Internet Was Microsoft mit Yahoo! willSeite 2/2
Dass Steve Ballmer mit der Übernahme trotz der akuten Schwierigkeiten bei Yahoo! ein Schnäppchenkauf gelingen könnte, belegen Einschätzungen verschiedener Analysten aus dieser Woche. "(Yahoo!) macht strategisch gesehen die richtigen Dinge, aber es dauert einige Zeit, bis Ergebnisse sichtbar werden", sagte Ned May von der Marktforschungsfirma Outsell. "Das Unternehmen erscheint derzeit völlig unterbewertet." Auch Felix Narhi, Analyst bei Odlum Brown Ltd., empfahl Anfang der Woche die Yahoo!-Aktie, weil sie derzeit so billig zu haben sei. Mit einem Plus von 61 Prozent im Vergleich zum aktuellen Aktienkurs dürfte Microsoft auch die große Mehrheit der Yahoo!-Aktionäre zufriedenstellen.
Ob sich das Investment von Microsoft in Yahoo! tatsächlich lohnen wird, kann man derzeit kaum abschätzen. Neben der riesigen Reichweite im Web bringt Yahoo! interessante Produkte und Technologien mit, beispielsweise die in Hamburg unter Führung von Marco Boerries entwickelte Mobilplattform Yahoo! Go. Auf der anderen Seite ist unklar, ob und wie lange Führungspersönlichkeiten aus der kalifornischen Yahoo!-Zentrale wie Jerry Yang oder die Flickr-Mitbegründer Caterina Fake und ihr Ehemann Stewart Butterfield bei Yahoo! an Bord bleiben, wenn die Strategiebeschlüsse künftig im Microsoft-Hauptquartier in Redmond gefällt werden.
Außerdem stellen sich inzwischen manche Beobachter die Frage, ob die Erwartungen an die auf Werbung basierende Online-Wirtschaft nicht ohnehin überzogen seien. So musste auch Marktführer Google einräumen, dass die Zuwachsraten im Werbemarkt nicht ständig nach oben geschraubt werden können. Im vierten Quartal 2007 konnte der Suchmaschinengigant zwar noch einmal seinen Umsatz um 51 Prozent und seinen Gewinn um 17 Prozent steigern. Gleichzeitig dämpfte Google-Chef Eric Schmidt die Erwartungen an die kommenden Quartale. ( Christoph Dernbach, dpa ).
- Datum 01.02.2008 - 07:54 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Quelle ZEIT online, dpa
- Kommentare 4
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:




MS hat einfach keine Ahnung (und nicht genug Kultur) vom/fürs Internet-Business. Hier findet man sie unter "ferner liefen", Yahoo ist ein Unternehmen, das seinen Zenith deutlich überschritten hat und wenn - was zu erwarten ist - Microsoft sein Windows-Monopol diesmal NICHT in Stellung bringen können (weil die Playstation, der Home-Entertainment-Server unter scharfer Aufsicht der Wettbewerbsbehörden stehen ..), dann blättert von der Firma ganz schnell der Lack ab: Dann ist MS trotz des kaufes nur ein höchst durchschnittliches IT-Unternehmen mit höchst durchschnittlichen Produkten. Und sollten sie doch versuchen, SOA Windows-proprietär zu machen, dann werden sie zerschlagen. Microsoft ist ein verblassender Stern am IT-Himmel, weil ihr klassisches Geschäftsmodell inkompatibel mit den Anforderungen im Internet sind - und sie es sie es nicht gebaken bekommen werden sich entsprechend anzupassen.Ergänzend zum Artikel sei vielleicht noch erwähnt, dass MS den Browser-Krieg nur deshalb gewonnen hat, weil sie ihr Monopol mit Windows funktional zu einem Wirt für den Internet-Explorer und Outlook-Express erweitert haben. Und mit den Konsequenzen leben wir bis heute: Ohne die tiefe Einbettung von IE und OE wären viele Viren-, Wurm-, Phisihing und Zomie-Seuchen erheblich schwächer ausgefallen. Wir als Volkswirtschaften haben diese Entscheidung von Herrn Gates sehr teuer bazahlt, das sollte man nie vergessen!F. Mayer
MS denkt wie ein Industrie Konzern und nicht wie ein Internet Startup. Ich habe noch keine Innovation im Netz vom MS gesehen. Sie haben alles nur kopiert. Sie haben nicht mal die richtigen Startups gekauft(YouTube.com). Das war vor 15 Jahren Ok. Heute führt das in eine Stagnation von ihrem Geschäft um zum abwandern ihrer besten Köpfe zu Google. IBM dominiert nicht mehr weil die User vom Mainframe Terminal auf den PC umgestiegen sind.MS dominiert nicht mehr weil Windows nur noch die Plattform für den Internet Zugang bietet. Und Google entwickelt gerade Andromeda.
Google einwickelt gerade Android.http://code.google.com/an...
der deal hat das potential, den it-riesen aus redmond so zu schwächen, wie es die konkurrenz zumindest kurzfristig kaum schaffen könnte.wie microsoft, das mit eigenen ideen immer schon probleme hatte, es schaffen will, einen angeschlagenen suchmaschinenbetreiber wieder auf kurs zu bringen, ist mir schleierhaft. was steve jobs mit apple gelungen ist, traue ich steve ballmer nicht einmal im ansatz zu: gespür für das, was leute wollen und wofür sie dann auch geld ausgeben. vista mit 6 mrd usd entwicklungskosten und einem halben jahrzehnt entwicklungszeit lässt grüssen. google hat bei suchmaschinen den standard geschaffen und zusätzlich einiges an ideen gehabt, die die user schätzen. wenn google nicht schlechter wird, sehe ich keinen grund, zu yahoo zu wechseln, ja noch nicht einmal einen grund dafür, dort vorbeizuschauen. suchmaschinen sind werkzeuge: ähnlich wie zahnbürsten, man benutzt sie, macht sich aber kaum gedanken darüber. da braucht es mehr als geld, google zum wanken zu bringen, zumal microsoft der sympathiefaktor, den z.b. apple als underdog die letzten jahre hatte, fehlen dürfte. wenn ich microsoft aktien hätte, würde ich sie spätestens jetzt verkaufen. grüsse itac
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren