Internetradio John Peels ErbenSeite 3/3
Schnell: Vor einem Jahr habe ich angefangen. Manchmal denke ich: „Was machst du eigentlich hier? Dein Leben war doch super!“ Jetzt habe ich deutlich weniger Zeit als vorher, denn ich muss auch noch Geld verdienen mit Programmen für andere Sender. Die Idee kam mir, als ich vom möglichen Ende Radio Floras in Hannover las. Der Artikel begann mit dem Satz: „Es gibt in Deutschland 200 Offene Kanäle...“. Ich habe selbst früher für einen gearbeitet, Radio Dreyeckland in Freiburg, natürlich ehrenamtlich und mit viel Herzblut. Es war auch kein Problem, dass es dafür kein Geld gab. Ich wollte einfach Radio machen. Eine Geschichte zu erzählen und dazu Musik zu spielen, ist das Beste, was es gibt.
ZEIT ONLINE: Und wie kam es dann zu Byte.fm?
Schnell: Ich dachte, man müsste die guten deutschsprachigen Moderatoren zusammenbringen. Bisher waren alle Gesprächspartner ganz schnell von der Idee begeistert. Auch Leute, die weniger von Musik verstehen. Nun sind ein Steuerberater und ein Rechtsanwalt Teilhaber dieser GmbH. Es ist mir eine große mentale Stütze, zwei starke Jungs an meiner Seite zu haben, die einen ganz soliden Hintergrund haben und keine Musikspezialisten sind.
ZEIT ONLINE: Wie geht das technisch, wie kann man Byte.fm hören?
Schnell: Man ruft die Internetseite auf, schließt den Rechner an die Stereoanlage an und hört Radio in CD-Qualität. DSL ist nicht notwendig, aber von Vorteil. Es gibt mittlerweile auch tragbare Internetradios, so kann man auch beim Kochen hören, wenn eine WLAN-Verbindung da ist. Die neue Generation der Telefone ist WLAN-fähig – die technische Zukunft ist auf unserer Seite.
ZEIT ONLINE: Wird es einzelne Sendungen auch als Podcasts geben?
Schnell: Wenn der Sender gut läuft, würde ich das gern anbieten. Auf der anderen Seite sind Podcasts im Musikradio so attraktiv, weil es auf den einzelnen Wellen kein dauerhaft interessantes Programm gibt. Ich würde mir wünschen, dass unser Publikum gar keine Podcasts braucht, weil es jederzeit etwas Spannendes hören kann. Es ist dann vielleicht nicht unbedingt der Lieblingsmoderator, aber man lernt andere Musiken kennen: „Oh, Punk nervt ja gar nicht. Ist ja total melodisch.“
ZEIT ONLINE: Mit welchem Lied beginnt die allererste Sendung am 11. Januar?
Schnell: Transmission von Joy Division soll den Anfang machen.
ZEIT ONLINE: Wie passend zum aktuellen Kinofilm.
Schnell: Ja, und zum Thema Radio.
Das Interview führte Rabea Weihser
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- Datum 18.09.2008 - 11:52 Uhr
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eine tolle initiative - freue mich schon - redaktioneles radio war ja fast tot - neue visionen entstehen aus dem mangel . viel erfolg und meine besten wuensche an das projekt mit biss.
Die Idee, Radio wieder zu einer festen Größe im Leben zu machen hört sich sehr spannend an. Das übliche Programm hört man nicht wirklich aktiv, sondern nebenher. Interessante Beiträge und abwechslungsreiche Musik werden in die Zeiten verbannt, an denen der normale Mensch im Bett liegt. Wenn sich das jetzt mit Byte.fm ändert wäre das eine Bereicherung. Aber, dazu müßte man auch die Gewohnheiten der Zuhörer ändern, oder sie wirklich begeistern und fesseln.
Die Technologie erlaubt es heute zeitunabhängig Radio und TV zu konsumieren. Ich bin auch der Meinung, dass man Podcasts nicht benötig, aber dafür eine Möglichkeit, das Programm aufzuzeichnen und sich dann die Sendungen anzuhören, wenn man die Zeit dazu hat.
kann man natuerlich jeden musik straem , der per net reinkommt. einfach per passendem programm auf systemebene abgeifen.
Winamp und Streamripper-plugin. Das funzt.
Und Byte.Fm via "m3u"- oder "pls"-Stream im Winamp-player zu hören, sollte ein Leichtes sein (Bem.: meines Wissens kann Winamp beide Playlists verwurschteln).
Tsss......
Gruß
Bernhard
Damit der Traffic sich nicht verdoppelt (!!!) - einmal winamp und dann noch streamripper - sollte man erst mit Winamp die Station hören, dann Streamripper incl. Relay-Funktion aktivieren und dann Winamp auf das Relay einstellen: Streamripper-Hilfe.
Manchem Stationsbetreiber läuft nämlich die Galle über, wenn der Stream doppelt - also einmal unnötig - abgegriffen wird.
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