Kino Zurück auf AnfangSeite 2/2

Die böse Filmindustrie pocht auf ihr Urheberrecht und verbietet die Neuauflagen. Die Videothek ist am Ende. Ein kollektives Aufbäumen des ganzen Viertels bringt jedoch die Wende: Wenn wir keine Kopien mehr machen dürfen, machen wir eben unseren eigenen Film. Da ist Gondry endgültig in die Einbahnstraße der Schmonzette eingebogen und hat jeden erzählerischen Kredit verspielt.

Da retten ihn auch nicht mehr seine Wunderwerke aus Draht und Pappmachee, mit denen er zuvor Jerrys und Mikes Best-ofs der Filmgeschichte so vortrefflich ausgekleidet hatte. Durch seine Fantasieräume zieht nun ein kalter Hauch der Langeweile. Alles so schön bunt hier, mehr nicht. Die Idee hätte einen besseren Erzähler verdient gehabt.

 
Leser-Kommentare
  1. ... die konsequenz des Films nicht ganz verstanden. Gondry´s Leben ist genau das was der Film zeigt. Eine gelöscht Videothek von der nur noch übrigbleibt was die eigene Phantasie und Kreativität daraus macht. Damit hat er nicht nur im Film Tausende von Menschen dazu gebracht selbst Kurz- und Animationsfilme zu machen. Sicher ist dieser Film nicht die geheime Biographie von Gondry, doch der Aufruf stimmt:Aus Hollywood kommt nur noch Dreck. Jeder Amateur sollte daher seine Sinne schulen und selbst zur Kamera oder zum Kostüm greifen.

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