Energie Sonnenstrom aus Afrika
Schon heute legt die Politik fest, wie wir unseren Energie-Durst in ferner Zukunft stillen. Ihr Problem: Klimaschutz, Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit sind kaum zu vereinbaren
Das Jahr 2020 soll, glaubt man Hans Müller-Steinhagen, die Wende für unsere Energieversorgung bringen: Öl und Gas sind dann besonders knapp und extrem teuer. Zugleich liefern Wind, Sonne und andere Öko-Energieträger dank des technischen Fortschritts und der Massenproduktion viel kostengünstiger Strom als heutzutage. „Ab dem Jahr 2020 wird ein Energiemix mit einem hohen Anteil Erneuerbarer wirklich günstig“, erklärt der Leiter des Instituts für technische Thermodynamik des Deutschen Luft- und Raumfahrtszentrum (DLR) in Stuttgart.
Müller-Steinhagen erforscht nicht nur erneuerbare Energien, sondern entwickelt für die Bundesregierung auch Energiemix-Szenarien. Dreißig Jahre weiter gesponnen, im Jahr 2050, könnte Ökostrom bereits die Hälfte des Primärenergiebedarfs in Deutschland decken, glaubt Müller-Steinhagen. Sein Energieszenario kommt sogar ganz ohne Atomstrom aus. Deutschland müsste vor allem auf Offshore-Windstrom setzen, schlägt er vor, auf Biomasse und Geothermie. Auch Solarstrom aus Spanien und Nordafrika könnte helfen, den wachsenden Energiebedarf zu decken.
So könnten die Kohlendioxid-Emissionen im Vergleich zu 1990 um bis zu 80 Prozent sinken, prognostiziert die DLR.
Wie viel das kostet? Es klingt nach einem Schnäppchen: In der Summe hat Müller-Steinhagen eine Belastung von 30 Euro pro Haushalt und Jahr errechnet, verteilt auf die nächsten 40 Jahre – „das müsste doch bezahlbar sein“, findet er. Und er hat noch ein Argument parat, möglichst schnell in erneuerbare Energien zu investieren: „Wir senken dadurch die Abhängigkeit von Energieimporten aus instabilen Regionen.“
Könnte das der ideale Energiemix der Zukunft sein? 50 Prozent erneuerbare und 50 Prozent fossile Energien, ganz ohne Atomstrom? Vielleicht - so recht kann das niemand sagen. Eines ist allerdings klar: Schon die heutige Energiepolitik legt fest, wie der Strommix im Jahr 2020 aussehen wird. Denn der Bau von Kraftwerken, der weitere Ausbau erneuerbarer Energien und der Stromnetze braucht lange.
Für Politiker ist es nicht leicht, die drei Ziele der Energiepolitik – Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Klimaschutz – miteinander zu vereinbaren. Das zeigt sich auch am Beispiel der Öko-Energien, wie Wind, Solar und Biomasse. Sie haben gleich drei Vorteile: Sie produzieren Strom und setzen dabei keinerlei Treibhausgase frei. Sie mindern die Abhängigkeit von Brennstoffimporten und stärken die regionale Wirtschaft. Doch auch ihre Ökobilanz ist nicht immer lupenrein. Solarzellen brauchen hierzulande zum Beispiel mehrere Jahre, um überhaupt den Strom zu produzieren, den ihre eigene Herstellung braucht.
Bislang sind Sonne und Wind auch gar nicht konkurrenzfähig – es sei denn, in Spitzenzeiten treibt die Nachfrage den Strompreis fossiler Energien in die Höhe und macht so auch die Erneuerbaren rentabel. Zudem liefern sie nicht zuverlässig rund um die Uhr Strom –
ein entscheidendes Kriterium für eine energieabhängige Volkswirtschaft wie Deutschland
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- Datum 29.12.2007 - 11:05 Uhr
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- Serie Energiemaerkte
- Quelle ZEIT online
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Ist so gesehen beim Öl heute viel weniger vorhanden. Für erneuerbare Energien müssen sowieso langfristig in allen Neubauten kleine lokale Energiespeicher vorhanden sein, das wird kommen. Das wird auch nicht teuer, bei Massenproduktion. Dazu erheblich größere Energieeffizienz. Schon heute im ausgehenden Jahr 2007, würden alle Haushaltsgeräte und Industriemaschinen durch den letzten Stand der Technik mit den energiesparensten Geräten ersetzt, wir könnten die Atomkraftwerke bereits alle abschalten. Und die technologische Entwicklung bleibt nicht stehen, mehr noch, legt die Industrie außer auf Leistungssteigerungen auch mehr Augenmerk auf die Effizienz ist da noch sehr viel drin. Das zeigt der Vergleich zwischen der guten alten Glühbirne (die auch in Zukunft ihre Daseinsberechtigung hat für gewisse Bereiche!) und der modernsten Beleuchtungstechnologie, der LED, die immer noch in den Kinderschuhen steckt. Schon Heute lässt sich Licht mit einer weißen LED um den Faktor 30 effizienter erzeugen als mit einer Glühbirne. Gibt auch noch andere Probleme wie schlechte Farbtreue bei LED-Licht und so, aber das kriegt man in den Griff. Und auch im Städtebau und unserer Lebensweise gibt es noch soviel Potential, ohne das wir auf Komfort verzichten müssen. Wenn Arbeits- und Wohnort wieder näher beisamen sind ist das doch sogar ein Gewinn an Lebensqualität. Und so weiter..Gut eines ist klar, so wie bisher weitermachen UND nur die alten Kraftwerke durch irgendwas anderes ersetzen wird nicht ausreichen. Auch an Kohleverstromung ist nichts grundsätzlich schlechtes, wenn der Energieverbrauch drastisch sinkt und wir z.B. mit Wasserstoff und Elektroautos fahren dann sind die Emissionen von sagen wir weltweit 100 großen Kohlekraftwerken absolut vernachlässigbar, spielen keinerlei Rolle für Atmosphäre oder Umwelt (durch moderne Filter kommt sowieso "nur" CO2, kein Schwefel etc.). Mit diesen Kraftwerken lässt sich Großindustrie aufrecht erhalten, ja für viele Prozesse gibt es für Kohle nicht mal einen Ersatzstoff. Z.B. in der Stahlproduktion (wir leben eigentlich nicht im Öl sondern im Stahlzeitalter, denkt mal drüber nach) - ohne Kohlekoks kann man kein Stahl herstellen. Aber das ist kein Problem, verbrennt man sie in Maßen nicht in Massen - die Menge macht das Gift. CO2 ist kein Gift, in ferner Zukunft wird diesem Planeten sogar das CO2 ausgehen, da wir eine oxidierende Biosphäre haben deren Pflanzen, Algen etc. mehr O2 produzieren als die atmenden Lebewesen jemals "Verbrauchen" also in CO2 umwandeln könnten. Darum sinkt der CO2-Gehalt der Atmosphäre seit millionen von Jahren konstant ab (der Anstieg der letzten 150 Jahre ist Erdgeschichtlich absolut unbedeutend, für uns als Menschen mit 80 Jahren Lebenserwartung natürlich nicht). Also, die Religion die viele aus Klimaschutz machen als Lifestyle-Bewegung oder so ist unangebracht und hilft überdies weder Natur noch Klima. Es ist wichtig die Herausforderungen anzugehen, ohne gejammer und lamentieren.
Die leise Skepsis von Frau Uken ist bei der Akkuratesse der Angaben von Müller-Steinhagen verständlich, liegt doch alles in der Zukunft, die ja bekanntlich recht unsicher ist.Erstaunlich ist aber, dass weder bei Frau Uken noch in der umfangreichen Arbeit von Müller-Steinhagen der Begriff „Methan-Hydrat“ erwähnt wird. Die energiepolitischen Möglichkeiten, die sich bei einer Gewinnung ergeben können, werden somit glatt unterschlagen.Der Energievorrat der weltweit vorkommenden Methan-Hydrate wird auf das Doppelte aller bekannten fossilen Brennstoffe geschätzt. Sie sind zudem in politisch nicht bedrohten Gebieten weltweit vorhanden.In der Bundesrepublik scheint es politisch nicht korrekt zu sein, die Möglichkeiten auch nur ins Gespräch zu bringen. Andere Länder, wie China und Indien, steigen derzeit massiv in Forschung und Gewinnung ein.http://www.spiegel.de/int...Auf diesem Hintergrund muss man sich natürlich fragen, zu was eine im Auftrag des Umweltministeriums erstellte Gutachten wie das von Müller-Steinhagen wirklich taugt. Zumal ja seine Vorstellungen, die Gewinnung von Bio-Treibstoffen und die Erzeugung von Strom in der Sahara, recht angreifbar sind.Die Bio-Treibstoff-Erzeuger treten derzeit auf dem Welt-Getreidemarkt als neuer Nachfrager auf und verteuern so die Nahrungsmittelpreise, besonders dann wenn man die Vorstellungen des Gutachtens zugrunde legt.Und die Gewinnung von Strom in der Sahara mittels Photovoltaik ist auch nicht unproblematisch. Abgesehen von den Zweifeln im Bericht von Frau Uken sagen Fachleute, dass nach jedem Sandsturm die Module geputzt werden müssen. Ansonsten verlieren sie bis zu 90 % an Wirkungskraft.
Warum muß ich solche Artikel bei der Zeit ertragen? Alles schon dutzendfach gelesen und mit glaubwürdigeren Quellen belegt als einer Studie der Grünen im Europa-Parlament...
Umweltpolitik wird über die Erhöhung der Verbraucherpreise gemacht. Von dem eingenommenen Geld werden Konzerne, Wind-Müller, Adelshäuser und grüne Bürokraten gemästet. Gleichzeitig werden unnütze Subventionen für Öffentliche Verkehrsmittel zurückgefahren und die Bahn wird für 10 Prozent des Wertes "privatisiert".
So macht man das.
Methanhydrat ist keine wirkliche Alternative, bei der Verbrennung wird in etwa ebensoviel CO2 frei, wie bei Erdgas. Außerdem gestaltet sich der Abbau (am Meeresgrund) sehr schwierig und gefährlich. Außerdem besteht die Gefahr, dass große Mengen Methan frei werden, was ein noch viel stärkeres Treibhausgas als CO2 ist. Angesichts der Tatsache, dass wir es noch nicht mal schaffen Öltanker unfallfrei über die Meere schippern zu lassen, eine durchaus reale Gefahr.Quellen:Wikipedia MethanhydratÜbersicht Methanhydrat
Well, Darfur waere ein geeigneter Standort fuer "Sonnen-Grosskraftwerke", oder nicht? Politisch stabil, nette Umgebung............
Hans Müller-Steinhagen glaube ich grundsätzlich nicht, wie keinem Jerry Öko Propheten. Man sollte diese Spakulationistiker für ihre Aussagen haftbar machen, um sie später für den medialen Blödsinn zur Rechenschaft ziehen; nach § 153 Falsche uneidliche Aussage, StGB. Keine Vorhersagen dieser Art, sind in Erfüllung gegangen.Man muss stets neue Endzeit Szenarien produzieren, ansonsten geht der Panik und Diskussionstoff aus.
@ttob
Zumindest ist eine Alternative, was den globalen Umfang an Energiereserven betrifft.
Sicherlich gibt es derzeit keine passenden Abbautechniken. Aber wenn man bedenkt, dass es bereits möglich ist, Erdöl aus Meerestiefen von 6000m und mehr zu fördern, dann sollte es auch relativ schnell möglich sein, Methoden zu entwickeln, die einen wirtschaftlich vernünftigen Abbau ermöglichen.
Liest man allerdings das Kapital 6 des “Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung” aus dem Jahre 2006, dann wird einem schon klar, warum es mit der öffentlichen Diskussion nicht vorwärts geht. Der Beirat bringt ein Bedenken nach dem anderen mit Auswirkungen bis auf 10000 Jahren vor. Von den Möglichkeiten wird eher gewarnt, als dass man Perspektiven aufzeigt.
Politisch ist das Thema auch nicht ohne, denn wie soll man den Wählern erklären, dass Energiesparen höchste Priorität hat, es aber andererseits Energievorräte in riesigen Mengen gibt.
. "Die Förderung und Nutzung von Methanhydraten wird frühestens in zehn Jahren möglich sein", sagt Prof. Dr. Klaus Wallmann vom Kieler Forschernetzwerk "Ozean der Zukunft."
Angesichts der hohen Erdölpreise von derzeit 90 $ und mehr verschieben sich die Perspektiven in nicht vorhersehbarer Geschwindigkeit. Es besteht leider die Wahrscheinlichkeit, dass die Chancen in Deutschland verschlafen werden, wahrscheinlich sogar aus ideologischen Gründen.
Geld gibt es nur für ein Forschungsschiff. Für Subventionen zum Abbau gibt es keine Unterstützung. Die wird schon eher für die Photovoltaik gegeben, selbst, wenn die Kosten zehnmal so hoch sind wie die Kosten für den herkömmlichen Energiemix.
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