Italien Das zweite ComebackSeite 2/2
Nie wieder, knirschte Fini, der sich auch persönlich mit seinem einstigen Ziehvater überworfen hatte: Dessen Medien hatten Finis neue Partnerin aufs Korn genommen. In Berlusconis Boot blieb also vorerst nur Umberto Bossi, der nach einem Schlaganfall vor fünf Jahren kränkelnde Führer der Separatistenpartei Lega Nord. Jetzt sind alle wieder aufgesprungen. Hinzu kommt noch die Rechtsaußenpartei La Destra (die Rechte), bei deren Gründungsversammlung Ehrengast Berlusconi mit dem Sprechchor: Duce! Duce! empfangen wurde eine kleine Reminiszenz an Benito Mussolini.
Wie lange Fini und Casini im Falle eines Wahlsiegs an Bord bleiben, ist aber durchaus nicht sicher. Fünf Jahre wahrscheinlich nicht. Berlusconi will keinen Kronprinzen, für ihn wäre das nur unliebsame Konkurrenz. Seine Partei ist nach wie vor ganz allein auf ihn zugeschnitten, es gibt keine Flügel und keine Debatten. Niemand glaubt, dass Forza Italia ohne ihren Gründer und alleinigen Führer eine politische Zukunft haben würde. Und Berlusconi wäre am Ende einer hypothetischen Legislaturperiode fast 77.
Er macht keinen Hehl daraus, dass er am liebsten noch einmal Staatspräsident werden würde. Der amtierende Präsident Napolitano ist 82 und möchte jetzt erst einmal eine Übergangsregierung, die die lang geplante Wahlrechtsreform verabschiedet. Das würde stabilere Mehrheiten garantieren. Am Dienstagabend weiß man mehr.
- Datum 25.01.2008 - 07:39 Uhr
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- Quelle ZEIT online
- Kommentare 6
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[Wg. Doppelposting gelöscht. / Die Redaktion; fl]
.. was hat ihr kommentar mit berlusconi zu tun?
möchten sie propaganda betreiben?
bitte überprüfen sie doch mal wo molinocampo noch überball sein kommentar kopiert hat .
ich habe es schon auf mehrere artikel der zeit gesehen!
er möchte glaube ich das forum der zeit für propaganda zwecke mißbrauchen.
danke
hat die Regierung , die sie verdient. Und wenn es nochmal Berlusconi ist, dann ist das fuer die Italiner eben genau das richtige.
...schmeißt da was durcheinander: Nicht in NRW, in Hessen ist Wahl. Und in Hessen, nicht in NRW, spielt sich sein Vorbild als Bedarfs-Rassist auf, das aber ist nichts Neues. Nichts Neues, weil bei Bedarf in den Volkparteien die Töne völkisch werden und sämtliche Hemmschwellen sinken. Sinken? Sie sind nicht vorhanden!
Völkische Töne aus den Volksparteien waren es, die die Pogrome von Hoyerswerda und Rostock auslösten und, die Täter, die da in den Fenstern hingen, das waren keine Nazis. Es waren Menschen, die Roland Koch als "die schweigende Mehrheit" bezeichnet. Menschen, bar jeglicher Empathie, ausschließlich fähig zum Selbstmitleid. Menschen, die erklärbar machten, warum Deutschland einst in die Barbarei verfiel, erklärbar, warum die überwiegende Mehrheit die furchtbarsten Leiden ertrug, wobei diese freilich nur ein Bruchteil dessen darstellten, wie dieses "Kulturvolk" in den überfallenen Ländern hauste, was "Deutsche Leitkultur" für die zu "Untermenschen" erklärten Sinti und Roma, Juden, Kommunisten, Sozialdemokraten und Demokraten bedeutete.
Kein einziger der Nazi-Täter fürchtete sein Volk, kein einziger dieser Schinder bekam an der Front eine Kugel in den Rücken. Zerschlagen wurde der NS unter ungeheurem Blutzoll durch die Allierten, nicht aber von den Deutschen. Und kein einziger Täter, und das macht den Unterschied, endete wie Mussolini. Den Unterschied macht aber auch aus, daß der Faschismus im Gegensatz zum NS keinen Völkermord zum Programm hatte und diesen, mit deutscher Gründlichkeit fast vollendete.
So ärgerlich ein Faschist als möglicher Staatspräsident auch ist, vergessen sind in Italien die Verbrechen des Faschismus nicht. Und auch Berlusconi weiß, was ihm möglicherweise blüht. Unter jeder Tankstelle wird er leicht zusammenzucken, wird der Möglichkeit bewußt, daß er dort, mit demKopf nach unten, hängen könnte. Das macht den Unterschied.
Burkard Schulte-Vogelheim
KARMI carries ON
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Richtig. Jedes Land hat die Regierung die es verdient. Was fuer die USA gilt, trifft auch fuer Italien zu. Auch Deutschland darf sich nicht beklagen.
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Achtung. Hund namens Howdy entlaufen.
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