Finanzkrise Keine Hürden fürs Kapital
An diesem Samstag treffen sich die Finanzminister der G7 in Tokio, um über mögliche Lehren aus der Börsenkrise zu beraten. Internationale Finanzaufseher sind gegen eine strengere Regulierung der Märkte
Die internationalen Finanzaufseher empfehlen derzeit keine strengen neuen Regeln als Reaktion auf die Finanzkrise. Nach Informationen der
ZEIT
fällt der Zwischenbericht des
Financial Stability Forum
(FSF), 1999 auf Initiative der G7 gegründet, um die Stabilität des internationalen Finanzsystems zu verbessern und mögliche Risiken zu senken, eher zurückhaltend aus. Damit nimmt das Forum eine Gegenposition zur deutschen Regierung ein:
Finanzminister Peer Steinbrück fordert, die Banken künftig strengeren Bilanzierungsregeln zu unterwerfen
, um das Risiko für eine Krise wie die gegenwärtige zu senken.
Der Bericht des Forums soll an diesem Samstag den Finanzministern und Notenbankchefs der sieben führenden Industrienationen (G7) vorgelegt werden, die sich dann in Tokio treffen. Finanzminister Peer Steinbrück will dort für seinen Vorschlag einer strengeren Regulierung werben. Neben den Banken stehen auch die Rating-Agenturen in der Kritik. Insbesondere in der Frage, ob ihre Arbeit strenger reguliert werden müsse, seien die USA jedoch zuletzt zurückgerudert, hieß es.
Den Agenturen wird vorgeworfen, zu freigiebig Top-Bonitätsnoten vergeben zu haben. Als Problem wird in der Politik insbesondere angesehen, dass die Rating-Agenturen auch Beratungsdienstleistungen anbieten. Das kann zu Interessenkonflikten führen. Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Italien hatten vor einigen Tagen noch gefordert, den Druck auf die Rating-Agenturen zu erhöhen.
Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der ZEIT: Jetzt ist Durchblick gefragt. Wegen der Finanzmarktkrise wollen viele Regierungen die Banken schärfer regulieren. Die Gefahr ist groß, dass sie das Falsche tun. Von Marc Brost und Mark Schieritz
- Datum 07.02.2008 - 10:10 Uhr
- Quelle ZEIT online
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Wer sind denn diese "internationalen Finanzaufseher"?
Und auf welcher Gehaltsliste stehen sie?
Offensichtlich haben sie ihre "Aufsicht" - worin diese auch immer bestehen mag - nicht ordentlich ausgeführt. Wenn es jetzt heist mehr Aufsicht sei nicht nötig dann hätte es diesen Skandal, der eine sehr große Zahl von Menschen in sehr große finanzielle Nöte bringt, wohl nie geben dürfen. Es ist immer daselbe schmutzige Spiel. Egal ob es sich um sogenannte "Wirtschaftsprüfer", "Aufsichtsräte" oder sonstige "Kontrollgremien" handelt. Wirkliche Aufsicht führen diese Leute nur über ihre Bezüge und deren regelmäßige Anhebung. Klar das diese Kreise sich jetzt wehren gegen eine stärkere Kontrolle. Denn dann können sie erstens nicht mehr soviel einkassieren da es ja eine nochmalige Kontrolle gibt. Zweitens kommen dann die schmutzigen Machenschaften dieser korrupten Branche ans Tageslicht was natürlich niemand dieser Schattenwesen wirklich will.
Deshalb jetzt erst recht mehr Kontrolle! Oscar Lafontaine (ehemals SPD nun jedoch DIE LINKE) - den die Deutschen aus Dummheit verschmähen weil sie ihn nicht verstehen (wollen) - hat das ja schon lange gefordert.
Ja und es ist klar das es einen Aufschrei gibt bei denen die versagt haben und denen nun strengere (staatliche) Kontrollen drohen.
Mit Gänsen kann man eben auch schlecht über Weihnachten diskutieren.
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