Wälder
Grüne Schatzkammern
Nur noch wenige Urwälder gibt es auf unserer Erde. Sie sind ebenso unterschiedlich wie faszinierend. Eine Bildergalerie.
Die menschliche Kultur begann mit Rodungen: Wo einst Urwald war, entstanden Ackerflächen. Der Wald lag nun als Grenze um die Ansiedlungen – ein geheimnisvoller, dunkler Ort. In zahlreichen Mythen und Märchen, Legenden, Erzählungen, Bildern, Filmen ist diese Faszination überliefert: Im Wald hausen Räuber, Gespenster und rätselhafte Eremiten. Im Wald gelten andere Gesetze als außerhalb, die Kategorien geraten durcheinander, alles scheint möglich.
Der Wald liefert unserer Fantasie, wie es der Kulturwissenschaftler Robert Pogue Harrison formuliert hat, einen „Spiegel der Kultur“. Zumal seit aus den kleinen Ackerflächen Dörfer, Städte, Industrieflächen und Ballungszentren geworden sind. Die Sorge um das Schwinden der Wälder, so Harrison, hat eine kulturelle Bedeutung, die über die erschreckenden Befunde der Ökologen weit hinausgeht: Ohne diese geheimnisvolle Naturzone könnte auch die menschliche Kultur nicht länger existieren.
Natürlich sind auch die bloßen Fakten erschreckend genug: Die intakten Urwälder der Erde sind auf ein Fünftel ihrer Fläche zurückgedrängt. 20.000 Tierarten sterben jedes Jahr in Folge der Waldzerstörung aus. Von der Bedeutung der Wälder für das aus dem Gleichgewicht geratene Klima ganz zu schweigen. Greenpeace weist seit Anfang der neunziger Jahre in einer Waldkampagne auf diese Entwicklung hin.
Im Rahmen dieser Kampagne hat die Umweltorganisation jetzt den Band
publiziert. Er enthält – neben kurzen, informativen Texten – zahlreiche Fotos von Markus Mauthe. Im Auftrag von Greenpeace hat der Naturfotograf fünf Jahre lang die letzten Urwälder fotografiert (unser Bild zeigt Araukarien, die auffälligen Bäume in Patagonien). Auch wenn die Fotografien konventionell gehalten sind und manchmal den Kitsch nicht scheuen, ihre Funktion erfüllen sie allemal. Nämlich sichtbar zu machen, was hinter den Zahlen leicht verschwindet: die Schönheit und Faszinationskraft der Wälder.
- Datum 06.12.2007 - 09:00 Uhr
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Bei solch wundervollen Fotos will ich ja ungern meckern, aber wenn ich nicht vollkommen falsch liege, werden auf dem ersten Bild keine Alercen gezeigt, sondern Araukarien. Erstere sind Zypressen, die in der Tat in Patagonien, an der Carretera Austral, wachsen. Araukarien wachsen etwas weiter noerdlich in den Anden, man kann sie z.B. im Nationalpark Huerquehue in Chile, also auch in Patagonien, bewundern.
könnte man angesichts des Titelbildes und in Anbetracht auch von den zahlreichen hier nicht dargestellten verbauten und verschandelten Landschaften sich sagen.
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