Kalaschnikow Der Meister des Todes
Er erfand die meist verbreitete Waffe der Welt. Nun lässt der Russe Michail Kalaschnikow statt des Maschinengewehrs AK 47 in Deutschland eine Sportwaffe unter seinem Namen bauen.
“Ich werde nie wieder mit einer Firma kooperieren, die auch Kriegswaffen herstellt”, verkündet ausgerechnet der Mann, der quasi das Synonym fürs massenhafte Schießen und Töten entwickelt hat. Michail Kalaschnikow, Konstrukteur der nach ihm benannten, wohl bekanntesten Waffe der Welt, besuchte kürzlich die Firma German Sport Guns (GSG) in Ense-Höingen bei Arnsberg im Sauerland. Dort schloss der 88-Jährige einen Lizenzvertrag. GSG darf als einzige Waffenfirma für Neuproduktionen seinen Namen nutzen. In der neuen Fertigungsstätte wird – abgesehen von einem DDR-Modell – die erste nicht militärische Kalaschnikow entstehen, ein Sport- und Freizeitgewehr im Kaliber .22 long rifle.
Das ist, historisch betrachtet, nicht ohne Ironie. Denn Kalaschnikow hatte sein Maschinengewehr einst entwickelt, damit sich sein Land im Zweiten Weltkrieg gegen die Deutschen wehren konnte. Nun wird ausgerechnet in Deutschland künftig unter diesem Namen ein Gewehr gebaut, mit dem Deutsche und andere in ihrer Freizeit herumballern können.
Der Konstrukteur hat die Markenrechte und darf sie vermarkten. In Russland vertreibt er auch einen Wodka unter seinem Namen. Kalaschnikow erlebt so noch einen späten friedlichen Sieg seiner Erfindung, auch wenn die militärische Variante von Lizenznehmern in China, Vietnam, Bulgarien und anderen Ländern weiterhin nachgebaut wird, als AK 74. Die Lizenzrechte hat das aus der sowjetischen Staatsfirma Ischmasch hervorgegangene Unternehmen Rusin.
Als alles begann, vor mehr als 60 Jahren, wollte Michail Kalaschnikow, ein einfacher Mechaniker und Soldat, nur sein Land verteidigen. So machte er eine Erfindung, die das Töten leichter machte und die weltweit Verbreitung fand.
Als eines von 18 Kindern kam er in Kurja, einem Dorf in der Altai-Region, in einer einfachen Bauernkate zur Welt. Im Zweiten Weltkrieg brachte er es zunächst zum Oberfeldwebel. Seine Chance, dem Vaterland zu helfen, kam für den Soldaten Kalaschnikow ausgerechnet, als sein Panzer durch Deutsche zerstört und er verwundet wurde. Im Hospital hatte er Zeit, sich Gedanken zu machen. Er entwickelte ein Gerät, das die Motorstunden von Panzern aufzeichnet. Doch als er die ersten Skizzen seinen Kameraden zeigte, lachten die ihn aus.
Der junge Konstrukteur arbeitete dennoch weiter, diesmal an einer Waffe. Sein erstes Modell entstand in einem Eisenbahndepot in Kasachstan. Die Waffe wurde verändert, Experten vorgestellt und – abgelehnt.
- Datum 22.01.2008 - 13:22 Uhr
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- Quelle ZEIT online
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im Stern der RAF sei ein Waffenmodell der Firma Heckler und Koch abgebildet...
@exsoeldnerist auch so (eine MP5). Diese Ungenauigkeit passt aber vorzüglich zum Rest des an Polemik kaum zu überbietenden Artikels.Und was sollen bitte die ganzen Seitenhiebe gegen Sportschützen? Schon mal was von Magdalena Neuner (Biathlon, auch ein Schießsport) gehört? http://www.magdalena-neun...Oder ist die auch eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit ?Etwas Differenzierung statt pauschalisierter Polemik würde manchmal ganz gut tun. Aber der Mensch braucht eben Feindbilder... leider !
Also erstens, die Überschrift soll wohl reisserisch klingen. Sie ist in erster Linie albern.Zweitens, die "Kalaschnikow" ist kein Maschinen- sondern ein Sturmgewehr. Aus ihr wurde ein leichtes Maschinengewehr mit längerem Lauf, Zweibein und abgeändertem Kolben abgeleitet.Drittens, die erste Sportwaffe für 4mm-Kleinkaliberpatronen, die auf der Konstruktion der Kalaschnikow aufbauend entwickelt wurde, stammt aus dem damaligen VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenkombinat Suhl, MPi-KK, und ist inzwischen 25 Jahre alt. Nein, das muss man nicht wissen.
Udmurtien ist eine GUS Republik? Mit Sicherheit nicht, aber eine autonome Republik der Russischen Foedaration.
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