Medien Wird Claus Kleber "Spiegel"-Chef?
Medienberichten zufolge soll ZDF-Nachrichtenchef Claus Kleber den Posten des scheidenden "Spiegel"-Chefredakteurs Stefan Aust übernehmen. Das ZDF bestätigte die Anfrage des Nachrichtenmagazins. Kleber habe sich aber noch nicht entschieden
Bei der Suche nach einem Nachfolger für Stefan Aust als Chefredakteur des Spiegels gibt es einen heißen Kandidaten: Offenbar soll Claus Kleber, seit 2003 Moderator und Chef des heute-journals , die Redaktion des Hamburger Wochenmagazins führen.
Auf diese Personalie haben sich die beiden Hauptgesellschafter des Spiegels, die Mitarbeiter KG und der Verlag Gruner + Jahr, am Freitag verständigt. Die Erben des Magazingründers Rudolf Augstein würden die Entscheidung nicht mittragen, berichtete die
Frankfurter Allgemeine Zeitung
. Der Spiegel-Verlag wollte sich auf Nachfrage nicht zu der Meldung äußern. Gruner + Jahr erklärte: "Wir kommentieren den Bericht nicht." Auch die Mitarbeiter KG des Spiegel war zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
Ein ZDF-Sprecher sagte: "Die Anfrage vom Spiegel ist beim ZDF bekannt. Es ist noch keine Entscheidung getroffen." Kleber selbst hielt sich am Freitag in den USA auf.
Kleber ist seit 2003 Redaktionsleiter und Moderator des heute-journals . Zuvor berichtete er fünfzehn Jahre lang als Korrespondent für ARD-Anstalten sowohl in Hörfunk- als auch in Fernsehbeiträgen aus den USA. Dort hat er die wichtigsten US-Politiker persönlich kennengelernt und interviewt, darunter beide Präsidenten Bush - Vater wie Sohn - und Bill Clinton. Claus Kleber ist seit 1982 mit einer Ärztin verheiratet und hat zwei Töchter.
Vor der endgültigen Entscheidung sei nur noch der Chefredakteur der Frankfurter Rundschau, Uwe Vorkötter, mit im Rennen um die Nachfolge von Stefan Aust gewesen.
Klebers Stellvertreter als Spiegel-Chef soll laut FAZ Matthias Müller von Blumencron werden, der bisherige Chefredakteur des Internetangebots Spiegel online . Als stellvertretender Chefredakteur verbleiben solle Martin Doerry, dazu werde noch nach einem dritten Stellvertreter gesucht.
- Datum 07.12.2007 - 10:52 Uhr
- Quelle ZEIT online, dpa
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Klaus Kleber ist sicher eine perfekte Wahl. Nur nicht für den SPIEGEL! Oder sieht das Anforderungsprofil für einen neuen Spiegel-Chefredakteur vor, daß beste persönliche Beziehungen in sehr konservative Wirtschaftskreis, in die Union, in den Vatikan etc. vorhanden sein müssen. Ein Chefredakteur des Spiegels, der Mitglied der katholischen Studentenverbindung AV Guestfalia Tübingen im Cartellverband (CV) ist, daß wäre ein sehr wichtiger Grund, den Spiegel nur mit sehr spitzen Fingern anzufassen. Einen Kleber-Spiegel werde ich mir ganz bestimmt nie kaufen oder lesen! Wem hat Augstein nur seine Anteile überlassen, eine ganz armselige Bande. Eine Schande. Die Einstellungen und Haltungen Klebers passen nicht zum Spiegel.
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