Innere Sicherheit
Bewaffnet vor dem Hotel
Bundeswehrsoldaten werden die Münchner Sicherheitskonferenz am Wochenende bewachen. Ein Einsatz im Inneren sei dies jedoch nicht, sagt das Verteidigungsministerium. Die SPD ist empört
Bundeswehrsoldaten im Inneren einzusetzen ist ein lang gehegter Wunsch von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble. Politisch konnte er ihn bisher nicht durchsetzen, wegen des Widerstands der SPD und des Verbots in der Verfassung. Doch es gibt immer mal wieder Versuche, Fakten zu schaffen und die Grenzen des Möglichen auszutesten. Die Bewachung der Münchner Sicherheitskonferenz am kommenden Wochenende wirkt, als sei sie Teil dieses Plans: 110 mit Pistolen bewaffnete Soldaten werden das Tagungshotel Bayerischer Hof sichern, wie die Bundesregierung am Dienstag auf eine Anfrage der Linken hin mitteilte.
Die Münchner Konferenz für Sicherheitspolitik wird vom Bundespresseamt mit Geld des Verteidigungsministeriums finanziert und findet jedes Jahr im Februar statt. Politiker und Militärs aus aller Welt diskutieren dort und ziehen regelmäßig auch die Aufmerksamkeit von Demonstranten auf sich. 3700 Polizisten sind deswegen in diesem Jahr im Einsatz, darunter auch eine Hundertschaft der Bundespolizei.
Der Einsatz von Soldaten zur "Absicherung am Tagungsort" sei dabei "nichts Neues", sagte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums ZEIT online. Möglicherweise sei dies bisher "noch nicht so bewusst geworden". Die Frage, ob die Soldaten jedes Jahr bewaffnet sind, entzog sich der Kenntnis des Ministeriums. Beim Bundesinnenministerium wusste man von solchen Einsätzen nichts und verwies darauf, dass es sich um eine Ländersache handele. Doch auch beim bayerischen Staatsministerium des Inneren war man über den Fakt verwundert. Um Amtshilfe, die das Grundgesetz erlaubt, handelt es sich also offenkundig auf keinen Fall.
Die Verfassung untersagt generell den Einsatz von Soldaten im Inland. Die Ausnahmen sind klar geregelt: Lediglich bei Katastrophen oder wenn die Polizei mit einer Sicherheitslage überfordert ist, dürfen die Länder die Bundeswehr um Amtshilfe bitten.
Für die Dauer der Konferenz nutzt die Regierung nun einen juristischen Kniff: Der private Veranstalter, die Sicherheitskonferenz, übertrug der Bundeswehr das Hausrecht in dem Hotel, welches diese auszuüben gedenkt – im Zweifel mit Gewalt. Wie die Regierung auf die kleine Anfrage der Fraktion der Linkspartei mitteilte, werden die Soldaten ihre Dienstwaffen des Kalibers neun Millimeter tragen.
- Datum 5.2.2008 - 07:53 Uhr
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im gegensatz zu 72 (polizei) ist heute (bw) kein opfer zu beklagen
bayern war schon immer ausland
informierten kreisen um herrn schäuble herum zu hören ist ist der zu schützende kreis der anwesenden so ungefährdet nebensächlich und im ernstfalle auch als überaus banaler collateral schaden anzusehen dass man davon ausgehen kann dass eine karnevalsveranstaltung mehr gewicht hat dementsprechend wasserpistolen getragen werden und im hinblick auf die ergebnisse schon jetzt diskutiert wird auch die satzzeichen zu entfernen was den terroristischen gegner arge um nicht zu sagen niederlagsähnliche phasen der weltgeschichte bescheren wird als wäre es weihnachten im islam was unmittelbar zu der erkenntnis für nächstes jahr führen wird dann auch worte wegzulassen und nur noch wasser sprechen zu lassen obwohl das im moment noch sehr umstritten ist da die mineralwasservorräte des hotels so sehr leiden könnten dass die bayerische bevölkerung nicht mehr ausreichend versorgt werden kann und ultimativ aufgefordert wird sich weiterhin verstärkt dem bierkonsum zu widmen wenn nötig unter vorgehaltener leerer wasserpistole und im gedenken an die grossen kriege die hier verloren wurden und werden
daß kaum ein denkender Mensch mehr wählen geht - dieses Volk also von Leuten regiert wird, die keinen Rückhalt in der Bevölkerung haben - hat die Mobilisierung der BW für innere Angelegenheiten schon einen Sinn.Früher war der angebliche Feind draußen. Heute sitzt er drinnen.#Drinnen aber sitzt das Volk.Wat nu?
Dass es ein gutmeinender Zeitreisender aus der Zukunft war, der einst den Schäuble niederstrecken wollte.... So nach dem motto - könnte ich ins Jahr 1933 fahren....
Das ist eine Veranstaltung, die maßgeblich von der Bundeswehr getragen wird. Deshalb finde ich das jetzt nicht so extrem verwunderlich. Ich vermute mal, dass dort dann ein Militärischer Sicherheitsbereich eingerichtet wird. Das ist auch bei vielen Gelöbnissen und anderen Großveranstaltungen der Bundeswehr üblich.Einige besondere gefährdete Generäle und Beamte im Verteidigungsministerium haben auch militärische Personenschützer (Feldjäger).Damit die Bundeswehr sich und ihre Angehörigen selbst wirksam vor Straftaten schützen kann, haben militärische Sicherheitspersonen insbesondere in Militärischen Sicherheitsbereichen erweiterte Befugnisse. Rechtsgrundlage dafür ist im wesentlichen das "Gesetz über die Anwendung unmittelbaren Zwanges und die Ausübung
besonderer Befugnisse durch Soldaten der Bundeswehr und verbündeter
Streitkräfte sowie zivile Wachpersonen" (UZwGBw). Militärische Anlagen sind fast immer solche Militärischen Bereiche oder Sicherheitsbereiche. Die Bundeswehr kann aber eben auch bestimmte Gebiete außerhalb zum "Militärischen Sicherheitsbereich" oder "Militärischen Bereich" erklären, wenn es zur Erfüllung dienstlicher Aufgaben unerlässlich ist. Befugnisse, die sich dann ergeben sind die Personenüberprüfung, ggf. eine erweiterte Personenüberprüfung, ggf. die vorläufige Festnahme, ggf. Durchsuchung und Beschlagnahme sowie ggf. die Anwendung von "unmittelbarem Zwang", also Gewalt zur Durchsetzung von bestimmten Maßnahmen bis hin zum Schusswaffengebrauch in besonderen Fällen.Auch außerhalb eines Militärischen Sicherheitsbereichs ergibt sich ein Teil dieser Befugnisse, wenn z.B. Bundeswehrangehörige im Dienst tätlich angegriffen werden.Wie man sieht ist das jetzt nichts so ungewöhnliches. Jeder Hanswurst darf bei seiner Party Sicherheitsleute abstellen. Warum soll die Bundeswehr das bei ihrer eigenen Veranstaltung nicht auch. Ist ja jetzt nicht so, dass die jetzt plötzlich gewöhnliche Polizeiaufgaben irgendwo am Bahnhof übernehmen (auch wenn der schwäbische Rollstuhlfahrer das gerne so hätte).
Jedes Mal, wenn die Bundeswehr irgendwo im Ausland eingesetzt werden soll, erhebt sich ein bundesweites Gezeter, und im Inland darf sie erst recht nicht eingesetzt werden. Wofür dann überhaupt die Milliardenausgaben für die Bundeswehr, wenn sie zu nichts benutzt werden kann?
Offensichtlich haben Sie den Artikel nicht gelesen bzw. nicht verstanden sonst würden Sie solch unqualifizierten Kommentar unterlassen.Zufällig geht es hier wieder einmal um die dreiste Missachtung des GG, und das wohl mit voller Absicht.Wenn Sie das gutheissen, sollten Sie das auch so formulieren.
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