Unicef Beschmutztes ImageSeite 3/3
Im Dezember wurde, nach permanenten Negativ-Meldungen in den Medien, schließlich das Wirtschaftsprüfungsunternehmen KPMG beauftragt, die finanzielle Gebarung der Unicef zu überprüfen. Der Bericht folgte am 14. Januar. Für Seelmann-Eggebert ist das Urteil der Prüfer alles andere als eine Vernichtung: „Es wurden Ordnungswidrigkeiten festgestellt“, sagt er. Etwa dass Verträge nicht, wie eigentlich vorgesehen, ausgedruckt und unterzeichnet, sondern per E-Mail vergeben worden seien. Solche Vorkommnisse seien zwar nicht kleinzureden, aber auch nicht der große Skandal. Schlimmer sei, meint das Unicef-Vorstandsmitglied, was danach an Stelle eines ordentlichen Krisenmanagements gekommen sei. Anstatt öffentlich zu machen, dass der geschäftsführende Vorstand die anonymen Vorwürfe in einer Sondersitzung Punkt für Punkt überprüft und daraus Konsequenzen gezogen worden seien, hätten Geschäftsführer Garlichs und Vorsitzende Simonis medial verschiedene Standpunkte bezogen. „Zum ersten Mal in der 50-jährigen Geschichte dieser Organisation in Deutschland ist der Vorstand von der Position der Geschäftsführung abgerückt“, kritisiert Seelmann-Eggebert.
Gleichzeitig sprach Simonis dem Geschäftsführer im Vorstand auch im Januar nochmals das Vertrauen aus. Da sei Simonis nichts anderes übrig geblieben, meinen ihre Vertrauten. „Wenn die Mehrheit sagt, wir dürfen den Geschäftsführer nicht vorverurteilen, kann sie nicht dagegen stimmen.“
Nun mehren sich die Stimmen, die für die Unicef eine zweite Chance fordern. Auch die Grünen-Abgeordnete Ekin Deligöz verteidigt das Kinderhilfswerk. Unicef sei „eine der vertrauenswürdigsten UN-Organisationen“, sagt sie. Trotzdem rennen die Spender nun davon. Viele von ihnen wären wahrscheinlich geblieben, hätte die Unicef rasch auf Transparenz gesetzt anstatt abzublocken. Langfristig dürfte der Skandal für Unicef schwere Folgen haben. „Je größer die Krise nun wird, umso größer wird der Schaden sein“, sagt Betriebswirtschaftsprofessor Schruff. Treffen wird der Skandal aber nicht nur Unicef, sondern die gesamte Branche: „Das ist ein gewaltiger Imageschaden für alle spendensammelnden Organisationen“, meint der Experte.
Dass sich daran in absehbarer Zeit etwas ändern wird, ist bei der Unicef nicht zu erkennen. Seit Sonntag hat die Organisation zwar einen neuen Interims-Vorstand. Reinhard Schlagintweit, ein Diplomat und ehemaliger Unicef-Vorsitzender, der nun in der Not nochmals einspringt, hat zwar angekündigt, dass die Strukturen der Organisation überarbeitet werden sollen. Ansonsten ist in dem von ihm veröffentlichten Brief an die „Ehrenamtlichen in den Unicef-Arbeitsgruppen“ wenig Selbstkritisches zu lesen. Was um Unicef herum als existenzgefährdende Krise bezeichnet wird, diagnostiziert auch der neue Vorstand bloß als „eine Art Modernisierungsschub“.
- Datum 06.02.2008 - 13:08 Uhr
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In Deutschland gibt es viele hunderttausende Vereine. Die nationale Teilorganisation von UNICEF ist jedoch sehr sehr wichtig. Einmal vom Anliegen und der Zielsetzung, aber auch von der Bedeutung.
Ich möchte es wohlwollend formulieren. Frau Simonis wurde an die Spitze eines Vorstandes gewählt, hatte oder hat keine Hausmacht.
Viele dieser Votrstandsmitglieder sind in meinen Augen mit diesem Geschäftsführer eine Mischpoke. Auch wer schlecht wirtschaftet und andere über die Maßen begünstigt, ist für mich einer Veruntreuung von Spendengeldern schuldig und gehört s o f o r t gekündigt, d. h. entfernt.
Auch dieser frühere und jetzt Interim-Vorsitzender ist für mich ao. dubios. Wahrscheinlich, ich vermute es, Teil des Problemes.
Mein Vorschlag:
Der Stall ddes Augias muss ausgemistet werden!
Alle ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder durch neue ersetzen.
Den Geschäftsführer sofort kündigen und alle Unterlagen udn weiterre Aussagen der Staatsanwaltschaft übergeben.
Ich sage es sehr hart: Bei menschlichem Abschaum, Diebstahl an Geld für notleidende Kinder, darf, es keine Milde, kein Verständnis geben.
Für mich ist der Geschäftsführer der allerletzte Dreck!
Und wer zu ihm hält ebenfalls!.
Ich bin imer wieder davon ueberrascht, dass es noch Menschen gibt die darueber verwundert sind, dass in irgendeiner der Organisationen die mnit der Buerokratie der Vereinten Nationen verbunden ist. nicht Geld ohne Ende verbraten wird. Ob's UNESCO, WHO oder UNAIDS ist, die Mitarbeiter und ihre consultants meistens verdienen das vielfache derjenigen die Spenden fuer diese Organisationen sammeln oder die fuer diese Organisationen spenden. Selber Schuld wer sich nicht sachkundig macht bevor er oder sie spendet. Ich hab's mir vor langer Zeit abgewoehnt, den meisten der grossen Hilfswerker zu spenden, eben weil ich kein Interesse daran habe hohe Mitarbeitergehaelter zu finanzieren oder consultants. udo schuklenk
www.udo-schuklenk.org
ethxblog.blogspot.com
Die UNO-Hilfsorganisationen dienen ja als Feigenblatt der UNO-Realpolitik.Sie verdecken mehr die Folgen, als das Ursachen abgestellt würden.Warum Entwicklungshilfe an das arme niedliche Kind,wenn man den Eltern und der Gesellschaft keinen fairen Globalhandel zuerkennt ?Für was UN-Menschenrechte, wenn zuvor die natürlichen MEnschenrechte aberkannt wurdenund nun mit gefälliger Hand "grosszügig" zurück gegeben werden ... wenigstens als mentaler Trick.
Mein Vorschlag ist, dass in Zukunft humanitaere Hilfe online und oeffentlich ueber Netwerke geschieht: Zahlungen, Projekte, Dokumentation echter Hilfe etc. kann besser im Internet geschehen als in geschlossenen Organisationen.Ich bitte ZEIT Leser unser Konzept unter www.worldkey.org zu kommentieren(an meine angegebene e-mail Adresse in der URL und nicht hier im Forum)UN Gehaelter stehen genauso wie Politiker- oder Managergehaelter mathematisch ganz oben. Die Effektivitaet von Hilfsorganisationen errechnet sich aus dem Verhaeltnis von echter Hilfe fuer die Empfaenger zu den Verwaltungskosten. Wenn von einem Euro Spende nur noch 70 Cent fuer die Kinder uebrigbleiben, dann stimmt ja etwas nicht. Normalerweise wuerde man zwischen 5 - max 10 % an Verwaltungskosten erwarten wenn man gut gefuehrte Organisationen vergleicht.Ich denke dass vor allem Beraterkosten (oder "Consulting") noch eine der versteckten Bastionen darstellt wo sich viele Dunkelmaenner eine goldene Nase holen. Auch Fundraiser sind eine Grauzone: wo hoert eine ehrenamtliche Taetigkeit auf und wo faengt das Geschaeft an? Ich hoffe nur dass UNICEF die Dinge so schnell wie moeglich offenlegen kann um groesseren Schaden abzuwenden.
080206mi1219Aber Hallo, liebe Mit-Leut,da wird die Frage gestellt, wer denn schuld habe?Ja, wer oder was hat denn nun schuld?Könnte es denn vielleicht der Zeitgeist sein??! (.-))))Nimm mit, was du kriegern, bekommen kannst!!!?Und dazu paßt doch die Erkenntnis eines Zeitgenossen:"Sie sorgen dafür, daß ihre Schäfchen ihre Schäfchen ins Trockene bringen können."und..."Die Zukunft ist ethisch - oder gar nicht"(Prof. Dr. Hans Ruh)Wer - nicht was - ist also verantwortlich?Alles Leben oder wat?Mit herzlichem Gruß und kühl-rauchendem Kopfe
Ihr Mit-Leid -äh- Mit-LeutKlaus WagnerDat KlaKoWa
Mit Glied der MU - materiellen Unterschicht
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