Gesetzliche Rente Mehr Geld für Ruheständler
Die Rente soll im kommenden Jahr wieder stärker steigen: Aktuelle Schätzungen lassen ein Plus von gut einem Prozent erwarten. Endgültig sind die Zahlen jedoch nicht
Die Renten könnten im kommenden Jahr stärker steigen als bislang angenommen. Aktuelle Schätzungen der Deutschen Rentenversicherung Bund, die am Mittwoch veröffentlicht wurden, lassen eine Erhöhung von 1,03 Prozent in West- und 1,13 Prozent in Ostdeutschland erwarten. Arbeitsminister Franz Müntefering hatte bisher von einer Erhöhung ähnlich wie im laufenden Jahr gesprochen, die bei bundesweit 0,54 Prozent lag.
Allerdings beziehen sich die nun vorliegenden Schätzungen auf vorläufige Zahlen. "Insofern wird sich auch die tatsächliche Rentenanpassung 2008 von den aktuell geschätzten Werten unterscheiden", hieß es.
Hintergrund ist die gute Entwicklung von Konjunktur und Arbeitsmarkt, die sich zunehmend in den Sozialversicherungen niederschlägt. Die Rentenentwicklung ist an die Entwicklung von Löhnen und Gehältern gekoppelt. Die frühere, niedrigere Schätzung beruhte auf älteren Annahmen der Regierung zur Wirtschaftsentwicklung; die neue Schätzung bezieht die nach oben revidierten Daten ein. Eine endgültige Entscheidung über die Anpassung wird erst im Frühjahr 2008 erwartet, wenn das Statistische Bundesamt Zahlen zur Einkommensentwicklung vorlegt.
In diesem Jahr waren die Altersbezüge erstmals seit vier Jahren wieder angehoben worden. Ein Rentner mit 45 Beitragsjahren und 1100 Euro Rente erhielt damit sechs Euro mehr. Da Rentenerhöhungen Millionen Menschen betreffen, gelten diese Entscheidungen als heikel.
Angesichts der guten Konjunktur und höheren Einnahmen wächst auch die "eiserne Reserve" der Rentenkassen. Sie werde zum Jahresende bei voraussichtlich 11,5 Milliarden Euro oder 0,72 Monatsausgaben liegen, teilte der Schätzerkreis der Rentenversicherung mit. Gesetzlich vorgeschrieben sind 1,5 Monatsausgaben.
Die Rentenschätzer wandten sich gegen Spekulationen, wonach im Wahljahr 2009 die Beiträge zur Rentenversicherung - derzeit 19,9 Prozent von Lohn oder Gehalt - gesenkt werden könnten. Dies sei erst im Jahr 2011 möglich. Die Bundesregierung hingegen rechnet damit, dass der Beitrag erstmals im Jahr 2013 einmalig auf 19,7 Prozent sinken kann. Früheren Angaben zufolge sieht die Rentenversicherung die Möglichkeit, 2011 sogar auf 19,1 Prozent herunterzugehen.
- Datum 01.11.2007 - 05:36 Uhr
- Quelle ZEIT online, reuters
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Hoffentlich bekommen die Rentner und Rentnerinnen keinen Konsumrausch.
- Nein, bekommen sie nicht. !?
- Nein, bestimmt nicht.
Denn sie bekommen die 6 Euro gleich an der nächsten Tankstelle oder beim ersten Lebensmitteleinkauf abgenommen. Und wenn sie den Rest schön sparen, können sie vielleicht 2008 einen Kaffee trinken gehen. Wenn nicht noch eine Praxisgebühr für chronisch Kranke oder eine neue Zuzahlung an der Apotheke dazwischen kommt.
Also, liebe Rentner und Rentnerinnen, nicht zu übermütig werdenn ;-)
Ist es denn eine echte Erhöhung der Rente, wenn diese nicht einmal über die zu erwartende Inflationsrate für 2008 ansteigt? Der IWF sieht sie 2008 bei 2 Prozent. Muss so ein Artikel das nicht wenigstens erwähnen?
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