Pakistan Oppositionsführerin Bhutto getötet
Benasir Bhutto, Oppositionsführerin und ehemalige Ministerpräsidentin Pakistans, ist bei einem Selbstmordanschlag ums Leben gekommen.
Knapp zwei Wochen vor den Wahlen in Pakistan ist Oppositionsführerin Benazir Bhutto von einem Selbstmordattentäter ermordet worden. Mit Bhutto starben etwa 20 ihrer Anhänger. Präsident Pervez Musharraf, der erst vor zehn Tagen den Ausnahmezustand aufgehoben hatte, rief die Bevölkerung zur Ruhe auf. Im Ausland wurde der Anschlag scharf verurteilt.
Pakistanische Fernsehsender berichteten, der Attentäter habe nach
Ende einer Wahlveranstaltung mit Tausenden Anhängern in der
Garnisonsstadt Rawalpindi auf den Geländewagen geschossen, mit dem
die charimatische Ex- Regierungschefin wegfahren wollte. Anschließend
habe er sich dann in die Luft gesprengt und rund 20 Menschen mit in
den Tod gerissen.
Die schwer verletzte Bhutto wurde in das Krankenhaus von
Rawalpindi gebracht. Sie sei bereits bewusstlos gewesen, als sie im
Krankenhaus eintraf. Nach unbestätigten Meldungen war sie von einer
Kugel im Nacken getroffen worden.
Hunderte aufgebrachte Anhänger Bhuttos sammelten sich nach
Bekanntwerden des Todes der Oppositionsführerin vor dem Krankenhaus.
In Sprechchören machten sie ihrer Wut gegen die Regierung Musharraf
Luft. Auch aus anderen Städten des Landes wurden am Abend teils
gewalttätige Proteste gemeldet. In der nordwestlichen Stadt Attock
wurde das Gebäude der Regierunspartei geplündert. In einer ersten
Reaktion rief Musharraf die Bevölkerung dazu auf, Ruhe zu bewahren.
Zuvor hatte er eine Dringlichkeitssitzung seiner engsten Mitarbeiter
einberufen.
Der britische Außenminister David Miliband äußerte sich am
Donnerstag in London «zutiefst geschockt». Das Attentat sei ein
«sinnloser Angriff» gewesen. Bhutto sei sich des Risikos bewusst
gewesen, nach Pakistan zurückzukehren. «Aber sie war überzeugt, dass
ihr Land sie braucht.» Der französische Außenminister Bernard
Kouchner zeigte sich «schwer erschüttert».
Pakistans ehemaliger Premier Nawaz Sharif, ein politischer Rivale
Bhuttos, sprach von einer «Tragödie für die gesamte Nation». «Das ist
eine sehr ernste Situation für das Land», sagte Sharif dem britischen
Sender BBC. Die Regierung hätte mehr für Bhuttos Schutz tun müssen.
Der Anschlag kam nur zehn Wochen nach Bhuttos Rückkehr aus dem
selbst gewählten Exil. Nur Stunden nach ihrer Rückkehr am 18. Oktober
waren bei einem Selbstmordanschlag auf ihre Wagenkolonne in Karachi
140 Menschen getötet worden. Sie selbst blieb damals unverletzt.
Die charismatische 54-Jährige spielte seit Jahrzehnten in der
pakistanischen Politik eine maßgebliche Rolle, unter anderem war sie
zwei Mal Regierungschefin. Wegen Korruptionsvorwürfen wurde sie jedes
Mal abgesetzt, was aber ihrer Popularität im Volk keinen Abbruch tat.
- Datum 28.12.2007 - 11:25 Uhr
- Quelle ZEIT online, dpa
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Meine sehr geehrten Damen und Herren.Der 27.12.2007 ist ein Trauertag für Pakistan. Ein Verlust der Freiheit und Demokratie.Meine Anteilnahme Dient der Ex Präsidentin Frau Bhutto. Jedoch wird die Arbeit im Ihren Sinne, Nachhaltig für die Menschen und das Land fortgeführt.gezFreiherr Antonio von SALIS
Pakistan ist ein gewalttätiges aufgeheiztes Land, ein vielköpfiges Reservoir für menschliche Bomben. Wer will wirklich all dieser jungen, armen und aggressiven Männer Herr werden? Der Islam tut sein übriges.*Innerhalb des Landes tobt seit langem ein Machtkampf zwischen prowestlichen Fraktionen und islamistischen Fundamentalisten. Diesem unerbittlichen Machtkampf ist Bhutto nun zum Opfer gefallen. Ihr größter Fehler: Sie hatte den Taliban den Kampf angesagt.Sie war keine Jeanne d´Arc. Benazir Bhutto war eine korrupte Opportunistin - aber sie hatte auch Charisma. Und Charisma ist das, was all ihren anderen korrupten politischen Gegenspielern abgeht. Und sie war eine Frau! In einem Land, in dem die Scharia 1979 als Grundlage der Rechtssprechung eingeführt wurde und Frauen in einer permanenten institutionalisierten Unterdrückungs- und Bedrohungssituation hält, eine ganz erstaunliche Tatsache. Es steht schlecht um Pakistan - nicht zuletzt Dank der US-Amerikaner, die jede Entwicklung in Richtung Demokratisierung konsequent zu verhindern wußten.Seit seiner Unabhängigkeit 1947 ist Pakistan im eisernen Griff der Militärs. Das Militär ist ein regelrechter Staat im Staate. Ohne dieses Militär würde das Land in Chaos und Terror versinken. *Vergleicht man die Geschichte Pakistans und Indiens nach der Unabhängigkeit 1947 kann man in etwa ermessen, welchen Einfluß Religionen auf die Entwicklung eines Staatswesens haben können. Während Indien eine wirtschaftlich aufstebenden Demokratie westlicher Prägung ist, verharrte das islamische Pakistan auf dem Stand eines zweitklassigen Drittweltlandes!
... nach Unruhen, Instabilität und evtl sogar Bürgerkrieg. und pakistan besitzt Atomwaffen...
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