Suchmaschinen Das extrahierte EtwasSeite 5/5

Roloff: Schön wäre das, ja.

Künstliche Intelligenz

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ZEIT online: Es gibt eine Pressemeldung von Google vom Februar diesen Jahres, da heißt es: „Der Suchmaschinen-Gigant Google versucht, eine künstliche Intelligenz zu bauen – 'in großem Maßstab'“. Das hat Larry Page auf der AAAS verraten. Und dann sagt er: „Nicht mehr viele würden versuchen, eine künstliche Intelligenz zu programmieren, dabei sei das Ziel nicht so weit entfernt, wie viele Leute denken [...]“ Glauben Sie, dass aus der Suchtechnik und aus der damit verbundenen Erschließung des Wissens über die menschliche Sprache künstliche Intelligenz entstehen kann?

Roloff: Nein, keine echte 'künstliche Intelligenz'. Aber die Suchtechnologie kann etwas anbieten, von dem der Mensch auf der anderen Seite sich verstanden glaubt. Er will ja etwas und er bekommt es geliefert. Doch unsere bisherigen Ansätze mit KI sind bis jetzt immer fehlgeschlagen, weil wir wegen der Masse der Daten und der Masse der Informationen auf große technische Ressourcen- und Performanceprobleme stoßen. Es hat sich aber gezeigt, dass man viel brachialer und mit deutlich einfacheren mathematischen Methoden auch zu einem sehr guten Ergebnis kommt.

Die Methodik der klassischen KI-Programmierung wird dabei nicht eingesetzt. Aber der Nutzen auf der anderen Seite kann schon ähnlich verstanden werden. Also dass ich als Nutzer sage: Ich sitze hier an einem Gerät, das versteht mich, das versteht, was ich will, und es liefert mir, was ich brauche. In dem Sinne: Ja. Aber ich würde es nicht künstliche Intelligenz nennen.

ZEIT online: Also, es muss den Turing-Test , den Intelligenztest für Maschinen, nicht bestehen, um mir Antworten aus dem Netz zu suchen.

Roloff: Genau.

Das Gespräch führte Peter Buhr

 
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