Orte ohne Namen und Baukräne, die überall auf der Welt stehen könnten: Peter Bialobrzeski zeigt in seinem Fotoband die verlorene Identität wachsender Städte. Eine Galerie Wo entstand dieses Foto? Peter Bialobrzeski verrät es nicht. Er verzichtet bewusst auf Ortsangaben. Fünf Jahre war der Fotograf unterwegs und hat vier Kontinente, 14 Länder und 28 Städte bereist. Herausgekommen ist jedoch kein Reiseführer, sondern ein Fotoband über Orte, die sich in einem ständigen Übergang befinden. Hinter Zäunen, Schranken und Baukränen türmen sich die Neubauten in seinen Bildern. Er entblößt die Folgen ökonomisierter Städte, in denen nichts mehr von Dauer ist. Das zentrale Gebot lautet Wachstum, egal wo auf der Welt: Glastempel und Betonbunker vor einem Streifen Niemandsland finden sich überall, ob in Bispingen, Bitterfeld oder Kuala Lumpur.
Vor geraumer Zeit hatte ich einen SF-Roman gelesen, der das Thema sehr gut verarbeitet hatte. Was aus dem Menschen allgemein in einem solchen Umfeld alles werden kann, sollten sich Etliche dringenst zu Gemüt führen.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren