Frankreich Krawalle erschüttern Paris

Die zweite Nacht in Folge kam es in mehreren Pariser Vororten zu Krawallen. Jugendliche lieferten sich Straßenschlachten mit der Polizei, Dutzende Beamte wurden verletzt

In vier Pariser Vorstädten zündeten Jugendliche Autos an. Allein in Villiers-le-Bel gingen zehn Autos sowie zahlreiche Mülltonnen in Flammen auf. Dutzende Jugendliche griffen mit Wurfgeschossen und Flaschen die Sicherheitskräfte an, die Tränengas und Gummigeschosse einsetzten. Barrikaden brannten. Nach unterschiedlichen Angaben französischer Sender wurden insgesamt zwischen 30 und 40 Beamte verletzt.

Auch mehrere Gebäude, darunter eine Bücherei, ein Kindergarten sowie mehrere Geschäfte, wurden von Randalierern angezündet. Die Polizei setzte Tränengas und Gummigeschosse ein. Journalisten, die die Krawalle filmen wollten, wurden von Jugendlichen angegriffen. Die Unruhen griffen später auf weitere Städte des Départements Val d'Oise nördlich von Paris über.

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In Villiers-le-Bel leben 27.000 Menschen, viele von ihnen sind Einwanderer aus arabischen und afrikanischen Ländern. Die Stadt gilt wie viele andere nördliche Pariser Vororte als "sensible Zone".

Die Krawalle hatten sich bereits am Vorabend am Tod zweier jugendlicher Motorradfahrer entzündet, die mit einem Streifenwagen kollidiert waren. Anschließend waren in Villiers-le-Bel 28 Autos in Flammen aufgegangen und 40 Beamte verletzt worden. Die örtliche Polizeiwache brannte aus, die des Nachbarortes Arnouville wurde verwüstet. Zwei Autowerkstätten und eine McDonald's-Filiale sowie zwei Geschäfte wurden angezündet. Es gab neun Festnahmen.

Gegen die am Unfall beteiligten Beamten wird nun routinemäßig wegen fahrlässiger Tötung und unterlassener Hilfeleistung ermittelt. Innenministerin Michèle Alliot-Marie forderte die volle Aufklärung des Unfallhergangs. Die Hinterbliebenen der Jugendlichen riefen zur Ruhe auf.

Die Polizeiinspektion geht davon aus, dass die 15 und 16 Jahre alten Jugendlichen auf dem nicht zugelassenen Kleinkraftrad zu schnell gefahren sind und die Vorfahrt des Polizeifahrzeugs nicht beachteten. Angeblich soll das Motorrad gestohlen worden sein und die Jugendlichen seien ohne Helm unterwegs gewesen. Der Streifenwagen fuhr angeblich ohne Blaulicht. Einwohner von Villiers-le-Bel bezweifeln allerdings diese Version.

Auf seiner China-Reise rief Präsident Nicolas Sarkozy dazu auf, "sich zu beruhigen". Die Justiz müsse zügig klären, wer für den Unfall verantwortlich sei.

Die Szenerie erinnerte an die wochenlangen Jugendkrawalle in Einwanderervierteln vor zwei Jahren . Im Herbst 2005 waren zwei Jugendliche im nordöstlichen Pariser Vorort Clichy-sous-Bois auf der Flucht vor der Polizei in einem Umspannwerk ums Leben gekommen. Auch damals hieß es von offizieller Seite zunächst, die Polizei trage keine Schuld an dem Tod der jungen Leute.

 
Leser-Kommentare
    • Rellem
    • 27.11.2007 um 11:38 Uhr

    Hi @ll
    Wieder das gleiche Spiel.
    Ein Verkehrsunfall bei dem noch nicht mal klar ist was eigentlich
    passierte, und schon rasten die *Migranten muslimischen "Glaubens"* aus.
    Sie prügeln, brandschatzen und missachten die Gastfreundschaft genau des Landes was sie mal aufgenaommen hat.
    Das die Mehrheit der Franzosen genau das verabscheut, haben sie nicht begriffen und werden sie auch nie begreiffen.
    Eines allerdings haben die "Migranten" sehr wohl begriffen, das je
    dummdreister und gewalttätiger sie auftreten, sie umso eher bekommen
    sie was sie wollen.
    -die Einheimischen ziehen weg
    -die Polizei zeigt keine bis wenig Präsenz
    -sie schaffen auf diese Weise ethisch reine Araber-Ghettos wo sie ungestört unter sich sind(Kolonialismus auf die kalte Art)
    -das einzige was sie aktzeptiern sind Sozialtransfers in beliebiger Höhe
    Gruss
    Rene

  1. "Bürger mit Migrationshintergrund" setzen Jagtwaffen gegen "Polizisten ohne Migrationshintergrund" ein.  Ein Sprecher einer Polizeigewerkschaft sagte, die Unruhen seien gewalttätiger gewesen als bei den wochenlangen Krawallen im Herbst 2005. Jugendliche hätten Schüsse auf die Sicherheitskräfte abgegeben. „Wir haben es mit einer Stadtguerilla zu tun, die mit Waffen ausgerüstet ist“. "Le Parisien": En Polizist wurde von einer großkalibrigen Kugel an der Schulter verletzt",  Mehrere andere Beamte - die Zeitung spricht von 25 - wurden von Schrotgeschossen verwundet. Augenzeugen berichteten, Randalierer hätten Jagdgewehre in der Hand gehalten.Das könnten die Anfänge eines Bürgerkriegs werden, mit dem die Franzosen schon lange rechnen.

    • QUOTE
    • 27.11.2007 um 13:07 Uhr

    There I was completely wasting, out of work and downAll inside its so frustrating as I drift from town to townFeel as though nobody cares if I live or dieSo I might as well begin to put some action in my lifeBreaking the law, breaking the law(...)So much for the golden future, I cant even startIve had every promise broken, theres anger in my heartYou dont know what its like, you dont have a clueIf you did youd find yourselves doing the same thing tooBreaking the law, breaking the law(...)You dont know what its likeBreaking the law, breaking the law(...)Judas Priest - "Breaking the law"

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