Nach einer neuen Umfrage von Infratest dimap hat die SPD in Hessen auf die CDU fast auf geschlossen. In Niedersachsen, wo ebenfalls am 27. Januar Landtagswahl ist, scheint dagegen die Zukunft der schwarz-gelben Regierungskoalition unter Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) gesichert.

In Hessen würde die CDU nach der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Instituts Infratest dimap im Auftrag der «ARD- Tagesthemen» nicht nur ihre absolute Mehrheit von 2003 (48,8 Prozent) verlieren. Auch eine Koalition mit der FDP hätte keine Mehrheit. In der Direktwahlfrage liegt Ministerpräsident Koch mit nur 38 Prozent erstmals hinter seiner Herausforderin Andrea Ypsilanti (SPD) mit 48 Prozent.

Wenn am nächsten Sonntag gewählt würde, käme die CDU laut jüngster Erhebung auf 38 Prozent der Wählerstimmen, zwei Punkte weniger als vor einer Woche. Die SPD würde mit 37 Prozent (plus zwei Punkte) dicht aufrücken. Die FDP büßte einen Punkt ein und käme auf 8 Prozent, die Grünen verloren zwei Punkte auf 7 Prozent. Die Linke würde zwei Punkte zulegen und mit 6 Prozent erstmals in den hessischen Landtag einziehen. Nach diesem Stand kämen die drei linken Parteien zusammen auf 50 Prozent.

In Niedersachsen erreicht die Union nach der Umfrage nun 44 Prozent der Stimmen (minus 1). Die SPD gewinnt einen Punkt auf 34 Prozent. Die FDP erhält unverändert 7 Prozent. Die Grünen liegen nun ebenfalls bei 7 Prozent (minus 1). Die Linke könnte in den Landtag einziehen. Sie gewinnt im Vergleich zur Vorwoche zwei Punkte hinzu und kommt auf 5 Prozent.

Im direkten Vergleich mit Ministerpräsident Wulff schneidet SPD- Spitzenkandidat Wolfgang Jüttner trotz leichter Zugewinne weiter schlecht ab. Könnten die Niedersachsen den Ministerpräsidenten direkt wählen, würden sich 55 Prozent (minus 8) für den Amtsinhaber und 27 Prozent (plus 4) für seinen Herausforderer entscheiden. 44 Prozent der Niedersachsen sind der Meinung, dass die künftige Landesregierung wieder von der CDU geführt werden sollte. 41 Prozent finden, die SPD sollte an die Regierung kommen.

Einer weiteren Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des NDR zufolge haben die meisten Niedersachsen ihre Wahlentscheidung bereits getroffen. 83 Prozent der Wahlberechtigten hätten sich schon festgelegt, nur 17 Prozent meinten, an ihrer Wahlentscheidung könne sich noch etwas ändern.