebsten zum Zaren krönen möchte.
Danke für diese kurze und pregnante Darstellung der Russischen Vorwahlsituation.Ich denke allerdings, wenn es um bestimmte Praktiken geht, haben Sie wirklich sehr starke Extrema herausgesucht. Es bleibt nur die interessante Frage: Warum bei einer Zustimmungsrate von über 70% für den Präsidenten braucht er noch solche Praktiken. Woher kommt diese Angst? Und sollte uns das nicht Angst machen?Ein anderer Blog der sich mit russicher Situation beschäftigt ist:www.dejarus.blogspot.com
Wird sich Herr Voswinkel 2008 mit vergleichbarem Furor der amerikanischen Wahl-Farce zuwenden? Antwort: Nur wenn den Bilderbergern der Kandidat nicht passen sollte. Oder? (Was unwahrscheinlich ist, da man solche Detailfragen schon im Vorfeld zu lösen pflegt.) Und am Schluss gibt's ja noch Diebold. Falls mal die anderen Stricke reissen. Putin hat für die Russen allerbeste Arbeit getan. Hatte sich vor den Bundestag gestellt und in beinahe selbsterniedrigender Weise Deutschland seine Freundschaft angeboten. Inklusive garantierter Rohstofflieferungen. Trotz 30 Millionen Toter im WK2. Alles vergessen?Die Massenverelendung der russischen Unterschichten in der Zeit der Allmacht der "Oligarchen" ist beendet. Die Strohmänner der ausländischen "Hedge-Fonds" sitzen hinter Gittern, im Exil oder hinter beidem. Natürlich fließen , wie wir von Herrn Scholl-Latour lernen konnten, ähnlich wie in der Ukraine oder Weißrussland, weiter ausländische Millionen zur politischen Destabilisierung ins Land. Die Finanziers der "Oligarchen" sinnen selbstverständlich auf Revanche. Und praktisch die gesamte Mainstream-Presse im Bundeszwergenland tutet mal wieder brav wie ihr geheißen.
Das russische Außenministerium wies kürzlich darauf hin, dass zu den Präsidenten- und
Parlamentswahlen im November 2004 in den USA nur 92 OSZE-Beobachter
zugelassen wurden, die den Urnengang lediglich in Washington und zwölf
Bundesstaaten kontrollieren konnten.http://de.rian.ru/world/2...Und wie diese gefaked wurden, hat ROBERT F. KENNEDY JR. in seinem Artikel "Was the 2004 Election Stolen?"beschrieben.http://www.rollingstone.c...
So selbstbewusst wie Putin die vergangenen Jahre aufgetreten ist, wundert mich so und so, warum er überhaupt auswärtige Wahlbeobachter zulässt.
Muss man ehrlich sagen, Putin vertritt die russischen Interessen geschickt, nach Innen vielleicht für hiesige Demokratieverständnisse etwas rabiat und nach Aussen etwas erpresserisch. Aber der Erfolg scheint die Mittel zu heilen und ihm recht zu geben.
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