Handwaschbecken und Toilettenspülung in einem? Unser Klo nutzt das Spülwasser gleich zweimal - und erzieht unhygienische Gäste.
Wer heute etwas auf sich hält, trennt seinen Müll, fährt Fahrrad und bringt seine Zeitungen zum Altpapiercontainer. Es ist hip, sich für Umwelt und Klima starkzumachen. Und das ist auch gut so – allerdings nur, solange der Drang zum Weltretten nicht in blinden Aktionismus umschlägt.
Wie etwa beim Wassersparen: Oft heißt es, wir sollten doch, bitte schön, mit dem Trinkwasser besser haushalten, schließlich sei es anderswo knapp. Ein Denkfehler. Denn vielerorts müssen die Kanäle regelmäßig durchgespült werden, weil nicht mehr genug Abwasser durchfließt. Das führt die Sparidee ad absurdum. Ein Ausweg ist unser Waschklo. Es spült immer eine komplette Spülkastenfüllung in den Abfluss, so dass die Hausleitungen hinter der Toilette nicht verstopfen. Aber man kann das Wasser doppelt verwenden: zum Spülen und Händewaschen – natürlich in umgekehrter Reihenfolge. Beim Abziehen läuft das Wasser erst durch den Hahn in ein Becken und von da in den Klokasten. So wird wirklich jeder daran erinnert, die Hände zu waschen.
Aber: Ist da nicht die Kloschüssel im Weg wenn ich mir die Hände waschen will?
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