Ausländerfeindlichkeit Und keiner griff ein
Bei zwei Angriffen auf Ausländer sind in Magdeburg am Wochenende vier Menschen verletzt worden – unter den Augen zahlreicher Schaulustiger
In der Nacht zum Sonntag wurden in der Magdeburger Innenstadt vier Afrikaner aus dem Niger von drei Männern angegriffen. Ein Täter habe die Gruppe angerempelt, dann schlugen die Männer zu und riefen ausländerfeindliche Parolen, berichtete die Polizei. Im Laufe der Auseinandersetzung gesellten sich aus den Reihen der Umstehenden mindestens drei weitere Angreifer hinzu. Ein Passant habe schließlich die Polizei alarmiert.
Zwei der Afrikaner und einer der herbeigerufenen Polizisten wurden verletzt. Die Schläger konnten entkommen.
Zuvor war bereits am Samstagabend eine schwangere Irakerin in einem Bus geschlagen worden. Die 20 Jahre alte Frau war gegen 22.00 Uhr mit ihrem zweijährigen Kind im Kinderwagen in Begleitung einer weiteren Frau und dreier Männer aus dem Irak in den Bus gestiegen. Sofort seien sie von einer Gruppe Deutscher beschimpft und beleidigt worden, teilte die Polizei mit. Dann habe ein 30 Jahre alter Mann die Schwangere aufgefordert, Platz zu machen, und ihr unvermittelt ins Gesicht geschlagen. Kurz darauf habe ein 28-Jähriger sie gegen ihren Kinderwagen gestoßen.
An einer Haltestelle flohen die Angreifer. Die Irakerin wurde mit Unterleibsschmerzen in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei nahm die 28 und 30 Jahre alten Angreifer wenig später fest. Am Sonntag wurden sie jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt. Der Staatsschutz nahm in beiden Fällen Ermittlungen auf wegen Volksverhetzung, Beleidigung, gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung.
Die Mobile Beratung für Opfer rechtsextremer Gewalt rief nach den beiden neuerlichen ausländerfeindlichen Überfällen Zeugen zu mehr Zivilcourage auf. «Niemand muss gegenüber Gewalttätern den Helden spielen. Doch ein Handy hat fast jeder in der Tasche. Es reicht aus, die Polizei zu rufen und sich anschließend als Zeuge zur Verfügung zu stellen», sagte Sprecherin Martina Nees. Es sei besorgniserregend, dass es manche Zeugen an einem Mindestmaß an Zivilcourage mangeln ließen.
- Datum 05.12.2007 - 12:35 Uhr
- Quelle ZEIT online
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unweigerlich melden sich dann wieder jene zu Wort, die rechtfertigen, dass schließlich täglich auch irgendwo in Deutschland Deutsche von Ausländern angegriffen werden. Als ob man das eine durch das andere rechtfertigen könnte. Wahrscheinlich wird die ZEIT aufgefordert werden, sich zu rechtfertigen, warum sie immer nur über derartige "Zwischenfälle" berichtet - und außerdem, es war ja schließlich keiner dabei und wahrscheinlich waren es sogar die Ausländer, die wieder einmal angefangen haben und so weiter und so fort. Die übliche "Totschlägerargumentation", die der Verharmlosung und Relativierung dienen soll. Es ist müßig. Also Leute, um der Ironie Genüge zu tun: es gibt keine Ausländerfeindlichkeit in Deutschland, es kriegen nur die was ab, die es auch verdient haben, so!
Schon wieder so eine "jugendtypische Verfehlung" - diesmal nicht in Muegeln, sondern zufaellig in Magdeburg - da sind doch mindestens wieder EUR 500,- faellig, diverse Strafen auf Bewaehrung und - etliche Stunden Sozialarbeit nicht zu vergessen,und natuerlich die in solchen Faellen ueblichen und bewaehrten Stellungnahmen des oertlichen Buergermeisters und auch des Innenministers, wie gehabt...
wenn diese weder gewillt noch fähig sind, rechtzeitig vor Ort zu sein und einzugreifen? Abgesehen davon hat sich die Polizei in Sachsen-Anhalt in der Vergangenheit in erster Linie dadurch bekannt gemacht, dass für sie kein ausreichender Grund für einen Einsatz oder gar rechtsextreme Motive der Täter vorlagen. Überdies wird Sachsen-Anhalt mit SA abgekürzt. Noch Fragen?Auf der anderen Seite lese ich in der ZEIT niemals etwas von türkischen Gangs, die in Mainz, Berlin oder Hamburg mit zwölf Mann gegen 2 Deutsche in die Schlacht ziehen und sich selbst ausdrücklich als nationalistische Türken bezeichnen.Wie kommts? Wollen wir das Bild vom "kackbraunen Osten" schlichtweg weiter kultivieren? Oder verabschieden wir uns langsam vom "mültikültürellen" Gesellschaftsbild der letzten 30 Jahre und ziehen in Betracht, dass es nicht nur arme, hilfsbedürftige Ausländer gibt, vor denen sich der Deutsche als guter Freund aufspielen kann, sondern auch den rachsüchtigen, verblendeten Fremden, der uns angreifen will?Wer die graue Masse wegschiebt, kriegt sie als braune Masse wieder. Wenn Deutsche sich von Fremden schlichtweg durch deren bloße Präsenz bedroht fühlen, stimmt etwas im Zusammenleben nicht. Aber den Deutschen einzuprügeln, dass "man da durch müsse", um irgendwann zur grünen Sozialutopie zu gelangen, verstärkt bloß das Bedürfnis nach radikalen Lösungen.
"Es sei besorgniserregend, dass es manche Zeugen an einem Mindestmaß an Zivilcourage mangeln ließen."
Da die Zeugen feigen sind halte ich für ein Glücksfall. Viele von ihnen träumen bestimmt davon einen Ausländer zu verhauen um seinen Frust abzubauen,. Wie immer ist der Ausländer schuld, dass ein Ossiversager (oder eine gescheiterte Wessiexistenz) von Harzt IV leben muss und seine gezwungene Freizeit vor der Glotze verbringt, Kohlenhydrate in sich stopft und seine Kinder verhungern läßt.
Kann es auch sein das Mentschen nicht dazu niegen die Politzei auf ihren handy anzurufen wenn neben ihnen jemand geschlagen wird um zu vermeiden das Nächste Ziehl zu werden ? Wollen leute villeicht grad nicht das Gewaltbereite dann mitkrigen wer gegen sie ausgesagt hat und den dannach mal gesuchen kommen ? Wir hab uns in Deutschland lange um den Täterschutz gekümmert auch ab und zu schon mal um den Opferschutz, nur wie ist es mit Strafen ? Wenn jemand wegen Prügellns nur Geld und leichte haft Strafen krigt kan er danach noch mal schnell die Zeugen besuchen und so sicherstellen das beim Nächsten mal niemand mehr hinsieht, Was bekomen denn heute jugentliche die Gewalttätig werden Für Straften die so was in zukunft verhindern ? Villeicht sollten wir uns nicht anmasen das Zivilcorage und Zeugen zwar dringent gebraucht werden und hohe Werte Verteidugen aber im Rechtssysten nicht besonders Geschützt sind und in der öffentlichen Welt auch nicht besonders angesehen. Welcher Chef ist nicht sauer wenn ein Arbeitnehmen mal 3 Stunden zu spät kommt mit der entschuldigung das er noch schnell als Zeuge beieiner Schlägerei im bus Aussagen muste.
dass überhaupt noch Ausländer im Land sind, wo sie täglich überall verprügelt werden.Das übliche Deutschen- und insbesondere Mitteldeutschen-Bashing nimmt munter seinen Lauf. Die üblichen Moralapostel wussten es schon immer und können sich an ihrem moralischen Herrenmenschentum mal wieder weidlich ergötzen.Ergötzt man sich umgekehrt an ausländischer Gewalt in Deutschland? Nein, wahrscheinlich bereits zu normal. Fragen Sie mal den Oberstaatsanwalt von Köln...Gewalt ist in jedem Falle verachtenswert, aber hier wird billige Propaganda betrieben, nicht mehr.Eine gewaltfreie Gesellschaft ist nun leider einmal utopisch. Dass in Deutschland Gewalt grundsätzlich nur von Deutschen ausgeübt wird inzwischen scheinbar sicheres Wissen, nach täglicher Gehirnwäsche.Ganz davon zu schweigen, dass es natürlich genau so war wie beschrieben, genau so und nicht anders...Kommt es heut abend wieder auf CNN, wie Ermyas M.. oder Mügeln? Was war denn das Ergebnis der Ermittlungen? Kam nicht ganz so groß in die Schlagzeilen, weil unpassend zur Propaganda...Angewidert von grenzenloser Dummheit und Willfährigkeit
Alle Angreifer konnten entkommen. Die Polizei sucht nun nach einem
jungen Punker als Zeugen. Er hatte den Angaben zufolge die Afrikaner
couragiert verteidigt und war dabei von den Tätern massiv geschlagen
und getreten worden (Deutsche Welle Online).Ein junger Punker, wohlgemerkt, hat sich den Rechten in den Weg gestellt und die Opfer verteidigt. Da das aber nicht ins Weltbild des deutschen Normalbürgers passt, lieber nicht erwähnen, nicht war, Zeit?
In dem Fall der 4 Afrikaner steht immerhin, dass ein Passant die Polizei gerufen hat.
Das ist dann schon korrekt, finde ich.
Weniger, dass offensichtlich die 2 Polizisten nicht in der Lage waren, die Personalien der Angreifer festzustellen und diese entkommen konnten.
Das ist ein fatales Zeichen und wird sicher nicht die Zivilcourage fördern.
Es wird unabdingbar sein, dass die staatlichen Organe, allen voran die Polizei, in solchen Situationen unmissverständlich und mit Erfolg durchgreifen und nicht halbherzig reagieren.
PS: Lese gerade Komm 7: danke für die Info.
Ich bemerke immer mehr eins: um eine Meldung möglichst schnell bringen zu können, wird immer schlampiger recherchiert, egal, welche Zeitung..
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