Am Valentinstag schwelgt man in Liebesbezeugungen. Das ist auch gut so, denn der nächste Ärger kommt bestimmt. Eine Bild-Text-Galerie über den Sinn des Ärgerns.
Manchmal müssen zwei Menschen, die Bett und Tisch, Zahnpastatube und Auto teilen, einander eingestehen: Ich lebe mit einem wildfremden Menschen zusammen. Die Verschmelzung war nur Illusion, jeder hat seine eigene Kultur in die Wohnung geschleppt. Besonders deutlich wird das, wenn man sich ärgert über die Marotten des anderen. Jean-Claude Kaufmann hat ein Buch darüber geschrieben: „Was sich liebt, das nervt sich“. Trotz des lockeren Titels gibt er keine vielversprechenden Tipps in Ratgebermanier. Nüchtern, teilweise in spröder Sprache verfasst, kommt er zu dem Schluss, dass wir uns wohl noch eine Weile über einander ärgern müssen. Das ist ziemlich ärgerlich, aber man kann es auch schätzen lernen. Denn in den Momenten des Ärgerns spürt der Wütende seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse wieder. Und macht sich bewusst, welche Rolle er eingenommen hat.
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