Traumdeutung

Licht ins Nachtleben

© Silke Meyer/www.nachtcollage.de

Die Psychotherapeutin Ortrud Grön hilft, die verborgene Bedeutung von Träumen zu verstehen Die ganze Fläche des Gartens vor meinem Elternhaus ist ein Teich. Mit meinem Vater stehe ich davor. Ich stelle fest, dass das Wasser verschlammt ist, viele forellenartige Fische schwimmen in der Schlacke. Wir müssen das Wasser reinigen, damit die Fische atmen können. In einen Waschbottich mit klarem Wasser wollen wir die Fische legen, damit sie den Schlamm ausspucken können. Mein Vater nimmt die Fische mit bloßer Hand heraus, ich muss Gummihandschuhe anziehen. Als ich hineingreife, springen mir die Fische in Massen entgegen, alle wollen in den Bottich. Er ist zu klein, um so viele zu fassen. Der Boden um mich herum liegt voller Fische. Papa stellt den Rasensprenger an, das frische Wasser rieselt von oben herab. Ich denke, dass wir zuerst den Schlamm herausschaffen müssen, entdecke aber mit Freude, dass ich die Fische in klarem Wasser schwimmen sehe. Im nächsten Moment versickert das Wasser plötzlich. Die Fische stecken in der trockenen Erde fest. Mein Vater sagt, das sei gut so. Ich glaube das nicht, mache mir Sorgen um die Fische. Sie können nicht atmen.
Leser-Kommentare
    • GEBE
    • 21.02.2008 um 18:35 Uhr

    das finden von Bedeutungen der Traumbilder, ist ein recht dümmliches Unterfangen.Ja,ja, ich weiß, Freud, Jung und Konsorten können sich nicht geirrt habe. Und Schlaflabore, weil mit Stöpseln und Schaltern versehen, haben ebenso den Nimbus, Träumen auf die Spur zu kommen.Was entsteht denn ein Traum? Jedenfalls nicht im Schlaf!Träume entstehen im Moment des Aufwachens!Das Wissenschaftsmärchen, anhand von REM-Phasen z.B. sagen zu können, da träume jemand gerade ist Nonsens. Als Beweiß wird gerne genommen: ja, wenn man aber solche REM-Phasen festgestellt habe (und zudem noch gewisse Hirnströme) und man wecke dann den Probanten auf, könne der einem bestätigen, daß er gerade geträumt habe. Ja klar, sicher doch(!), weil Träume eben im Moment des Aufwachens entstehen! Und je schneller man aufwacht - also wieder bei sich ist, wieder Herr seiner Sinne ist, umso mehr überlagern die Sinneseindrücke die eigenen (verträumten) Organwahrnehmungen.Träume entstehen im Aufwachen, wenn der Mensch beginnt wieder zu sich zu kommen und er beginnt sich in seinem Leib wieder wahrzunehmen, wenn er wieder in seine Sinne kommt und er wieder in ein Verhältnis zur Welt um ihn tritt, womit er während des Schlafes nicht sinnlich in Verbindung stand. Träume sind die Wahrnehmung eigener Organvorgänge in diesem Übergangszustand. Traumbilder sind die individuellen, an die Sinne, an die sinnliche Interpretation hintendierenden Wahrnehmungen der eigenen Organvorgänge im Zustand des Erwachens. Diese Interpretationen der eigenen Organempfindungen im Moment des Aufwachens stellen sich als "Traumbilder" dar. Sie haben keinerlei darüber hinausgehende prophetische und/oder mystische Bedeutung, weder für den Einzelnen, noch als kollektive "Urbilder". Wer das aber glaubt, ist eben nicht ganz wach im Tagesbewußtsein!Von Traumforschung und Bilderklärungen zu reden, ist eben eine Bewußtseinstrübung und eine Gedankenpurzelei über die tatsächlichen Zusammenhänge.Es verhält sich hier wie bei vielen anderen "wissenschaftlichen" Angelegenheit: man möchte es gerne glauben und betreibt in Folge Exergesen der unrichtigen Ausgangsbehauptung, anstatt selbst genau hinzusehen was tatsächlich vorliegt. Es möge nützen!Herzlichst IhrGEBE

  1. 2. @gebe

    so etwas blödes habe ich schon lange nicht mehr gehört. Sorry.Wie kommt es dann, dass wenn jemand plötzlich aufgeweckt wird, der tief und fest schläft, sagen wir mal mitten in der Nacht, dass er dann von seinem Traum erzählen kann, der gerade abgebrochen wurde. Das kenne ich aus eigener Erfahrung.Das zu Ihrer Theorie, dass Träume nur in der letzten Phase des Schlafes auftreten. Ausserdem bin ich absolut überzeugt davon, dass Träume eine enge Verbindung zur Psyche haben. Ich bin kein Wissenschaftsmensch, Gott bewahre :-), es ist wieder eigene Erfahrung. Meine schlimmsten Träume, an die ich mich immer noch erinnern kann, hatte ich in Phasen tiefer psychischer Belastung und hatten eine enge Verbindung zum Erlebten.

    • GEBE
    • 21.02.2008 um 20:44 Uhr

    denken Sie doch einfach mal ihren eigenen Gedanken zu Ende, dann werden Sie feststellen, daß jemand der schläft Ihnen keinen Traum erzählen kann! Nur derjenige der aufwacht - und aufwachen tut man ja auch, wenn man geweckt wird, oder? - wenn er also zu Bewußtsein gekommen ist, von dem gerade traumhaften Zustand zwischen der Bewußtseinslosigkeit des Schlafes selbst und dem Wachsein Mitteilungen machen kann.Und eines dürfte ja wohl auch unzweideutig sein, daß man in Zeiten psychischer Belastung auch andere (eben gestreßte Organvorgänge hat, der gesamte Stoffwechsel ein anderer ist).Außerdem habe ich nicht gesagt, daß Träume in der letzten Phase des Schlafes entstehen - sondern im Aufwachen! Das ist der Zustand, indem Schlaf nicht mehr ist und Tagesbewußtsein noch nicht ist. Ignoranz, mein Lieber, schafft keine Fakten, auch wenn man sie sooo gerne per Gewohnheitsdenken im Führwahrhalten wollen hätte.Es möge nützen!

    Herzlichst Ihr
    GEBE

  2. 4. @GEBE

    Was halten Sie eigentlich von Tagträumen?

  3. 5. @gebe

    achso, tut mir leid. Sie meinen also, dass in dieser halben Sekunde alles abläuft was einen Traum ausmacht?Vielleicht leben wir auch in einer Matrix? Theoretisch möglich oder? Denken Sie mal drüber nach...Lassen Sie falls möglich bitte Ihr überhebliches "es möge nützen", "mein Lieber" usw. [...][Gekürzt. Persönliche Beleidigungen sind hier nicht erwünscht. Bitte halten Sie sich an die Regeln, die hier gelten. http://kommentare.zeit.de/hilfe/regeln/ Die Redaktion; ew]

  4. Weiss nich, Träume kann man so oder so deuten.Ich glaube, man selbst ist immer noch die beste und letzte Instanz,um den tieferen Sinn eines Traums herauszufinden.

  5. Wenn Argumente nicht helfen, dann wird eben eine Beleidigung nachgeschoben.Ein Zeichen von Überforderung?Wie wollen Sie mich überzeugen, dass Traumsequenzen in mehr als einer Sekunde ablaufen?Träume sind irreal, und wir verschlafen die meisten.Wohingegen die Realität eine Illusion ist, die durch Alkoholmangel hervorgerufen wird.

  6. Die psychologische Traumdeutung mit Hilfe von Traumbildern Rückschlüsse auf die Psyche des Träumenden und dessen unbewußte Motive zu ziehen geht auf Sigmund Freud zurück. In der Traumdeutung sah Freud die "via regia zur Kenntnis des Unbewußten" und empfahl ein sorgfältiges Studium der Symbole.
    Träume entziehen sich jedoch jeder Normierung. Sie sind neurophysiologische Elektrogewitter während des REM-Schlafes. Sie erfüllen einen biopsychologischen Sinn, auf den ich hier nicht weiter eingehen will (siehe Arbeiten von Karl Leonhard über sog "Formträume").
    Wissenschaftstheoretisch muss angemerkt werden, dass Behauptungen der psychoanalytisch orientierten Psychologie - etwa die Traumdeutung - nicht durch Beobachtungen überprüfbar sind. Egal, welche Beobachtungen man einem "gläubigen" Psychoanalytiker vorlegt, dieser wird immer die Beobachtungen mit der besonderen variante der psychoanalytischen Psychotherapie, von der er überzeugt ist, in Übereinstimmung bringen.

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